Gazelle
Sie sind Meister im Hakenschlagen: Die Gazellen. Sie laufen bis zu 60 km/h und können einem viel schnelleren Gepard entkommen, wenn sie geschickt und flink die Laufrichtung ändern.
| Herkunft | Afrika, Asien |
| Nahrung | Gräser, Kräuter, Blätter, Blüten |
| Geschwindigkeit | maximal 60 Km/h |

Als Trophäe begehrt
Schlank, zierlich, hohe Beine, kleine dreieckige Klauenhufe, auffallend große Augen diese Merkmale kennzeichnen die Gazelle, die zur Familie der Hornträger gehört. Das Horn ist bei den Weibchen schwächer ausgeprägt als bei den Männchen. Die Sinnesorgane Nase, Augen und Ohren funktionieren bei der Gazelle ausgezeichnet.

Warum Gazellen immer die Nase in den Wind halten
So eine Gazelle hat es nicht leicht: Da lauern Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und Wölfe. Selbst der Adler hat die Gazellen zum Fressen gern. Bei den Dorkasgazellen sind immer ein paar Tiere auf Wache, wenn die Herde irgendwo grast oder sich ausruht. Diese Wächter stehen mit der Nase in Windrichtung, damit sie ganz schnell wittern, ob sich ein Räuber nähert.

Vorsicht! Gepard!
Gazellen sind begabte Läufer. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Das müssen sie auch, denn ihre Verfolger sind höllisch schnell, zum Beispiel der Gepard. Aber dieser hat auch einen Nachteil: Er ist nicht so ausdauernd wie die Gazelle. Ist sie also geschickt, läuft wie der Wind und schlägt auch noch genügend Haken, hat der Gepard keine Chance.

Paß- oder Kreuzgang
Die meisten Säugetiere, auch der Mensch, sind Kreuzgänger: Wenn sie den rechten Fuß nach vorne setzen, bewegt sich der linke Arm nach vorne. Manche Tiere aber, z. B. Giraffen, bewegen immer beide Beine einer Seite gleichzeitig vorwärts. Sie sind Passgänger. Die Gazelle ist beides. Ruhigen Schrittes gehen sie im Passgang. Laufen sie schneller, wechseln sie zum Kreuzgang über. Flüchten sie, führen Gazellen oft Prellsprünge aus. Sie schnellen mit allen Vieren hoch in die Luft, als ob sie dadurch das Gelände besser überblicken können.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Auffällig ist, wie widerstandsfähig die Gazellen gegen extreme Witterungen sind. Wenn es mittags sehr heiß ist, ziehen sich die meisten Steppentiere - und das sind die Gazellen ja nun mal - zurück. Die Grantgazellen dagegen äsen in der Mittagshitze. Edmi- und Kropfgazellen sind gegen Frost nicht empfindlich.





