Alles Gute, lieber Max!

Schimpansen-Senior feiert 56. Geburtstag im Erlebnis-Zoo

Eigentlich lässt es Schimpanse Max inzwischen eher ruhig angehen. Darf er auch, schließlich ist er das älteste Tier im Erlebnis-Zoo Hannover. Heute war dann aber doch ein aufregender Tag für den Schimpansen-Senior: Max feierte seinen 56. Geburtstag! Und dafür stand der inzwischen ziemlich angegraute Primat sogar ausnahmsweise früh auf. Denn auf der großen Außenanlage von Afi Mountain wartete eine affenstarke Überraschung auf ihn: Futtermeister Thomas Severitt hat für den beliebten Zoo-Bewohner eine Reistorte „gebacken“ und kunstvoll dekoriert mit süßen Erdbeeren und Pflaumen, saftiger Ananas und Kiwi, gebettet auf roten Frühlingszwiebeln und Salat und garniert mit süßem Honig und Streuseln.

Altes Geburtstagskind - Schimpanse Max wird 56 - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Altes Geburtstagskind: Schimpanse Max feiert seinen 56. Geburtstag

Nach der ersten großen Freude und Aufregung, setzte sich Max vor seine Reistorte und naschte genüsslich Erdbeeren und Pflaumen– sehr zur Freude des Zoo-Teams, das gespannt zuschaute. Als dann die Schimpansen-Weibchen Chunya und Victoria dazukamen, war es um die Ruhe geschehen. Kurzerhand nahm die freche Victoria die Torte in die Hände und machte sich mit ihr davon – ein Tortendiebstahl an Max‘ Ehrentag! „Wie im letzten Jahr“, schmunzelte das Zoo-Team.

Tortendiebstahl - Schimpansin Victoria macht sich mit der Torte davon - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Tortendiebstahl: Victoria klaut Max' Torte

Die Schimpansen-Weibchen teilten schließlich aber doch noch den Rest des Kuchens mit dem Geburtstagskind. Bis auf den letzten Krümel Reis war alles in Windeseile verputzt. Sogar die Salatblätter, auf denen die Torte präsentiert wurde, sammelte Victoria noch ein. „So soll eine gute Feier doch sein“, freute sich das Zoo-Team. „Die Torte und das Buffet leer, die Gäste und Max satt und zufrieden.“

Laesst es sich schmecken - Max an seinem 56 Geburtstag - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Schimpanse Max lässt es sich an seinem Geburtstag schmecken

Hohes Alter

Grund zum Feiern gibt es allemal, ist es doch nicht selbstverständlich, dass der 56. Geburtstag eines Schimpansen gefeiert werden kann. In der Wildnis erreichen sie gerade einmal ein Alter von maximal 40 Jahren. In Zoos können die beeindruckenden Primaten bis zu 50 Jahre alt werden.

Dank der guten und aufmerksamen Pflege seiner Tierpfleger ist Max in seinem hohen Alter noch fit und gesund. Ihm werden auch bestimmte Privilegien eingeräumt: Max darf morgens so lange schlafen wie er mag und wird mit besonders leckerem Futter und Getränken verwöhnt.

Satt und zufrieden - Schimpansen bei Max Geburtstag - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Satt und zufrieden: Die Schimpansen-Gruppe

Ein toller Kerl

„Max ist eine echte Persönlichkeit!“, da ist sich das ganze Team vom Erlebnis-Zoo einig. Ein sehr intelligenter Affe, menschenbezogen und neugierig. Viele Besucher kennen den Schimpansen-Senior seit Jahren und haben ihn in ihr Herz geschlossen. Er trug lange Jahre die Verantwortung als Clan-Chef der Schimpansen, übergab seine Rolle mit zunehmendem Alter aber an den jüngeren Toto. Oft sitzt er an seinem Lieblingsplatz direkt vor den Scheiben, genießt die Sonne oder interagiert mit den Besuchern. Zu seinen Pflegern hat Max eine enge, vertrauensvolle Beziehung. Er macht gerne auf sich aufmerksam, ist ein guter „Zuhörer“ und bekommt im Alter noch mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge.

Schimpansen-Opa Max - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Angegraut: Schimpansen-Senior Max im Erlebnis-Zoo

Hintergrund

Max kam 1966 im Alter von zwei Jahren nach Hannover, als der Zoo noch von der Tierhandlung Ruhe geführt wurde. Damals war es üblich, dass Tiere aus der freien Wildbahn in Zoos kamen. Ein genaues Geburtsdatum kennen die Pfleger daher nicht von Max. Sie einigten sich irgendwann auf den 3. August.

Schimpanse Max nascht an seiner Reistorte - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Max nascht genüsslich an seiner Reistorte

Stark gefährdet

Schimpansen stehen als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Wie auch andere Primatenarten werden sie in einigen Regionen Afrikas gejagt. Als sogenanntes Bushmeat wird ihr Fleisch auf den lokalen Märkten verkauft. Oft erlegen Wilderer dabei auch Weibchen mit Jungtieren. Der Nachwuchs wird als Haustier verkauft.