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10. Januar 2012Unternehmen
Tierisch erfolgreiches Jahr!

Inventur für das Jahr 2011 im Erlebnis-Zoo Hannover: 3.374 Tiere in 229 Arten und neuer Rekord mit 1.619.186 Besuchern (Art: Homo Sapiens)

Wie jedes Unternehmen zählt auch der Zoo am Ende jedes Jahres alles, was ihm lieb und wertvoll ist: Seine Tiere und seine Besucher.

 

Die Zweibeiner der Art Homo Sapiens machen es den Mitarbeitern dabei leicht: Sie gehen das ganze Jahr über durch das Drehkreuz am Zooeingang und werden automatisch gezählt. Das Ergebnis am 31. Dezember 2011 bot dem Team des Erlebnis-Zoo Hannover allen Grund zu feiern: Mit 1.619.186 Besuchern wurde das Rekordergebnis des Vorjahres (1.602.257) überboten! „Wir sind sehr stolz und freuen uns riesig, dass der Erlebnis-Zoo so begeistert", sagte Zoodirektor Frank Werner.

 

Nicht jede Art war bei der Inventur gleichermaßen kooperativ. Die Hausmäuse wollen einfach nicht stillhalten, die Loris im Tropenhaus flogen durcheinander, der Känguru-Nachwuchs verschwand im Beutel und anstatt sich durchzählen zu lassen, tauchten die Goldfische einfach ab. Trotzdem: Von der Antilope bis zum Zebra wurde jedes Tier notiert, eine Bestandsaufnahme ähnlich wie im Baumarkt – nur viel quirliger.

 

Geschätzte Schätze

Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden manche Tierarten nach ausgeklügelten Methoden geschätzt, wie der Vogelschwarm im Urwaldhaus oder die Forellen im Hafenbecken von Yukon Bay. Da die freifliegenden Vögel sich nicht einfangen lassen, wird eben ihre Futterstelle stundenlang beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Forellen werden bei den Tauchgängen der Tierpfleger beobachtet und geschätzt.

 

Wir sind ein Volk!

Die Ameisen zu zählen, die bergauf-bergab durch ein langes Röhrenlabyrinth krabbeln, ist Sisyphos-Arbeit. Die Blattschneider-Ameisen werden nur als ein Tier gezählt – obwohl es natürlich tausende Individuen sind. Erheblich einfacher ist das Zählen bei den Flusspferden: Die vier Dickhäuter liegen dösend im Wasser und halten gähnend still. Und auch die 13rüsselige Elefantenriege stellt sich zum Appell einfach auf. Besonders beliebte Zählobjekte sind die Faultiere und Achatschnecken: Regungslos harren sie während der Inventur aus.

 

Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit ihren Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird nochmal gezählt.

 

Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an die Gesellschafter des Zoos und an das Veterinäramt übermittelt. Auf diese Weise ist  jedes Tier von der Stachelmaus bis zum Elefanten „aktenkundig".

 

Wissenschaftliche Vergleichswerte

Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Die Zahlen werden in wissenschaftlichen Fachmagazinen veröffentlicht und geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos kann zum Beispiel ersehen werden, ob ein Tier sich normal entwickelt.

  

Zahlenbeispiele:
4 Flusspferde, 3 Eisbären, 13 Elefanten, 7 Schimpansen, 5 Löwen, 2 Tiger, 2 Persische Leoparden, 3 Nashörner, 7 Faultiere, 96 Flamingos, 8 Erdmännchen, 5 Giraffen, 2 Kleine Pandas, 2 Schnee-Eulen, 5 Rote Varis, 15 Bennett-Kängurus

 

Das größte, höchste, schwerste Tier

  • Das größte Tier: Giraffenbulle Schorse ist 5,80 m hoch
  • Das schwerste Tier: Elefantenbulle Nikolai bringt 4,7 t auf die Waage
  • Das längste Tier: Tigerpython Moses junior I. ist 5,10 m lang
  • Das kleinste Tier: Ameise Henrike ist nur 0,5 cm lang
  • Das älteste Tier: Anden-Kondor „Julchen" ist 50 Jahre alt
  • Das letztgeborene Tier: Bennett-Känguru (* 22.12.2011 - bei Kängurus zählt der Tag als „Geburtstag", an dem ein Jungtier zum ersten Mal aus dem Beutel schaut)

 

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Auch im Winter erwarten Sie spannende Tier-Shows & Fütterungen
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zurückziehen, werden die anderen plötzlich putzmunter!
zur Zoo-Doku "Tiere im Winter"

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