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Antilope

Antilope

Gleich zwölf Antilopen- und Gazellenarten leben im Erlebnis-Zoo Hannover: Addax, Elenantilopen, das Zwergrüssel-Dik-Dik, Thomsongazellen, Dorcas-Gazellen, Kleine Kudus, die Pferdeantilope, Springböcke, Tieflandnyalas, Blessböcke, Impalas und Gnus.

HerkunftAfrika, Asien
NahrungGräser, Blätter, Früchte
Größe160 cm hoch
Gewichtmaximal 300 kg
Gemeinsam mit mir lebenThomsongazellen, Zwergrüssel-Dikdik, Elenantilope, Addax oder Mendesantilope, Südliches Streifengnu, auch Blaues Gnu genannt, Kleiner Kudu, Dorcas Gazelle, Springbock, Impala

Auffallende Gesichter

Auffallende Gesichter

Pferdeantilopen, Oryx-Antilopen (Spießböcke) und Mendesantilopen gehören zur Unterfamilie der Pferdeböcke: Bei ihnen gleichen die Geschlechter einander. Alle Arten besitzen mehr oder minder ausgeprägte Gesichtszeichnungen. Manche haben auch schwarze Abzeichen an Vorder- und Hinterbeinen sowie ein dunkles Flankenband.

Ein Riese und ein Zwerg

Ein Riese und ein Zwerg

Sie ist ein Riese unter den Antilopen: die Pferdeantilope. Vom Huf bis zur Schulter kann sie 1,60 Meter messen. Bis 300 Kilogramm wird sie schwer. Ziemlich klein, nämlich gerade mal so zwischen 35 bis 40 Zentimetern ist der Zwergrüssel-Dikdik. Seine Besonderheit: Er kann pfeifen! Wenn Gefahr droht, pfeift er durch die Nase und dann macht sich Familie Dikdik ganz schnell davon.

Meine Großeltern leben im Zoo

Meine Großeltern leben im Zoo

Jeder Tiergarten ist stolz auf seine Antilopen, und der Hannover Zoo ist das ganz besonders: Hier werden nämlich Mendesantilopen gezüchtet und ­ wenn sie alt genug sind ­ in Nationalparks ausgewildert. So kamen Mitte der 80er Jahre acht Mendesantilopen in den tunesischen Nationalpark der Baou Hedma Region. Sie fanden sich problemlos mit den neuen Lebensbedingungen in der freien Natur zurecht. Kein Wunder, schließlich sind ihre Vorfahren auch aus Tunesien. Und jetzt können die Mendesantilopen in Afrika stolz sagen: „Meine Großeltern leben im Hannover Zoo!“. Dass sich die Gruppe in Tunesien gut eingelebt hat, zeigt der zahlreiche Nachwuchs.

Zuchtbuch für Mendesantilopen

Zuchtbuch für Mendesantilopen

Der Hannover Zoo führt seit 1989 sogar das Europäische Zuchtbuch für Mendesantilopen. Das Buch ist die Grundlage für das „Europäische Erhaltungszuchtprogramm“ dieser Antilopenart. Festgehalten werden die Geburten, Alter, Geschlecht und andere wichtige Daten aller in Europa lebenden Mendesantilopen. So wissen die Biologen, wer mit wem verwandt ist, bzw. welche Tiere sich paaren sollen, um stabilen und gesunden Antilopennachwuchs zu bekommen: Von den 369 Mendesantilopen, die in 35 europäischen Zoos leben, ist die Zucht nur mit rund der Hälfte dieser Tiere möglich.

Impalas sind echte Sprungkünstler

Impalas sind echte Sprungkünstler

Das Impala heißt auch Schwarzfersenantilope. Impalas mögen es sehr gesellig, leben aber in getrennten Männchen- und Weibchenherden, wenn nicht gerade Paarungszeit ist. Sie sind wahre Sprungartisten. Auf der Flucht rasen sie in weiten und sehr hohen Sätzen davon und zeigen ihren Verfolgern die dunklen Fersen, die dieser Antilopenart den Namen gaben: Das Impala hat schwarze Haarbüsche über dem Fesselgelenk der Hinterläufe.

Immer dem Schwanz nach!

Immer dem Schwanz nach!

An der Unterseite ihres Schwanzes haben Antilopen einen hellen Fleck, den „Spiegel“. Das sieht schön aus und hat einen ganz wichtigen Grund. Es ist ein „Lauf-mir-bloß-schnell-hinterher“-Zeichen für die Mitglieder im Rudel. Wenn da eine Antilope den Spiegel sieht, weiß sie sofort Bescheid: Hier droht Gefahr! Besonders gut kann man den weißen Spiegel beim Tiefland-Nyala sehen.

Schatten gesucht

Schatten gesucht

Wenn es den Oryxantilopen und Mendesantilopen zu heiß wird, graben sie mit ihren Vorderläufen (so heißen die Vorderbeine) Gruben aus, in denen sie ruhen. Sie schützen sich so vor der Sonne oder dem heftigen Wind. Manchmal reicht auch ein Felsen, der ihnen Schatten spendet.

Kaum zu glauben, aber wahr:

Kaum zu glauben, aber wahr:

In der Wüste ist es heiß und Durst kann quälend sein. Wenn es dann, oft in mehr als 200 Kilometern Entfernung, regnet, dann spüren das die Springböcke, Oryx- und Mendesantilopen: Sie haben eine eingebaute Wetterstation, die ihnen sagt, wann und wo in der Wüste Regen fällt. Obwohl die Tiere Wochen oder sogar Monate ohne Wasser auskommen können, brechen sie dann schnellstens auf: Um zu trinken und um das frische Grün zu fressen, das für kurze Zeit aus dem Wüstenboden wächst.