Zoo-Doku: Promis im Zoo
Was das Zooteam rund um Film-Aufnahmen mit Prominenten so erlebt
Wenn Prominente sich für Filmaufnahmen im Zoo ankündigen, herrscht immer ein wenig Aufregung. Man weiß zwar wer, aber nicht unbedingt was da auf einen zukommt. Der Trubel beginnt schon im Vorfeld. Die betreuenden Manager klären die Bedürfnisse ihrer Schützlinge: Berühmtheit X trinkt nur Volvic, bitte kein anderes Wasser. Star Y braucht einen Raum zum Schminken und Ausruhen mit absoluter Stille. Sängerin XY hat eine Aversion gegen Würmer, ob die Erdmännchen auch etwas anderes fressen?
Also wird Volvic eingekauft und ein Ruheraum freigeräumt – nur die Erdmännchen weigern sich, ohne Mehlwürmer zu agieren. Keine Diskussion. Ist aber auch kein Problem, denn sind die Prominenten erst im Zoo, kommt sowieso alles ganz anders. Im Angesicht von Elefant und Co. ist plötzlich jedes Wasser willkommen. Wenn die Pelikane sich im Freien ihr Gefieder putzen, können die Stars sich selbstredend auch draußen schminken lassen, und Nase an Nase mit den Erdmännchen sind Würmer auf einmal sogar ganz putzig. Fazit: Bislang waren alle Prominenten im Zoo einfach tierisch nett.
„Hallo, ich bin Wayne“, sagte Schauspieler Wayne Carpendale und streckte der verblüfften Zoo-Mitarbeiterin die Hand entgegen.
„Brrffzzzt“, kam die spontane Antwort, derweil Wayne schon weiter geeilt war, um die Pressesprecherin zu retten, die gerade von der Leiter ins Gehege der Erdmännchen zu fallen drohte (alles Absicht, sagte sie später). „Das hätte aber schief gehen können“, meinte Wayne Carpendale, die Pressesprecherin halb im Arm, „alles in Ordnung?“- „Brrffzzzt“, antwortete diese wortgewandt.
Nicht viel abgebrühter gaben sich die Erdmännchen, die dem Schauspieler sofort aus der Hand fraßen und ihn auf seinem Bein sitzend anhimmelten (ihn oder die Mehlwürmer, wir wissen es nicht genau).

Sänger Werner Böhm, alias Gottlieb Wendehals, schuftete knöcheltief im Mist bei den Nashörnern und hatte größten Respekt vor der Arbeit der Tierpfleger. Er war so froh über die verdiente Mittagspause, dass er unserer Restaurantleiterin prompt einen Heiratsantrag machte, weil das Essen so gut schmeckte.
[Den Heiratsantrag hat unsere Restaurantleiterin übrigens nicht angenommen, das Kompliment dagegen schon.]
Schauspielerin Milka zog die Zoo-Arbeitskleidung flugs in der Toilette am Sambesi an – Garderobenraum? Papperlapapp! Selbst als die Tierpfleger ihr den 38 kg schweren Tigerpython um die Schultern legten, blieb die zierliche Schauspielerin standfest und relativ locker. So locker, wie man mit einer fünf Meter Würgeschlange um den Hals eben sein kann. Nur der Anblick von Flusspferd Kibokos Hinterteil brachte Milka aus der Fassung: „Boh! Das ist der größte Arsch, den ich in meinem Leben gesehen habe!“ Kiboko dankte für das nette Kompliment.
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