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Nandu

Nandu

Nandus stammen aus dem Osten Südamerikas. Sie sehen aus wie kleine Strauße und sind ebenso flugunfähig. Dafür können sie ausdauernd rennen und auf der Flucht tolle Haken schlagen.

HerkunftSüd-Amerika
NahrungGräser, Kräuter, Insekten, Kleintiere
Größe140 cm hoch
Gewichtmaximal 25 kg
Brut-/Tragzeitmaximal 40 Tage
Gemeinsam mit mir lebenLama, Mara/Pampashase, Wasserschwein

Na du wie wäre es mit uns?

Na du wie wäre es mit uns?

Der Nandu verdankt seinen Namen dem Balzruf des Hahns. Mit gesträubtem Gefieder läuft er in der Balzzeit hakenschlagend umher und lässt seinen Hals hin-und herpendeln. Um die Gunst der Hennen zu erregen, gibt er zudem einen tiefen, weittönenden Ruf von sich,der wie nan-du klingt. Der direkten Aufforderung kann natürlich kaum eine Nandu-Dame widerstehen.So gesellen sich immer gleich mehrere Hennen um das imponierende Männchen.

Hahn im Nest

Hahn im Nest

Bei den Nandus übernimmt der Hahn das Brüten. Er baut eine Nestmulde aus Gras und wartet auf die Eier, die ihm sein Hennen-Harem verspricht.
Zwei Tage, nachdem die ersten Hennen ihre Eier abgelegt haben, beginnt der Nandu mit dem Brüten. Legen die Damen dann weitere Eier ab, rollt der Hahn diejenigen, die er mit dem Flügel erreichen kann, noch in sein Nest. Der Rest verrottet in der Sonne und lockt Fliegen an, die der Hahn während des Brütens frisst.

Graue Maus

Graue Maus

Die Nandus haben keine auffälligen Schmuckfedern. Das mag unscheinbar aussehen, hat aber seinen Sinn. Wenn die Hennen ihre Eier abgelegt haben, jagt der Hahn seine Damen einfach davon. Er brütet also ganz allein auf seinem Nest, nachts wie tags. Die unauffällige Tracht tarnt und schützt den werdenden Vater, Feinde übersehen ihn einfach.

Kleine Nandus sind schnell erwachsen

Kleine Nandus sind schnell erwachsen

Nach 40 Tagen Brut schlüpfen die Küken. Auch dann zieht Vater Nandu seinen Nachwuchs alleine groß. Droht Gefahr, verstecken sich die Kleinen unter dem großen Flügel des Hahns. Sie bleiben etwa sechs Wochen bei ihrem Vater, dann sind sie selbständig. Schon nach einem halben Jahr sind sie so groß wie ihre Eltern.

Kaum zu glauben, aber wahr:

Kaum zu glauben, aber wahr:

Der Nandu hat eine erstaunliche Fluchttechnik entwickelt. Droht Gefahr, versucht er seinem Gegner durch Hakenschlagen zu entwischen. Dabei hebt er den einen Flügel und senkt den anderen. So verfügt er über ein Steuerruder, ähnlich wie bei einem Flugzeug. Blitzschnell kann er die Richtung wechseln.