Bartgeier
Der Bartgeier ist sehr einfallsreich: Knochen lässt er aus großer Höhe auf den Boden fallen, um sie zu knacken. So kommt er an das nahrhafte Knochenmark.
| Herkunft | Afrika, Asien, Europa |
| Nahrung | Aas, Knochen |
| Größe | 280 cm Spannweite |
| Gewicht | maximal 7 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 60 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 40 Jahre |

Erfolgreiche Auswilderung
Noch vor hundert Jahren gab es viele Bartgeier in den südeuropäischen Gebirgsregionen. Da man ihn fälschlicherweise für einen Haustier- und sogar Kinderräuber hielt, wurde der Bartgeier in den Alpen jedoch ausgerottet. Seit 1986 werden dort zoogezüchtete Bartgeier, unter anderem aus dem Erlebnis-Zoo Hannover, wiederangesiedelt. Vor wenigen Jahren schlüpfte in den Alpen, nach fast hundert Jahren Pause, wieder ein wilder Bartgeier.

Kain und Abel
Bartgeier legen zwei Eier, aus denen auch zwei Junge schlüpfen. Schon nach wenigen Tagen aber versuchen die beiden Jungvögel, sich gegenseitig aus dem Nest zu werfen, so dass nur ein Jungvogel aufwächst. Das zweite Ei dient also nur als eine Art Reserve.

Knochenbrecher
Der Bartgeier findet auch noch Nahrung, wenn andere Tiere an einem Kadaver noch Knochen übriggelassen haben: kleine Knochen frisst er im Gganzen, mit großen Knochen fliegt er auf und lässt sie aus großer Höhe auf den Boden fallen, bis die Knochen zersplittern. So gelangt er auch an das sehr nahrhafte Knochenmark. Auf die gleiche Art wie Knochen "knackt" der Bartgeier auch Schildkröten.

Vom Aussterben bedroht
Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Bedrohte Tierarten werden im Zoo gezüchtet, um ihren Bestand langfristig zu sichern und die Tiere nach Möglichkeit später wieder in geeigneten Lebensräumen anzusiedeln. Auch für die Bartgeier gibt es ein solches Erhaltungsprogramm.



