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Haustiere

Haustiere

Dänischer Protest und schwarze Schafe. Auf Meyers Hof werden vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie das Rotbunte Husumer Protestschwein gezüchtet.

HerkunftGanze Welt
NahrungGräser, Heu, Körner, Früchte, Gemüse, Brot
Zoo ThemenweltMeyers Hof
Gemeinsam mit mir lebenRauhwolliges pommersches Landschaf, Protestschwein, Altdeutsches schwarzbuntes Niederungsrind, Exmoor Pony

Nicht jedes zahme Tier ist ein Haustier

Nicht jedes zahme Tier ist ein Haustier

Als Haustiere bezeichnet man solche Tiere, die der Mensch unter seine Fittiche nimmt und von ihren wildlebenden Artgenossen trennt. So sind auch eigene Haustierrassen entstanden. Gefangene oder gezähmte Wildtiere, wie zum Beispiel die indischen Arbeitselefanten, sind noch keine Haustiere. Erst wenn die Tiere sich durch Zucht irgendwann stark von ihrer Wildform unterscheiden, darf man sie Haustiere nennen.

Viele Rassen, wenige Vorfahren

Viele Rassen, wenige Vorfahren

Schafe und Ziegen gehörten zu den ersten Nutztieren überhaupt. Alle heutigen Ziegenrassen stammen von der „Bezoar-Ziege“ ab, die Schafrassen vom Mufflon. Solche Verwandtschaften kann man sehr leicht herausfinden: Wenn sich ein Haustier problemlos mit einer Wildtierart kreuzen lässt, heißt dies, dass sie sehr nah verwandt sind. So hat man auch herausgefunden, dass alle heutigen Schweinerassen vom Wildschwein abstammen und die Hühnerrassen vom asiatischen Bankiva-Huhn. Die Hausgänse haben sich aus den Graugänsen entwickelt, während die europäischen Rinderrassen vom bereits ausgestorbenen Auerochsen abstammen.

Aufs Tier gekommen

Aufs Tier gekommen

Man vermutet, dass sich Tierarten wie Hunde und Wildschweine den Menschen in ihrem Nomadenleben zunächst freiwillig angeschlossen haben, weil sie von deren Abfällen lebten.
Der Ackerbau zwang unsere Vorfahren dazu, sesshaft zu werden. Natürlich konnten sie auf diese Weise ihren Fleischbedarf nicht mehr allein durch Jagd decken. Sie betrieben also eine Art „lebende Vorratshaltung“ und so wurden die zufälligen Begleiter zu Haustieren.

Dänischer Protest und schwarze Schafe

Dänischer Protest und schwarze Schafe

Auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover werden vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gezüchtet. Hier tummeln sich rauwollige pommersche Landschafe, rotbunte Husumer Protestschweine, altdeutsche schwarzbunte Niederungsrinder und wilde Exmoor-Ponys.

Haustiere, vom Aussterben bedroht

Haustiere, vom Aussterben bedroht

Das klingt zunächst unlogisch, denn schließlich sind Haustiere nicht auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen wie andere bedrohte Tierrassen. Sie können auf jedem Bauernhof gut leben. Heutige Bauernhöfe sind aber fast Industriebetriebe und so müssen auch heutige Bauernhoftiere Spezialisten sein. Manche liefern große Mengen Fleisch, sind also ungeheuer massig gebaut, andere wiederum haben riesige Euter, aus denen die Menschen viele Liter Milch abzapfen können. Die vom Aussterben bedrohten Haustiere sind Allround-Talente, sie können also vieles, aber nichts so richtig gut. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Bauer haben - sie sind vom Aussterben bedroht.

Kaum zu glauben, aber wahr:

Kaum zu glauben, aber wahr:

Zu Beginn hatten Schafe noch gar nicht das dicke, flauschige Fell, das wir heute so typisch finden. Ihre wilden Vorfahren, die Mufflons, haben ein kurzes Haarkleid, weshalb diese "Ur-Schafe" zunächst nur verzehrt oder zu religiösen Zwecken geopfert wurden. Woll- und Milchschafe haben unsere Vorfahren erst später gezüchtet.