Melonenfußball mit Mallorca-Duft

Sibirischer Tiger Aljoscha feiert 5. Geburtstag

Es ist gar nicht so schwer, Tigern eine Geburtstagsfreude zu machen – wenn man weiß, was sie so richtig gerne mögen. Und so fand der Sibirische Tiger Aljoscha im Erlebnis-Zoo Hannover heute an seinem 5. Geburtstag tigermäßig tolle Geschenke in seinem Flügel des Dschungelpalastes: Wassermelone auf Eistorte!

Mit dem schweren Kürbisgewächs spielt Aljoschas leidenschaftlich gerne Fußball. Wassermelonen kann man nämlich tierisch toll anspringen, mit den Tatzen hin und her schubsen, mit den Krallen bearbeiten, mit den Zähnen zerkleinern. Kurz: Melonen sind das perfekte Geschenk. Zur Feier des Tages hatten die Tierpfleger noch eine 5 in die Frucht geschnitzt und diese mit einem besonderen Duft verziert.

Die Melone riecht unwiderstehlich_Erlebnis-Zoo Hannover
Aljoscha schnüffelt an seinem Melonenfußball

Die „Aromatherapie“ dient der Beschäftigung der Tiere, die lange Zeit damit verbringen, fremden Düften nachzugehen. Es könnte ja sein, dass jemand Fremdriechendes in ihr Revier eingedrungen ist. Danach wird sich so lange in dem Geruch gewälzt, bis alles –Tiger eingeschlossen – wieder gleich riecht. „Der Lieblingsduft von Aljoscha ist zurzeit ein Frauenduft mit Mallorca im Titel“, verrät sein Tierpfleger schmunzelnd, „da gibt es für ihn kein Halten.“ Das bekam auch die Melone spüren – auch wenn der Tiger sich zunächst ausreichend Zeit nahm, das Spielzeug intensiv aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Schon jetzt testen die Tierpfleger, welcher Duft zum nächsten Geburtstag gereicht wird – etwas mit Hawaii oder New York oder doch lieber Richtung Dschungel?

Die Melone riecht unwiderstehlich_Erlebnis-Zoo Hannover
Zum 5. Geburtstag gab es einen Melonenfußball auf Eistorte

Stark gefährdet

Aljoascha (5) kam vor vier Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 500 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch.