Präriehund
Schwarzschwanz-Präriehunde sehen aus wie kleine Murmeltiere und leben in Nordamerika in großen Kolonien. Die Nager sind natürlich keine Hunde, bellen aber wie einer, wenn Gefahr droht.
| Herkunft | Nord-Amerika |
| Nahrung | Gräser, Heu, Obst, Gemüse, Würmer, Schnecken, Insekten |
| Größe | 40 cm |
| Gewicht | maximal 900 - 1400 g |
| Brut-/Tragzeit | maximal 28 - 37 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal bis zu 11 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Yukon Bay |

Auf den Hund gekommen
Der Name der flinken Präriebewohner ist verwirrend. Die putzigen Nager sehen eher aus wie kleine Murmeltiere und haben gar keine Ähnlichkeit mit Hunden. Wenn sie allerdings vor Feinden warnen, stoßen sie einen kurzen Ruf aus, der tatsächlich an das Bellen eines Hundes erinnert. Hören die Familienmitglieder diesen Warnlaut, verschwinden sie blitzschnell unter der Erde.

Höhle mit Aussichtsturm
Präriehunde leben mit zahlreichen Familien in großen Kolonien, die auch Dörfer genannt werden. Ihre Wohnungen graben sie sich tief in die Erde. Den Haupteingang umgibt ein hoher Erdwall, der als Aussichtsturm genutzt wird. Von hier aus können die kleinen Hörnchen das umliegende Gebiet überblicken und herannahende Feinde früh erkennen. Bei starkem Regen schützt der Wall die Wohnung außerdem vor Wassereinbrüchen.

Kleine Streitereien unter Freunden
Kämpfe und Balgereien sind bei den Familienmitgliedern der Kolonie an der Tagesordnung. So wird eine Rangordnung festgelegt. Ein Männchen lebt in seinem Territorium mit ein bis vier Weibchen zusammen. Die Jungen bleiben so lange in der Familie, bis sie geschlechtsreif sind, danach werden sie vom Chef vertrieben, auf dass sie eigene Sippen gründen.

Warum fressen Präriehunde ständig?
Bis zum Herbst haben sich die Präriehunde rund und dick gefuttert. Wenn sie in den Winterschlaf gehen, zehren sie von den Fettpölsterchen. Der Winterschlaf der Präriehunde ist zwar lang, wird aber des öfteren unterbrochen. Bereits ein paar milde Tage locken die quirligen Kerlchen ins Freie, wo sie sich die Beine vertreten und kurz nach dem Rechten sehen, bevor sie sich wieder hinlegen.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Wenn sich zwei Präriehunde treffen, beschnüffeln sie sich im Gesicht und an der Schnauze. Dieser Erkennungskuss ist nicht nur reine Höflichkeit. Die Berührung der Mundwinkel löst bei den Präriehunden eine Beißhemmung aus. Auf diese Weise gehen Freundschaftsbesuche auch wirklich freundlich vor sich.
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