Zufriedenstellendes Geschäftsjahr

Erlebnis-Zoo stellt Jahresabschluss vor: deutliche Steigerung der Umsatzerlöse, Zuwachs bei Tagestickets, Jahreskarten, Führungen – Erfolge im Artenschutz

Mehr verkaufte Tagestickets, mehr Besucher, mehr gebuchte Führungen, rund 100.000 Jahreskarten: Der Erlebnis-Zoo Hannover blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019 zurück. So haben sich die Umsatzerlöse in der Zoo Hannover GmbH sehr positiv entwickelt und stiegen um 875 T€ auf 18.228 T€. Besonders die Steigerung bei den Tageskarten um 5,3% auf 533.198 Tageskarten, aber auch der Jahreskartenabsatz auf 98.833 ZooCards begründen den Erfolg. Zur positiven Entwicklung der Umsatzerlöse haben auch die spannenden Führungen durch den Zoo gezählt, deren Erlöse auf 368 T€ gestiegen sind, ein Plus von 34%.

Auch die an den Drehkreuzen gezählten Eintritte lagen mit 1,036 Mio. Besuchern um 24.000 über Vorjahr. Dabei werden Kinder unter 3 Jahren ebenso wenig mitgezählt wie z.B. Veranstaltungs- oder Abendgäste des Winter-Zoos. Dennoch liegt der Erlebnis-Zoo Hannover damit klar in der Spitzengruppe der zoologischen Gärten in Deutschland. Bei den Jahreskarten ist der Erlebnis-Zoo sogar Spitzenreiter.

Das Schildkroetenjungtier hinter den Kulissen - Erlebnis-Zoo Hannover
Erfolge im Artenschutz: Spinnenschildkröte geschlüpft

„Unter dem Strich konnten wir durch gutes Haushalten und neue Angebote den geplanten Kostendeckungsgrad, also das Verhältnis vom Aufwand zum Ertrag, mit knapp 85% erreichen“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Auch damit liegen wir in der Spitzengruppe der zoologischen Gärten.“ Allein die Abschreibungen aufgrund der vielen Investitionen der letzten Jahre drücken mit über 4 Mio. € auf das Ergebnis. Daneben flossen 3,8 Mio. € in den technischen Unterhalt der Anlagen. Für Tierfutter wurden 658 T€ ausgegeben, die Personalkosten liegen bei 9,8 Mio. €.  

Unterm Strich ergibt sich somit ein Jahresfehlbetrag 3,487 T€, geplant war ein Fehlbetrag von 3,425 T€. Die Fehlbeträge werden mit dem vorhandenen Eigenkapital der Gesellschaft verrechnet.

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2019: Jungtiere bei den Sibirischen Tigern

„Wie alle zoologischen Gärten in Deutschland hat auch der Erlebnis-Zoo in seiner über 150-jährigen Geschichte deutlich gemacht, dass ein Zoo mit seinen satzungsgemäßen Aufgaben in den Bereichen Bildung, Artenschutz, Forschung nicht auf Profit ausgelegt sein kann“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Durch gutes Haushalten und immer neue Angebote hat der Erlebnis-Zoo dennoch nicht nur einen hohen Kostendeckungsgrad erreicht, sondern ist auch in der Beliebtheit als Naherholungsort weit über die Region Hannover hinaus Spitze.“

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist zwar bei einer Bilanzsumme von 52.4 Mio. mit 22,7 Mio. € immer noch sehr komfortabel, dennoch erforderte die Liquidität ein Nachsteuern, um zukünftig auch für notwendige Investitionen gewappnet zu sein. So wurde im letzten Jahr das Zukunftskonzept für den Erlebnis-Zoo beschlossen, welches ab 2020 ergebniswirksame Zuschüsse der Gesellschafterin Region Hannover zur Verbesserung der Liquidität und die Wandlung in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) vorsieht.

Im November 2019 kam das Eisbär-Jungtier zur Welt

Im Bereich Artenschutz konnte der Erlebnis-Zoo 2019 besonders große Erfolge erreichen: es schlüpfte eine Madagassische Spinnenschildkröte (vom Aussterben bedroht), drei Sibirische Tiger (stark bedroht) kamen zur Welt, und Ende des Jahres – zur ganz großen Freude des Zoo-Teams – wurde erstmalig im Erlebnis-Zoo ein Eisbär-Jungtier (stark bedroht) geboren.

Zudem war 2019 durch umfangreiche Ausbau- und Modernisierungsarbeiten geprägt: Nach fast zwei Jahren Bauzeit konnte der neue Eingang im Mai eröffnet werden! Auch die Bauprojekte im Rahmen des Masterplans 2025+ wurden vorangetrieben, unter anderem die Vergrößerung der Gehege für die Asiatischen Elefanten im Dschungelpalast. Außerdem wurde das Restaurant „Gasthaus Meyer“ vollständig renoviert und als „Hoflokal“ mit neuem Konzept wiedereröffnet.

„Im letzten Geschäftsjahr haben wir allein aus eigenen Mitteln 4,7 Mio. € investiert,“ so Casdorff bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2019 vor dem Regions-Ausschuss RNME der Region Hannover. „Auch zukünftig wollen wir modernste Erkenntnisse zum Tierwohl umsetzen und unseren Besuchern spannende Erlebnisse bieten und so auf unterhaltende Art für Natur- und Artenschutz sensibilisieren.“

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Messlatte: Leopard Julius bei der Inventur - 2.159 Tiere in 181 Arten