Adler
Der Weißkopfseeadler beeindruckt mit seiner Flügelspannweite von 240 Zentimetern. Der geschickte Jäger ernährt sich von Fischen und kleinen Reptilien.
| Herkunft | Nord-Amerika |
| Nahrung | Fisch, kleine Vögel, Reptilien |
| Größe | 240 cm Spannweite |
| Gewicht | maximal 6 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 35 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 45 Jahre |

Frühlingsgefühle im Winter
Während wir Menschen in der dunklen Jahreszeit schon mal schwermütig werden, gerät bei den Weißkopfseeadlern das Blut in Wallung. Schnee und Kälte bringen die Tiere in Balzstimmung. Bei diesem Partnerflug zeigen sie sich als Flugakrobaten: Sie vollführen Rollen, Saltos und Schrauben, während sie sich an ihren Krallen festhalten. Nach einer kurzen Brutzeit von 35 Tagen schlüpfen danach die Küken. Weißkopfseeadler-Küken sind übrigens meistens Einzelkinder.

Manchmal Jäger, manchmal Dieb
Der Weißkopfseeadler ist ein geschickter Flieger, der sogar andere Vögel im Flug erbeuten kann. Trotzdem klaut er anderen Tieren manchmal ihre Beute. Er bringt zum Beispiel den Truthahngeier dazu, dass er bereits verschlungene Fleischbrocken wieder hervorwürgt. Wenn der nicht schnell genug damit herausrückt, tötet der Adler ihn zuweilen.

Traurige Berühmtheit
Weißkopfseeadler waren die ersten Vögel, bei denen man Spuren von giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln im Gehirn und auch in den Eiern fand. Diese Vergiftung hatte schlimme Folgen: In manchen Gegenden ging die Anzahl der Nester um die Hälfte zurück, in anderen Regionen gab es gar keinen Nachwuchs mehr. Zum Glück haben Umweltschutzmaßnahmen dazu geführt, dass sich die Bestande langsam wieder erholen.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Bei Weißkopfseeadlern sind die Weibchen das starke Geschlecht, denn sie werden größer und schwerer als die Männchen. Deshalb sind sie es in der Regel, die das Revier mit wütenden Angriffen gegen unerwünschte Eindringlinge verteidigen.






