Kaiserschnurrbart-Tamarin
Kaiserschnurrbart-Tamarine gehören zu den Krallenaffen und leben in den Regenwäldern des südamerikanischen Amazonasbeckens. Ihren kaiserlichen Namen verdanken sie ihrem strahlend weißen Schnurrbart.
| Herkunft | Süd-Amerika |
| Nahrung | Insekten, Spinnen, Früchte, Baumsäfte, Eier |
| Größe | Körpergröße max. 33cm; Schwanzlänge max. 35cm |
| Gewicht | maximal 450 bis 500g |
| Brut-/Tragzeit | maximal 140-145 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 15-20 Jahre |

Fliegengewichte
Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere und Vogeleier –Kaiserschnurrbart-Tamarine sind wahre Allesfresser. Trotzdem bringen die kleinen Krallenaffen ausgewachsen nur gerade mal 450 bis 500 g auf die Wage. Dass die tagaktiven Tiere trotz ihres umfangreichen Speiseplans ihre schlanke Linie halten können, liegt an ihrem großen Bewegungsdrang. Nachts schlafen sie gemütlich zusammengerollt in Baumhöhlen.

Der Schwanz ist wichtig
Kaiserschnurrbart-Tamarine sind echte Kletterkünstler. Flink und geschickt hangeln sie sich von Ast zu Ast und setzten aus vollem Lauf zu waghalsigen Sprüngen an. Dank ihres schlanken Körpers und ihres geringen Gewichts können sie sich auch im engsten Geäst sicher fortbewegen.
Um bei ihren abenteuerlichen Kunststücken nicht das Gleichgewicht zu verlieren, nutzen sie ihren bis zu 35 cm langen Schwanz als Balancier- und Steuerorgan. Zudem ist er ein wahres Stimmungsbarometer – bei Aufregung sträuben sich die Schwanzhaare.

Leben auf Bäumen
Die kleinen Primaten verbringen den Großteil ihres Lebens auf Bäumen, meist in Höhen von über zehn Metern. Kaiserschnurrbart-Tamarine sind sehr sozial und leben in Gruppen von zwei bis acht Tieren. Häufig schließen einzelne Gruppen einen regelrechten Freundschaftspakt mit anderen Tamarinarten. Wenn Gefahr droht, warnen sie sich gegenseitig durch laute Schreie.

Papa ist der beste
Innerhalb der Gruppe bekommt nur das dominante Weibchen Nachwuchs. Es paart sich mit allen Männchen in der Gruppe und bringt nach einer Tragzeit von etwa fünf Monaten zwei Junge zur Welt. Um die Pflege und die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich fast ausschließlich der Vater. Lediglich zum Stillen übergibt das Männchen die Kleinen an die Mutter.

Bedrohte Tierart
Zu den natürlichen Feinden des kleinen Affen zählen Schlangen, Greifvögel und Schlangen. Wirklich bedroht sind sie jedoch von der Vernichtung ihres Lebensraumes, der Regenwälder.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Ihren Namen verdanken die kleinen Affen ihrer Ähnlichkeit mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Dieser war bekannt für seinen langen weißen Schnurrbart. Doch anders als bei Wilhelm, zeigen die Schnurrbartenden bei den Primaten nicht nach oben, sondern nach unten.






