Südliches Streifengnu oder Blaues Gnu
Streifengnus leben in weiten Steppen und Baumsavannen im südlichen und östlichen Afrika. Sie können weit entfernte Regengebiete orten, schließen sich zu riesigen Herden zusammen und folgen den Regenwolken in der Hoffnung auf frisches, grünes Gras.
| Herkunft | Afrika |
| Nahrung | Gräser |
| Größe | 240 cm lang + 150 cm Schulterhöhe bei Männchen; Weibchen bis 230 cm lang + Schulterhöhe bis 130 cm |
| Gewicht | 290 kg bei Männchen; Weibchen bis zu 260 kg |
| Brut-/Tragzeit | 240 - 255 Tage (8 - 8 ½ Monate) |
| Erreichbares Alter | 15 - 20 Jahre |
| Zoo Themenwelt | Sambesi |
| Gemeinsam mit mir leben | Strauß |
| Die Angaben zu Größe, Gewicht, Brut-/Tragzeit und Alter sind Richtwerte, die von Tier zu Tier variieren. | |

In guter Gesellschaft
In Film und Fernsehen sieht man häufig riesige Herden aus tausenden von Tieren durch die Savanne ziehen. Dieses Bild entspricht aber nur vereinzelt der Realität. In der Regel leben Gnus in Gruppen von etwa 12 bis 24 Tieren, die entweder aus Weibchen, ihren Jungtieren und einem Leitbullen oder aus männlichen Junggesellen bestehen. Nur wenn sie auf Nahrungssuche sind, schließen sie sich zu größeren Herden zusammen und wandern gemeinsam. Nachfolgenden Artgenossen hinterlässt eine Herde immer wieder Wegweiser: Mit Zwischenzehendrüsen werden während der Wanderung Duftmarken gesetzt.

Zusammen sind wir stark
Auf ihren Wanderungen werden große Gnu-Herden oft von Raubtieren, z.B. Löwen gejagt. Um sich gegen Feinde zu wehren, bilden Gnus einen Kreis um den Angreifer und drohen mit ihren Hörnern. Häufig funktioniert diese Einschüchterungstaktik und der Feind ergreift die Flucht. Nach der Paarungszeit sind tragende Kühe ein häufiges Ziel von Schakalen oder Hyänen. Gebärende Kühe werden deshalb von anderen Weibchen bewacht und beschützt.

Vom Donner gerührt
Wenn es in der Wüste einen starken Schauer gibt, wächst danach meist auch saftiges, frisches Gras. Regenwolken sind für Gnus also ein eindeutiges Zeichen für Nahrung. Sie können über ihren feinen Geruchssinn Regengebiete orten, orientieren sich an Wolkenformationen oder folgen dem Donner, der in ihrer Heimat kilometerweit zu hören ist.

Voller Körpereinsatz
Wenn Streifengnus nicht gerade auf der Suche nach neuen Weideflächen sind, leben ausgewachsene und kräftige Gnu-Bullen einzelgängerisch. Jeder Bulle beansprucht ein Territorium für sich und verteidigt sein Gebiet gegen Rivalen. Weibliche Gnus, die das Revier eines Bullen betreten, werden stark umworben. Zur Begrüßung senkt das Männchen seinen Kopf und wedelt mit dem Schwanz. Sobald das Weibchen näher kommt, lässt der Bulle seine Muskeln spielen: Er stellt sich auf die Hinterbeine und versucht diese Position so lange wie möglich zu halten. Er will damit signalisieren, dass er kräftig und fit genug ist, um gesunden Nachwuchs zu zeugen.
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