Zwergrüssel-Dikdik
Die bis zu 45 cm hohen Tierchen sind die Zwerge unter den Antilopen. Mit einem ausgeklügelten Kühlungssystem im Zwergrüssel können sie auch bei großer Hitze aktiv sein.
| Herkunft | Afrika |
| Nahrung | grüne Triebe, Kräuter und Dickblattgewächse der jeweiligen Region |
| Größe | 45 cm hoch |
| Gewicht | 3 - 6 kg |
| Brut-/Tragzeit | 170 - 175 Tage |
| Erreichbares Alter | 10 Jahre |
| Die Angaben zu Größe, Gewicht, Brut-/Tragzeit und Alter sind Richtwerte, die von Tier zu Tier variieren. | |

Der Zwerg unter den Antilopen
Zwergrüssel Dikidiks oder Kirk Dikdiks gehören in die Familie der Zwergböckchen und sie sind damit Zwergantilopen. Die Männchen besitzen kleine Hörner von bis zu 10 cm Länge. Nach einer Tragzeit von 5 ½ Monaten wird ein Junges geboren, das sich zunächst versteckt hält und von der Mutter zum Säugen aufgesucht wird aber später der Mutter folgt. Das Junge ist nach einem Jahr erwachsen.

Kühlende Rüsselnase
Es gibt vier Arten Dikdiks, von denen zwei eine rüsselartige Nase haben. Diese ist mit zahlreichen Blutgefäßen durchzogen und ermöglicht es den Tieren auch während der Hitze des Tages, aktiv zu sein. Die Atmung wird auf bis zu acht Atemzüge pro Sekunde erhöht, damit wird das Blut in der Nase gekühlt. Dieses kühle Blut fließt in speziellen Blutgefäßen zum Herzen, wo heißes Blut, das zum Gehirn fließt, in einer Art Radiator System gekühlt wird. Dikdiks können also ihre Körpertemperatur erhöhen, ohne Gefahr zu laufen an einem Hitzschlag zu sterben.

Auf Pfiff ins Versteck
Die kleinen Dikdiks haben eine Menge Feinde, wie Leoparden und andere Katzen, Wildhunde und Greifvögel. Daher haben sie sich zu einer versteckten Lebensweise unter Büschen und Sträuchern entschieden. Die Tiere sind sowohl tag, als auch nachtaktiv. Besonders bei Vollmond herrscht große Unruhe in der Truppe. Um Weibchen und Jungtiere vor Feinden zu warnen, pfeifen die Männchen. Alle Tiere der Gruppe verstecken sich auf dieses Signal blitzartig. Wenn die Gefahr gebannt ist, kommen alle Tiere zusammen und beschnüffeln sich am Kopf. Dann wird gemeinsam markiert.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Die Tiere markieren ihr Revier mit Kot, Urin und Sekret. Dikdiks besitzen eine Drüse am Auge, die sogenannte Voraugendrüse, mit dessen Sekret an Zweigen, Gräsern und Steinen markiert wird. Jeder neue stark riechende Duft im Revier wird sofort markiert. Besonders auf Elefantendung setzen die kleinen Dikdiks ihre Kotkügelchen. Dieses Verhalten hat zu einer lustigen Sage in der lokalen Bevölkerung geführt. Man sagt, das Dikdik stapele seine Kotkügelchen über einen Elefantenhaufen, um eines Tages größer zu sein als der Elefant.

Artenschutz
Obwohl Kirk Dikdiks in einigen Gebieten durch Landwirtschaft, Jagd und Hunde bereits ausgerottet sind, gelten sie als nicht bedroht und ihr Vorkommen ist weitverbreitet.
Der Erlebnis-Zoo Hannover leitet die Zuchtbemühungen dieser in Europa sehr selten in Zoos gehaltenen Antilopenart.





