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Watvogel

Kampfläufer und Säbelschnäbler fühlen sich in feuchten und sumpfigen Gebieten wohl. Sie waten durchs seichte Wasser und suchen dort mit ihren besonders geformten Schnäbeln nach Nahrung.

Steckbrief:

Herkunft:

ganze Welt

Nahrung:

Mücken, Larven, Ameisen, Pflanzen, Insekten

Größe:

30 cm hoch

Gewicht:

0.4 kg

Brut-/Tragzeit:

maximal 25 Tage

Sümpfe und Moore sind ideale Lebensräume
Kampfläufer brüten im kurzen nordischen Sommer in Gebieten, die von Nordeuropa bis Ostsibirien reichen. Damit die kleinen Küken gedeihen können, brauchen Kampfläufer ein bis zu fünf Hektar großes Brutgebiet. Die etwa 30 Zentimeter großen Watvögel (Weibchen sind kleiner) mögen ruhig gelegene feuchte Wiesen, Sümpfe und Moore und Tundrengebiete. Sie fressen Mücken, Käfer, Larven, Ameisen und andere Insekten.

Der Kampfläufer - ein Watvogel mit "Perücke"
Der Kampfläufer ist ein Schnepfenvogel, der ein Ruhekleid und ein Balzkleid trägt. Hahn und Henne tragen das gleiche Ruhekleid. Aber schon auf dem Weg von Afrika in sein nordisches Brutgebiet wächst den Männchen ihr prächtiges Balzgefieder. Sie bekommen eine große, auffällige Halskrause und lange "Ohrbüschel" oder "Perücken" in den unterschiedlichsten Farben. Auch die Beine und Schnäbel verfärben sich. Und beim Kampfläufer-Weibchen ändert sich das Gefieder: Es bekommt schwarze Flecken, die der braunen Oberseite ein flottes Muster verleihen.

Die Platzhähne stehen früh auf
Männchen und Weibchen ziehen voneinander getrennt in die Brutgebiete. Mitte April kommen auch die Kampfläufer-Damen aus ihren Winterquartieren angereist. Die Hähne erwarten sie schon sehnsüchtig und beginnen sofort mit ihrer Gruppenbalz. Dafür richten sie feste Balzplätze ein, und dann kämpfen sie was das Zeug hält, um die weibliche Gunst. Im Mai haben sich die "Platzhähne" dann richtig heiß gekämpft! Sie warten schon um zwei Uhr morgens im Dunkeln auf ihren Widersacher. Wenn die Weibchen dann nach ihrem Schönheitsschlaf am Turnierplatz auflaufen, geht es bei den Schaukämpfen noch mal richtig zur Sache.

Auf Stelzen durch den Schlamm
Säbelschnäbler sind Watvögel mit kurzen Hinterzehen und Schwimmhäuten zwischen den vorderen drei Zehen. Das ist praktisch, weil sie dann beim Waten im Schlamm kaum einsinken. Alle Arten der Säbelschnäbler haben ein hübsches, auffälliges Gefieder mit schwarz-weißer oder schwarz-brauner Zeichnung. Mit ihren überlangen Watbeinen schreiten sie wie auf Stelzen durch das seichte Wasser und erbeuten mit ihrem spitzen Schnabel Wirbellose, Würmer, Insekten und ganz kleine Fische.

Die Aufzucht ist nicht einfach
Ob alle Jungtiere großgezogen werden können, hängt stark von den Lebensbedin­gungen des Säbelschnäblers ab. Wenn die Nist- und Nahrungsgründe schlecht sind, schwanken die Bruterfolge ganz gewaltig. Von der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bis 1920 wurden immer weniger Säbelschnäbler gezählt. Erst ab dann stieg ihre Zahl wieder an. Dies hängt mit der Tatsache zusammen, dass der Vogelschutz immer mehr Anhänger findet und Schutzgebiete eingerichtet werden, in denen auch Watvögel fast ungestört ihre Küken heranziehen können.

Säbelschnäbler werden schnell erwachsen
Der Säbelschnäbler fühlt sich in der ganzen Welt zu Hause: Er brütet in Europa, Asien und Afrika. Ideale Brutbedingungen finden diese Vögel an Nord- und Ostseeküsten: auf frisch verlandeten Küstenstreifen des Wattenmeeres und Salzwiesen. Wenn sich die Brutpartner im April gefunden haben, geben sie sich beim Nestbau nicht viel Mühe, die Eier werden einfach in eine Bodenmulde gelegt. Das sieht anders aus, wenn sie im seichten Uferwasser brüten. Dann bauen beide zusammen emsig einen Nisthügel aus Steinen, Gras und anderem Material. Männchen und Weibchen bebrüten nun abwechselnd die Eier, bis nach etwa 25 Tagen die Küken schlüpfen. Und die laufen schon kurz darauf in ihrem Daunenkleid umher und erkunden neugierig ihre Welt. Schon mit 40 Tagen sind die kleinen Nestflüchter selbständig und und fliegen um die Wette.

Kampfläufer

Säbelschnäbler

Säbelschnäbler

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