04. Januar 2012Unternehmen
2013 Zuwachs bei der Elefantenherde
Kurz vor Weihnachten gibt es immer die schönsten Leckereien. Als Elefantendame von Welt weiß man sich allerdings zu beherrschen, zu mal die Pfunde von der letzten Schwangerschaft dank Mutter-Kind-Turnen gerade wieder gepurzelt sind. Doch bei Khaing Hnin Hnin (* 13.09.1982) und Farina (* 20.03.2003) ist von Zurückhaltung keine Spur, schließlich essen beide wieder für Zwei.
Dem Charme von Elefantenbulle Nikolai waren die beiden Damen erneut erlegen. Mitte des vergangenen Jahres kamen die ersten, leisen Vermutungen auf und aus den Vermutungen ist nun Gewissheit geworden: Beide Elefantenkühe sind tragend. Voraussichtlich im Januar 2013 und im April 2013 werden zwei Minifanten in Hannover erwartet. Elefanten bringen nach einer Tragzeit von bis zu 660 Tagen ihre Jungtiere auf die Welt. Die kleinen Wonneproppen wiegen bei der Geburt bereits etwa 100 Kilo und sind ca. 80 – 100 cm groß.
Die Schwangerschaft der beiden Elefantendamen ist ein toller Erfolg für die Zucht der stark bedrohten Tierart. Nach dem Sensationsjahr 2010, in dem fünf Elefantengeburten gefeiert wurden, gibt es bald erneut Nachwuchs in Hannover. (Steckbrief Elefanten)
Auf ins Abenteuer, Pinguine!
Langsam aber sicher bereiten sich die Pinguine auf ihre Rückkehr nach Yukon Bay vor. Die Nachricht über die geplante Einrichtung machte bereits im vergangenen Jahr bei den kleinen Frackträgern die Runde: Unterschiedliche Landzonen mit Naturboden, Sand und Kies. Großzügige Bepflanzung, Brut- und Schattenplätze, verschieden große Steine vom Kiesel bis zum Felsen vervollständigen das naturgetreue Landschaftsbild. Ein wahres Paradies für Groß und Klein. Das bevorstehende, neue Jahr versprach den Brillenpinguinen also gute Aussichten. Der Familienplanung stand nichts im Weg und so bedankten sich die kleinen Frackträger mit drei Eiern.
Seit Oktober haben die Pinguine Tag und Nacht immer im Wechsel gebrütet, bis es schließlich am 03. November zum ersten Mal knackte. Zwei Pinguinmädchen pickten sich durch die harte Eierschale und nur vier Tage später schlüpfte Nachwuchs Nummer drei, dieses Mal ein Junge.
Sofort gingen die wildesten Diskussionen um die Namen der Jungtiere unter den Pinguinen los. Die beliebtesten Kindernamen 2011 in Hannover sind Sophie und Maximilian, doch das ist den stolzen Frackträgern nicht ausgefallen genug. Vielleicht sucht man sich ein prominentes Beispiel aus Hollywood: Egypt Daoud Dean zum Beispiel, wie der Sohn von Superstar Alicia Keys, oder Seraphina Rose Elizabeth, wie die Tochter von Jennifer Garner und Ben Affleck. Auf jeden Fall muss es mindestens ein Doppelname sein. Das letzte Wort hatten natürlich die stolzen Eltern und so hören die drei Küken auf die klangvollen Namen: Zindy-Zelina, Olga-Mandy und Justin-Patrick.
Gerade 60 – 70 Gramm wogen die frisch geschlüpften Küken und statt vornehm im Frack waren sie mit einem weichen, grauen Flaum bedeckt. Mittlerweile haben alle drei Küken ein stattliches Gewicht erreicht und wiegen zwischen 2 und 3,5 Kilo. Auch der Flaum weicht langsam dem Erwachsenen-Gefieder, die Pinguinküken entwickeln sich prächtig. (Steckbrief Pinguine)
Damit das auch so bleibt, üben die Pfleger gerade die Jungtiere mit kleinen Fischen zu füttern, um sie daran zu gewöhnen, Fische aus der Hand zu nehmen. Schnell werden die Jungvögel wachsen, zunehmen und ihr Gefieder verändern. Kaum ist der Flaum verschwunden, geht es ab ins Wasser zum Schwimmen lernen und Fische fangen. Petri heil!
Leben und sterben
Wo die einen gerade ihr Leben beginnen, mussten sich andere vom Leben verabschieden.
Die beiden ältesten Seelöwinnen Petzi (* 16. Juni 1994) und Lizzy
(* 10. Juni 1991) sind am 26. Dezember nach kurzer Krankheit verstorben. Wie alle toten Zootiere wurden sie in die Pathologie der Tierärztlichen Hochschule gebracht. Laut Befund sind beide Seelöwen an einer Darmentzündung verstorben. Die Ursache ist nach jetzigem Stand noch unklar. „Die Ursachen von Darmentzündungen können vielfältig sein", so Dr. Maya Kummrow, leitende Tierärztin im Erlebnis-Zoo Hannover, „und sogar, wie in diesem Fall, zum Tode führen". (Steckbrief Seelöwen)
Am Morgen des 01. Januar 2012 ein weiterer Schreck. Timberwölfin Akira (* Mai 1999) starb an den Folgen einer Rangauseinandersetzung mit ihrem Gefährten Peter (* November 2008). „Bei Wolfsrudeln sind Auseinandersetzungen um die Rangfolge an der Tagesordnung", erklärt Dr. Kummrow, „Normalerweise reichen Drohgebärden des Alphatieres. Zeigt der Rangniedrige aber nicht sofort Demutshaltung, kommt es schon mal zu Beissereien. Es ist allerdings eher selten, dass ein Wolf dabei stirbt. Wir bedauern das sehr." (Steckbrief Timberwölfe)
Viel Zeit zum Trauern bleibt den Zoologen allerdings nicht. Es muss schnell eine Lösung gefunden werden. „Wölfe sind Rudeltiere und wir können es nicht verantworten einen Wolf einzeln zu halten", so Dr. Kummrow, „es muss also entweder schnell eine neue Timberwölfin für Peter gefunden werden oder ein Zoo, der den Wolf übernimmt. Denkbar wären beide Lösungen".
Tipp: Winter-Zoo noch bis zum 8. Januar 2012!
Der Erlebnis-Zoo ist von 10:00 - 16:00 Uhr geöffnet;
die Winter-Zoo Attraktionen wie Eislaufbahnen, Rodelrampen
und die nostalgischen Karussells bis 19 bzw. 20 Uhr (Fr./Sa.).
Vormerken: Am 06.01. Eislauf-Party auf Meyers Hof und
am 07.01. Heidelbach-Lesung in Yukon Bay!



