Wasserschwein
Kein Schwein, sondern das größte Nagetier der Welt. Die bis zu 1,30 Meter langen Wasserschweine leben in den Urwäldern des Amazonas in den Grassteppen Südamerikas.
| Herkunft | Süd-Amerika |
| Nahrung | Wasserpflanzen, Gräser |
| Größe | 130 cm lang |
| Gewicht | maximal 70 kg |
| Brut-/Tragzeit | maximal 126 Tage |
| Erreichbares Alter | maximal 12 Jahre |
| Gemeinsam mit mir leben | Nandu, Mara/Pampashase, Lama |

Wo trifft man Wasserschweine?
Natürlich an Flüssen und Seen, das Wasser ist ihr Element. Wenn die Wasserschweine nicht gerade ein Sonnenbad am Flussufer nehmen, dann fressen oder ruhen sie im Wasser. Dabei ragen nur Kopf und Rücken aus der meist braunen "Brühe". Durch viele Algen und aufgewühlten Schlamm ist das Wasser in südamerikanischen Gegenden nämlich selten schön klar.

Herdentiere
Wasserschweine werden auch "Capybara" genannt. Dieser Name stammt aus der Indianersprache und bedeutet "Herr des Grases". Wasserschweine leben gesellig in kleineren Herden. Die Gruppengröße ist sehr unterschiedlich - mal sind es bloß drei, in einer anderen Herde dann 30 Tiere. Sie fressen Wasserpflanzen und Gras und nagen Rinde von jungen Bäumen ab. Das Wasserschwein ist nämlich ein Nagetier, und es sieht mit seiner gedrungenen Gestalt so aus wie ein zu groß geratenes Meerschweinchen.

Einmal im Jahr kleine Ferkel
Wasserschweinmännchen, auch "Böcke" genannt, besitzen auf ihren Nasenrücken eine schwarz glänzende Talgdrüse, die ein weißes Sekret absondert. In der Fortpflanzungszeit vergrößert sich diese Drüse, auch "Morillo" genannt. Die Böcke reiben ihre Drüse an Pflanzenstengeln, damit der Sekretgeruch ein Weibchen anlockt. Wasserschweine bekommen nur einmal im Jahr Nachwuchs. Die Begattung findet meistens im Wasser statt. Nach etwa 120 Tagen bringt das Weibchen zwei bis vier Junge zur Welt, jedes ein bis zwei Kilogramm schwer.

Schnell erwachsen
Schon kurz nach der Geburt sind die kleinen Wasserschweine so weit entwickelt, dass sie ihrer Mutter problemlos folgen können. Sie haben jetzt auch schon Lust darauf, zarte Pflanzenteile selbst anzunagen. Das ist auch gut so, denn schon nach zwei Monaten Säugezeit sind Capybaras auf sich gestellt. Wenig Zeit, um erwachsen zu werden.

Kaum zu glauben, aber wahr:
An den Vorderläufen besitzt das Wasserschwein vier Finger mit hufähnlichen Nägeln, an den Hinterläufen drei. Und zwischen den Zehen hat es kurze Schwimmhäute. Damit kann es hervorragend schwimmen und geschickt tauchen. Aber auch für einen "Landgang" zum Weiden sind die Läufe gut. Droht Gefahr, können sie damit ganz schön große Sätze machen.







