Somali-Wildesel
Die Wilden mit den schrägen Strümpfen sind perfekt an das Wüstenklima angepasst.
| Herkunft | Afrika |
| Nahrung | Gräser und Dornenbüsche |
| Größe | ca. 2 m lang |
| Gewicht | maximal 275 kg |
| Erreichbares Alter | maximal bis zu 25 Jahren |
| Zoo Themenwelt | Sambesi |
| Gemeinsam mit mir leben | Addax oder Mendesantilope |

Schräge Strümpfe
Der Somali-Wildesel fällt auf den ersten Blick durch seine tollen Beine auf. Die sind nämlich gestreift wie bei einem Zebra. Kurz über dem Knie hören die Streifen dann plötzlich auf. Sein Rumpf ist grau-braun, die Schnauze hell, das Gesicht wieder grau und um die Augen herum weiß. Das sieht fast so aus, als trage der Esel eine Brille. Die Mähne des Wildesels ist sehr kurz, die dicken Haare stehen senkrecht vom Hals ab. Den rücken ziert ein langer dunkler Strich, der sogenannte "Aalstrich". Der Strich und die Stehmähne sind übrigens ganz typisch für Wildesel und auch Wildpferde.

Überlebt tagelang ohne Wasser
Die Somali-Wildesel leben in steinigen, trockenen Felswüsten und Wüstengebirgen. Sie können sehr gut klettern und haben sich an das Wüstenklima perfekt angepasst: Eine kleine Ration Wasser am Tag genügt ihnen schon. Um die zu bekommen, nehmen die Esel allerdings auch lange Wanderungen auf sich. Sie fressen, was der karge Boden hergibt: Harte Gräser und Dornbüsche.

Gesellige Wandersleut
Wildesel leben nicht in festen Herden. Man trifft sich, wandert eine Weile gemeinsam als Gruppe durch die Wüste und trennt sich dann wieder. Dabei herrscht strenge Mitgliederwahl: In der einen Gruppe ziehen nur Stuten mit Fohlen, in der anderen Stuten ohne Fohlen und in der dritten die Hengst. Nur wenige starke Männchen verteidigen als Einzelgänger ein festes Territorium, um sich mit den durchziehenden Weibchen paaren zu können.

Überleben ungewiss
Die Afrikanischen Wildesel gelten als Vorväter unserer Hausesel, die immerhin schon seit fast 6.000 Jahren gezüchtet werden. Der Somali-Wildesel war einst über Somalia, Erithrea und Äthiopien verbreitet. Heute ist er bis auf wenige Exemplare ausgerottet. Kriege und Unruhen in seiner Heimat gefährden ihr Überleben.

131, Toni und Derrick
Seit 2003 hält der Erlebnis-Zoo die dickköpfige und streitsüchtige Eselart gemeinsam mit den seltenen Mendesantilopen auf der Wüstenanlage am Sambesi. „131“ war der erste Nachwuchs der Somali-Wildesel in Hannover und wurde am Ostermontag 2008 geboren. Im April 2010 folgte "Toni" und im Juni "Derrick". Die Fohlen sind drei von rund 180 Somali-Wildeseln, die in 20 europäischen Zoos überleben.
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