Schimpanse
Der Schimpanse ist der drittgrößte Menschenaffe. Schimpansen sind sehr geschickt im Umgang mit Werkzeugen. Termiten und Ameisen angeln sie sich mit Stöcken aus dem Bau.
| Herkunft | Afrika |
| Nahrung | Früchte, Blätter, Nüsse, Rinde, Insekten, kleinere Affen, kleine Antilopen |
| Größe | 170 cm hoch |
| Gewicht | maximal 70 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 261 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 60 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Gorillaberg |

Warum ein Menschenaffe?
Sein Gesicht ist unbehaart wie das Menschengesicht. Auch in seiner Gestalt sieht er uns Menschen äußerlich am ähnlichsten. Die Ähnlichkeit beginnt schon in den Kindertagen: Acht Monate lang wird ein Schimpansenbaby ausgetragen und lernt im ersten Lebensjahr, sich selbständig fortzubewegen ganz ähnlich wie bei Menschenbabies.

Helle und dunkle Gesichter
Die Arme sind beim Schimpansen viel länger als die Beine. Er hat schmale, lange Hände und Füße, einen schwarzen Körper und ist spärlich behaart. Haar- und Hautfarbe können auch recht unterschiedlich sein, je nach Herkunft eben wie beim Menschen! Es gibt helle fleischfarbene bis fast schwarze Gesichter, manche sind auch gefleckt. Wenn Schimpansen alt werden, wird ihr Körperhaar grau und licht. Sie erreichen ein Alter von 30-40 Jahren, im Zoo werden sie sogar bis zu 55 Jahren alt.

Welches Füßchen hätten Sie denn gern?
Die Füße benutzt der Schimpanse als Greifwerkzeuge. Das ist praktisch, weil Mutter Natur sie mit einer Großzehe ausgestattet hat. Diese kann er den anderen Zehen des Fußes gegenüberstellen. Das "Bananenöffnen" geht damit einfach prima. So kann der Schimpanse mit Händen und Füßen essen! Und auch Werkzeuge benutzen ist für ihn kein Problem. Termiten und Ameisen "angelt" sich der Schimpanse geschickt mit einem Stock aus dem Bau. An dem Stock krabbeln die Tierchen dann entlang. Der Schimpanse braucht sie nur mit seiner Zunge aufzulecken.

Wie leben unsere "Verwandten?"
Schimpansen toben in lockeren Gruppen durch den Tropenwald oder über die Savanne. 30-60 Tiere leben in einer Großfamilie. Tagsüber suchen sie sich was zum Essen auf dem Boden oder in den Bäumen: Nüsse, Früchte, Blätter, Ameisen und Termiten. Wenn am Abend die Schimpansen müde werden, bauen sie sich Schlafnester in den Bäumen, für jeden eins.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Die Rangordnung ist nicht so festgefügt wie bei Gorilla-Gruppen. Natürlich spielen Drohgeschrei und Gebärden bei Streitigkeiten eine Rolle. Beim Imponiergehabe reißen sie auch Zweige ab und schlagen damit auf den Boden, um ihre Stärke zu zeigen: "Sieh her, Kollege, Du hast keine Chance gegen mich!" Dadurch werden unmittelbare Kampfhandlungen verhindert.






