11. August 2010Unternehmen
So früh wie noch nie begrüßte der Erlebnis-Zoo Hannover in diesem Jahr seinen millionsten Besucher. Am 11. August, 47 Tage eher als im Vorjahr, genau um 09.43 Uhr, betrat Jennifer Wolf (26) aus Ahlten den Zoo und wurde jubelnd vom Zooteam empfangen. Die „Millionärin“ bekam einen herzlichen Kuss von Robbendame Lizzy, die sie in der neuen Kanadalandschaft Yukon Bay zu einer Privataudienz empfing.
Zum achten Mal in Folge hat der Zoo damit über eine Million Besucher angezogen und strebt nun einem neuen Besucherrekord entgegen. „Die neue Kanadalandschaft Yukon Bay hat alle Erwartungen übertroffen“, berichtet Zoodirektor Klaus-Michael Machens begeistert, „und unsere vier Elefantenbabys sind die absoluten Publikumslieblinge.“
Yukon Bay, die siebte Themenwelt im Erlebnis-Zoo, wurde am 22. Mai eröffnet. Der Zustrom der Besucher riss seitdem selbst an den heißesten Sommertagen nicht ab. Der Zoo rechnet mit 1,4 Millionen Besuchern in diesem Jahr – der bisherige Rekord lag bei 1,2 Millionen.
Yukon Bay ist Abenteuer pur: Wildnis, Minen, Goldgräber-Romantik, die Besucher sind Auge in Auge mit Wölfen und Eisbären. Im Rumpf eines auf Grund gelaufenen Schiffes im Hafen der kanadischen Stadt öffnet sich die große Unterwasserwelt und gibt den Blick frei auf Robben und Eisbären unter Wasser. In Kürze entern zudem 35 Pinguine das Deck und tauchen in die Unterwasserwelt des Schiffes ein.
Der seit Jahren steigende Erfolg beruht auf dem einzigartigen Konzept des Erlebnis-Zoos: „Tierhaltung, die begeistert – Bildung, die Spaß macht – Unterhaltung, die Sinn macht – konsequente Thematisierung der Erlebniswelten – alle Kundenbedürfnisse ernst nehmen“, erklärt Machens.
Der Zoo präsentiert 2.300 Tiere in den Themenwelten Sambesi, Dschungelpalast, Meyers Hof, Gorillaberg, Mullewapp, Outback und Yukon Bay. Hier leben die Tiere in thematisierten Landschaften, die sowohl den Bedürfnissen der Tiere als auch denen der Besucher gerecht werden.
Die Zoobesucher werden mitten in die Welt der Tiere versetzt, tauchen in fremde und exotische Landschaften ein. Für möglichst würdevolle und beeindruckende Begegnungen kommen sich Mensch und Tier so nah wie möglich. Erforderliche Sicherheitsbarrieren sind nicht wahrnehmbar in die Landschaft integriert: Eisbären, Tiger, Leoparden, Nashörner und Flusspferde scheinen zum Greifen nah.
Wichtiger Bestandteil der Gesamtkonzeption des Zoos sind Schaufütterungen, Tiershows und Erlebnis-Beschilderung, modernes Infotainment. „Wir wollen Menschen für Tiere begeistern“, so Machens, „und wir freuen uns, dass uns das offensichtlich gelungen ist.“ Seit dem Beginn des Umbaus 1994 vom Stadtpark-Tiergarten zum Erlebnis-Zoo wurde die jährliche Besucherzahl um 94 % gesteigert.
Während Zoos normalerweise regionale Einrichtungen sind, die von Gästen aus der direkten Umgebung besucht werden, zieht der Erlebnis-Zoo Hannover immer mehr Gäste auch aus anderen Bundesländern an und trägt so zur touristischen Wertschöpfung in Hannover bei. Mehr als 60 Prozent aller Besucher nehmen eine Anreisezeit von über 30 Minuten in Kauf, 14 Prozent der Gäste kommen aus anderen Bundesländern.
Auch regionalwirtschaftlich ist der Erlebnis-Zoo Hannover auf Erfolgskurs. Die Investitionen von rund 111 Mio. € sorgten für positive Beschäftigungseffekte. Die Zahl der Arbeitsplätze konnte von 78 auf 316 erhöht werden (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Innerhalb von wenigen Jahren entwickelte sich das einstige Sorgenkind Zoo zur Tourismusdestination Nr. 1 in der Region Hannover.



