Zoo-Doku: Ein tierisch schöner Sommer
Manche mögens kalt, eiskalt
Affen
Endlich wieder Sommer! Das Thermometer zeigt teils über 30 Grad. Und die Affen im Erlebnis-Zoo feiern Eiszeit. Die frechen Hulman-Languren, Drills und Weißkehlmeerkatzen reiben sich vergnügt die Hände: Hitze bedeutet im Zoo Eiszeit!!
Um den quirligen Affen das warme Wetter so angenehm wie möglich zu machen, hängen die Pfleger „Eisbomben“ ins Gehege im Dschungelpalast. Für den tierischen Eisbecher werden frische Obststückchen, Gemüse, Sonnenblumenkerne und Rosinen in 10 L Eimer gelegt, mit Wasser übergossen und tiefgefroren.
An diesem Obstsalat am Stil wird stundenlang geleckt, gekratzt, geschabt, genagt, bis auch die letzte Rosine aus dem Packeis befreit ist. Schmeckt nicht nur lecker, kühlt auch ungemein! Und so wird den Affen bei Hitze ganz schnell „schweinekalt“.
Eisbären
Für die Eisbären in Yukon Bay gibt es zur Erfrischung neben dem kühlen Bad im wellenumtobten Hafenbecken einen Eisbecher aus Fisch, Obst, Haferschleim und Fleisch. Sieht für uns nicht gerade zum Anbeißen aus, ist für Eisbären aber eine Delikatesse.
Elefanten
Die Elefanten stellen sich bei Hitze gerne unter die immer strömende Dusche aus dem leck geschlagenen Aquädukt im Dschungelpalast oder benutzen den hauseigenen Palastpool. Eine kühle Dusche gibt es zudem von den Tierpflegern direkt aus dem Wasserschlauch. Zum Schutz gegen Sonnenstrahlen und Insekten bewerfen sie sich im Anschluss mit Sand, bis eine dicke Sandschicht auf dem Rücken haftet.
Addax Antilopen
Die aus der Wüste stammenden Addax Antilopen können über den hiesigen Sommer nur lächeln. Sie überleben sogar ohne Wasser in der Sahara bei 50 Grad im Schatten. Mit einem ausgeklügelten System können sie ihre Körpertemperatur bei Hitze erhöhen und bei kühleren Temperaturen wieder senken. Schwitzen kann sich eine Addax-Antilope nicht erlauben – dabei ginge zu viel kostbare Flüssigkeit verloren!
Erdmännchen
Die ewig neugierigen Erdmännchen bekommen nur hin und wieder eine Eisbombe. Die sonnenliebenden Savannenbewohner blühen nämlich bei 30 Grad erst so richtig auf. Dennoch ist die Eiszeit in Afrika eine willkommene Abwechslung für die Scharrtiere, die natürlich alles daran setzen, die tiefgefrorenen Köstlichkeiten aus dem Packeis zu befreien.
Nashörner
Die Nashörner nehmen gerne ein ausgiebiges Bad am Ufer des Sambesi und wälzen sich dann im Schlamm. Doppelter Effekt: Das Bad kühlt, die Schlammschicht wirkt wie eine Sonnencreme.
Tiger
Die sibirischen Tiger sind im Winter in ihrem Element. Erst ab Minus 40 Grad wird ihnen wirklich zu kalt. Im Sommer ziehen sich die Tiger in den Schatten zurück oder stehen gerne bis zum Hals im Wasser. Von wegen wasserscheue Katzen!
Fazit
Eigentlich ist die eisige Abkühlung für die Tiere nicht wirklich notwendig. Tiere können mit Hitze sehr viel besser umgehen als Menschen. Sie sind belastbarer, haben ein höchst stabiles Herz-Kreislaufsystem und sind im Ganzen viel vernünftiger: Sie ziehen sich bei Hitze in den Schatten zurück, bewegen sich nicht unnötig und trinken viel Wasser. Aber mit den tierischen Eisbomben und Duschen macht der Sommer einfach noch mehr Spaß: Die verspielten Affen turnen am Eis herum, fangen die abtauenden Wassertropfen und versuchen stundenlang, an die verlockenden Leckereien zu kommen, die sie zwar sehen können, aber erst aus dem Eis befreien müssen. Und so ist die Eisbombe Tierbeschäftigung und Kühlsystem zugleich!

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