Faultier
Bei den Faultieren spielt sich das Leben in Zeitlupe ab. Mit langen Klammerkrallen hängen sie kopfüber in den Bäumen und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag.
| Herkunft | Süd-Amerika |
| Nahrung | Blätter, Früchte, Wurzelknollen |
| Größe | 85 cm lang |
| Gewicht | maximal 8 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 270 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 40 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Gorillaberg |

Nur keine Eile
Faultiere haben die Langsamkeit erfunden. In Zeitlupe verhaken sie ihre langen Klammerkrallen in den Ästen von Laubbäumen und ziehen sich vorwärts.
Durch die trägen Bewegungen in den Wipfeln der Bäume fallen sie Greifvögeln nicht auf. Erst wenn sie einen Baum verlassen müssen, weil es dort absolut keine Blätter mehr gibt, die ihnen in den Mund wachsen, sind sie am Boden leichte Beute.

Da dreht sich der Magen um
Weil sich Faultiere mit dem Bauch nach oben hängend bewegen,ist bei ihnen vieles andersherum. Selbst innere Organe wie Magen, Leber und Milz, haben sich nach hinten oder zur Seite verlagert. Außergewöhnlich ist auch das Haarkleid der kuriosen Tiere. Der Scheitel verläuft nicht auf dem Rücken, sondern auf dem Bauch. So bleibt Regen nicht im Fell hängen, sondern fließt einfach ab.

Essen mit Haken
Wer Faultieren beim Essen zuschauen möchte, braucht Geduld. In aller Ruhe biegen sie mit ihren langen Krallen belaubte Äste zu sich herunter und äsen sie ab. Im Zoo ist die Kost abwechslungsreicher. Hartgekochte Eier, Salat und Obst verfeinern den Speiseplan, schneller essen die Faultiere aber auch hier nicht.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Im Regenwald hat das Fell der Faultiere einen grünlichen Schimmer. In dem feuchtwarmen Klima des Faultierfells findet eine Alge perfekte Lebensbedingungen. Als Dank schenkt sie ihrem Gastgeber eine wunderbare Tarnfarbe, durch die er im Dickicht des Urwaldes sehr schwer zu erkennen ist.

Auf Mamas Bauch liegt es sich gut
Neugeborene Faultiere verbergen sich in den ersten vier Wochen im Bauchfell der Mutter. Danach siegt die Neugierde und das Jungtier erkundet die Umwelt. Es greift nach Zweigen und beschnüffelt alles, was in seine Reichweite kommt.
Erst mit neun Monaten kann der Nachwuchs an eigenen Haken hängen. Alles braucht eben seine Zeit.






