11. Juli 2003Zoo
Vier Freunde<br/>Wenn man Tieren ihren Namen an der Nasenspitze ansehen kann, dann sind es die vier Neuen im Zoo: Pablo, Lucia, Veronica und Isabella. Sie müssen niemanden mit der Nase drauf stoßen, zu welcher Art sie wohl gehören. Das prominente Riechorgan haben die Neuen eben immer vorn!<br/>Seit einer Woche lassen sich die Nasenbären hannöverschen Wind um die Nase wehen. In ihrem neuen Gehege gegenüber von den Geparden hieß es gleich nach der Ankunft: Immer der Nase nach! So viele neue Gerüche wollten erst einmal erkannt und eingeordnet werden. Pablo & Co. sperrten Mund und Nase auf, rieben sich gegenseitig alles Wissenswerte über die neue Umgebung unter die Nase, steckten ihre Nase in buchstäblich alles hinein, näselten nebenbei nach netten Nacktschnecken und haben ihr Revier mit allen Bäumen und Kletterseile bärig erobert.
Lebenswichtiges Riechorgan<br/>Die rüsselartige, bewegliche Nase der aus Mittel- und Südamerika stammenden Tiere sieht nicht nur urig aus, sie ist für den Nasenbär überlebenswichtig. Eine Nasenoperation (die wir Menschen mit so einem Riecher sofort anstreben würden) kommt für den Kleinbären auf gar keinen Fall in Frage. Mit ihrer dünnen Riesennase können die verfressenen Tierchen wunderbar unter der Rinde morscher Bäume, unter Wurzeln und Steinen oder im Erdreich nach Nahrung suchen. Gerochen - gefunden. Mit Hilfe ihrer kräftigen Krallen scharren die Nasenbären die Leckerlis dann heraus und verzehren sie sehr geräuschvoll.
Nasenbären sind Allesfresser. Auf ihrer Speisekarte stehen neben Wirbeltieren auch Eidechsen, Frösche, Schildkröteneier und Früchte. Selbst kleinen Nagern stellen sie nach. Nach dem Fressen ziehen sich die 4,5-6 Kilogramm schweren Tiere meist für eine kurze Ruhepause zurück.
Kletterseile und Bäume<br/>Ausgeruht machen sie dann wieder ihr eigens für sie neu eingerichtetes Gehege unsicher. Neben Pflanzen und Baumstümpfen stehen den Nasenbären auch dicke Kletterseile und eine kleine Hütte zum Spielen und Erkunden zur Verfügung. Nasenbären sind, im Gegensatz zu anderen Kleinbären, tagesaktiv. Es vergeht kaum ein Augenblick, in dem die Vier nicht laut fiepend durch das Gehege toben. So gibt es für die Besucher immer etwas zu sehen. Das ständige Fiepen sowie das Aufstellen des Schwanzes fördern dabei den Zusammenhang der Gruppe.



