Sound
01. Oktober 2004Zoo
Uriges Unterwasserballett

Beobachten Sie Zora & Co. beim Aquajogging

Langsam gleitet Victoria auf den Grund des Schwimmbeckens. Graziös streckt sie erst das linke, dann das rechte Bein nach hinten, stößt sich leichtfüßig ab und schwebt durch das grünblaue Wasser, während Cherry knapp unter der Oberfläche eine Vierteldrehung in Perfektion vollführt. Im Erlebnis-Zoo Hannover zeigen sechs schwergewichtige Damen ein Unterwasser-Ballett der ungewöhnlichsten Art.

Hier tummeln sich die Flusspferde Zora, Cherry, Keboko, Habari, Victoria und Nesthäkchen Himba im Hippo-Canyon in 21 Grad warmen Wasser und gewähren den Besuchern Einblicke in ihr Unterwasser-Leben. Durch dicke Glasscheiben können die Zoogäste beobachten, wie die tonnenschweren Tiere scheinbar schwerelos durch das Wasser gleiten. Und manchmal hält Zora direkt an der Scheibe inne und blickt den Besuchern durch die Scheibe tief in die Augen - ein einmaliger Anblick!

Flusspferde verbringen zwar die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser, sind aber dennoch keine guten Schwimmer. Durch die Glasscheiben kann man sehen, dass sie sich einfach sinken lassen und unter Wasser spazieren gehen. Bis zu 15 Minuten können die Dickhäuter unter Wasser ausharren. Es vergehen jedoch meistens kaum mehr als drei Minuten, bis sich die breite Schnauze wieder an der Oberfläche zeigt.

Es scheint übrigens, als ob Flusspferde ständig grinsen würden. Das liegt an dem breiten Maul, mit dem sie nach dem Prinzip "Rasenmäher" täglich bis zu 40 Kilo Gras fressen. Für diese Riesenportion steigen sie in freier Wildbahn nachts an Land und wandern mehrere Kilometer weit. Im Zoo futtern die Ballerinas nachts in ihrem Schlafgemach. Morgens steigen sie dann wieder in ihren Hippo Canyon – und dann zeigt Zora ihr Rasenmäher-Grinsen direkt durch die Glasscheibe.

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