Nashorn
Spitzmaulnashörner haben eine spitz zulaufende Oberlippe, die sie als Greifwerkzeug benutzen. Genüsslich wählen sie die leckersten Zweige aus und greifen geschickt mit der Lippe danach.
| Herkunft | Afrika |
| Nahrung | Blätter, Zweige, Sträucher |
| Größe | 375 cm lang |
| Gewicht | maximal 2000 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 450 Tage |
| Geschwindigkeit | maximal 50 Km/h |
| Erreichbares Alter | maximal 40 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Sambesi |

Ein Aberglaube bringt den Nashörnern den Tod
Die ersten echten Nashörner lebten schon vor vielen Millionen Jahren. Und nun sind Nashörner vom Aussterben bedroht, weil die Menschen ihren Lebensraum zerstören und Wilderer sie jagen. Die haben es auf die Hörner des massigen Tieres abgesehen. Das Horn als Dolchgriff gilt in einigen Kulturen als Symbol von Macht und Männlichkeit.

Schlammbäder liebt das Nashorn
Spitzmaulnashörner leben in buschreichen Steppen und halten sich gerne in der Nähe von verschlammten Wasserstellen auf. Darin planschen sie ausgiebig herum. Das macht "tierischen" Spaß und hat auch einen Sinn: Durch die Schlammbäder versuchen die Nashörner, stechende Insekten und Parasiten abzuspülen. Anschließend trocknet der Schlamm auf der Haut und hilft ihnen, sich die Plagegeister eine Zeitlang vom Leib zu halten!

Angriff ist die beste Verteidigung
Auf kurzen Strecken rennt das Nashorn schneller als ein Mensch. Das traut man dem massigen Tier mit den kurzen, dicken Beinen gar nicht zu. Da ist schon Vorsicht geboten, denn das Spitzmaulnashorn ist extrem kurzsichtig und greift deshalb sicher ist sicher manchmal plötzlich und ohne Vorwarnung an.

Warum heißt das Spitzmaulnashorn so?
Ganz einfach: Weil es eine spitz zulaufende Oberlippe hat, die das Tier als Greifwerkzeug benutzt. Darum ist es im Lexikon auch oft unter Spitzlippennashorn zu finden. Mit seiner Greiflippe kann das Spitzmaulnashorn Blätter und Zweige von dornigen Büschen pflücken, ohne sich dabei zu verletzen. Die zermalmt es dann genüsslich zwischen den zwei Reihen seiner mächtigen Backenzähne, die wie Mahlsteine alles zerkleinern. Wenn die leckeren Äste höher hängen, setzt das Tier geschickt seine beiden Hörner ein, um dran zu kommen. Nashörner sind reine Pflanzenfresser und nicht wählerisch. Immerhin vertilgen sie ungefähr 100 verschiedene Arten von Sträuchern.

Vom Aussterben bedroht
Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Bedrohte Tierarten werden im Zoo gezüchtet, um ihren Bestand langfristig zu sichern und die Tiere nach Möglichkeit später wieder in geeigneten Lebensräumen anzusiedeln. Auch für die Spitzmaulnashörner gibt es ein solches Erhaltungsprogramm.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Wirklich allein ist ein Spitzmaulnashorn nie. Denn da sind noch seine treuen Weggenossen, die Madenhakker. Das sind kleine Vögel mit einem bunten Schnabel, die ihn sein Leben lang begleiten. Sie "reisen" einfach mit, picken ihm die lästigen Parasiten aus der dicken Haut und bewachen das Nashorn, wenn es schläft.






