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Zoo-Doku: Kampf dem Grünling!

Zoo-Doku: Kampf dem Grünling!

Winter-Reinigung des Flusspferdbeckens "Hippo Canyon"

Winter-Reinigung des Flusspferdbeckens "Hippo Canyon"

Dichter Nebel nimmt einem die Sicht und durch die heiße, feuchte Luft dringt ohrenbetäubender Lärm. Nur langsam lichtet sich der undurchdringliche Dunst und furchterregende Wesen mit Ohrenschützern tauchen aus den grünlichen Nebelschwaden auf. Ihre unförmigen, nassen Körper glänzen im künstlichen Licht und sie halten gewehrartige Maschinen in den Händen. Ihre Mission: Die gnadenlose Jagd auf "Chlorophyceae", die restlose Beseitigung aller Exemplare der "Chlorophyta" – kurz: die ultimative Reinigung!

Was für den ahnungslosen Beobachter anmutet wie die gefährliche Invasion schwer bewaffneter Außerirdischer, stellt sich bei genauerer Betrachtung als friedlicher Hausputz im Flusspferdbecken heraus. Damit die Algen an den Wänden mit der Zeit nicht Überhand nehmen, wird das Zuhause der Dickhäuter zwei Mal im Jahr gründlich gereinigt.

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Sinken draußen die Temperaturen auf unter
15 °C, ziehen sich die wärmeverwöhnten Afrikaner ins mollige Winterquartier zurück. Während die sechs Faulenzer in der Außenanlage jetzt noch genüsslich Sonnenbaden, wird drinnen hart geschuftet, damit das traute Heim für den kommenden Daueraufenthalt blitzsauber ist.

Sobald der Dampf der modernen Hochdruck-Reiniger und eines staubsaugerartigen Ungetüms verzogen ist, kommt klassischeres Gerät zum Einsatz. Jetzt entpuppen sich die seltsam vermummten Gestalten als harmlose Zoo-Mitarbeiter.

Wo vor wenigen Stunden Fridolin und Chimala noch lustig im 1,60 m hohen Wasser geplantscht haben, stehen jetzt die fleißigen Handwerker und befreien den Beton von Algen. Zentimeter für Zentimeter weicht die grünliche Schicht zurück und die hellen „Felswände“ kommen wieder zum Vorschein.

Originelle Spaßvögel

Originelle Spaßvögel

Beim Ablassen des Wassers taucht auch die eine oder andere Überraschung auf, die Besucher und Mitarbeiter sonst gar nicht wahrnehmen können. Im alten Baumstumpf in der Mitte des Flusspferd-Wohnzimmers haben sich die findigen Künstler verewigt, die das Becken damals gestaltet haben. Der liebevoll eingeritzte Schriftzug "I love Hippo"“ wird aber schon in ein paar Minuten wieder unter der Wasseroberfläche verschwunden sein: In weniger als drei Stunden ist das gesamte Becken wieder mit 200.000 l gereinigtem Maschsee-Wasser gefüllt und nach nicht einmal 24 Stunden können die Flusspferde und ihre schuppigen Untermieter ihr frisch geputztes Heim wieder beziehen.

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Lust auf mehr?

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