Seebär
Die nördlichen Seebären sind nahezu perfekt an ihre kalte Umgebung angepasst. Auf einem Quadratzentimeter Haut trägt der Seebär bis zu 50.000 Haare.
| Herkunft | Nord-Amerika |
| Nahrung | Fisch, Tintenfisch |
| Größe | Weibchen 1,50 m | Männchen 2,10 m |
| Gewicht | maximal Weibchen 40-60 kg | Männchen über 275 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 51 Wochen |
| Geschwindigkeit | maximal ca. 27 km/h |
| Erreichbares Alter | maximal ca. 25 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Yukon Bay |
| Gemeinsam mit mir leben | Kegelrobbe, Seelöwe |

Perfekt angepasst
Seebären sind nahezu perfekt an ihre kalte Umgebung angepasst. Auf einem Quadratzentimeter Haut trägt der Seebär bis zu 50.000 Haare. Sein enorm dichter Pelz ist vollkommen wasserundurchlässig. Zudem schützt eine zusätzliche Fettschicht unter der Haut vor der Kälte. Diese Isolierung funktioniert so gut, dass in der Sonne liegende Seebären wie Hunde hecheln müssen, um sich abzukühlen. Im 8-12 C° kalten Wasser fühlen sie sich am wohlsten. Sind sie erst einmal in ihrem Element, können Seebären eine Geschwindigkeit von 27 km/h erreichen und ca. 54 m tief tauchen.

Warten auf die Richtige
Es ist jedes Jahr das gleiche Schauspiel. Mitte Mai treffen unzählige, stattliche Seebärenbullen an einer bestimmten Küste ein. Sie robben sich an Land und streiten mit ihren Artgenossen um das beste Grundstück. Ist es gefunden, verzichten die mächtigen Seebären auf Futter und Wasser. Sie warten nur noch auf ihre Weibchen. Wenn es sein muss, monatelang. Die Gefahr, dass sie sich verpassen besteht nicht. Denn Seebären treffen sich immer dort wieder, wo sie selbst geboren worden sind.

Mit Anhang
Wenn endlich alle versammelt sind, müssen sich die Männchen immer noch ein wenig gedulden. Nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft bringen die Weibchen zunächst ihr Jungtier der letzten Paarung zur Welt. Dann aber, kurz nach der Geburt, verpaart sich die Seebärenmutter erneut und wird wieder trächtig. Der winzige Keimling beginnt jedoch erst nach ca. vier Monaten zu wachsen. Und genau 51 Wochen später wird das Seebärenweibchen ihren fünf Kilogramm schweren Nachwuchs genau dort zur Welt bringen, wo sie es schon immer getan hat. An ihrer eigenen Geburtsstätte, mit Hunderten von Artgenossen.

Kindergarten
Seebärenmütter versorgen ausschließlich ihren eigenen Nachwuchs. Fremde Sprösslinge, auch wenn sie noch so hungrig sind, haben nicht die kleinste Chance. Eine Woche lang kümmert sich die Mutter aufopferungsvoll um ihr Baby, dann geht sie wieder zur Jagd ins Meer. Die Jungen schließen sich zu Gruppen zusammen und werden einmal in der Woche von ihren Müttern gesäugt. Obwohl kleine Seebären von Geburt an schwimmen können, gehen sie erst ab der vierten Woche ins Wasser. Wirklich groß sind die Kleinen erst ab vier Monaten.

Jäger und Gejagter
Die innige Verbindung zwischen Mutter und Kind wurde dem Seebären zum Verhängnis. Um 1870 wurden die Tiere auf dem offenen Meer erbarmungslos gejagt. Meist traf es die Weibchen, denn ihre männlichen Artgenossen waren während der Paarungszeit an Land. So verdammte jeder Treffer der Jäger ein Junges zum Hungertod. 1909 sank die Zahl der Seebären auf einen Tiefstand von 130.000 Tieren. Nachdem sich der Bestand vorübergehend erholt hatte, geht er jetzt wieder zurück, so dass der Nördliche Seebär als bedroht eingestuft wird.
Gehen Sie auf Safari!
Der Tipp für abenteuerlustige Gruppen, die auf unterhaltsame Art mehr über die Tiere des Erlebnis-Zoo Hannover erfahren möchten!






