Silvester: Erlebnis-Zoo bittet um Rücksicht

Feuerwerks-Knallerei kann Tiere erschrecken – Eisbär-Wurfhöhle mit Strohballen geschützt

Kaum ist Weihnachten vorbei, steht das nächste große Highlight des Jahres vor der Tür: Silvester. Für die meisten Haus- und Nutztiere und auch die Tiere im Erlebnis-Zoo ist das Fest zum Jahreswechsel allerdings nicht nur ein Grund zur Freude. Um sie vor den lauten Knallern des Feuerwerks beim Jahreswechsel zu schützen, bringen die Tierpfleger die Tiere in ihre vertrauten, gut geschützten Stallungen. Doch häufig werden schon vor Silvester Böller gezündet, die die Tiere durch den plötzlichen Lärm erschrecken. Das Team des Erlebnis-Zoo bittet daher, auf jegliche Knallkörper in der Nähe des Zoos zu verzichten.

Silvesterböller können Zootiere erschrecken

Besonders im Hinblick auf das jetzt fünf Wochen alte Eisbär-Jungtier bittet der Zoo um Rücksicht, denn Ruhe ist für die Jungtieraufzucht bei Eisbären ein sehr wichtiger Faktor. Zwar liegt die Wurfhöhle im abgeschiedenen hintersten Teil des Stalles, „wir haben aber zusätzlich rund um den Bereich der Wurfhöhle noch lärmdämmende Wände aus Strohballen aufgebaut“, so Zoodirektor Andreas M. Casdorff. „Wir wünschen allen Feiernden einen stimmungsvollen Jahreswechsel! Gleichzeitig möchten wir an alle appellieren, sich in der Nähe des Zoos besonders rücksichtsvoll zu verhalten.“

Eisbaerin Milana und ihr Jungtier im Groessenvergleich - Erlebnis-Zoo Hannover
Ruhe ist bei der Jungtieraufzucht ein wesentlicher Faktor

Auch in diesem Jahr werden die Zoo-Mitarbeiter beim Jahreswechsel wieder ganz besonders auf ihre Schützlinge achten und den Eisbären-Nachwuchs über die installierten Kameras in der Wurfhöhle beobachten.

Hintergrund

Lärm und Lichtblitze, plötzliche Knalleffekte können von Tieren als bedrohlich empfunden werden, sie erschrecken und verstören. Nicht selten flüchten Haus- und Nutztiere und verletzen sich dabei, verunfallen oder erleiden Knall-Traumata. Aber nicht nur für das Tierwohl, auch für die menschliche Gesundheit stellt das Silvesterfeuerwerk eine Belastung da. Denn jährlich werden rund 4.200 Tonnen gesundheitsgefährdender Feinstaub durch das Silvesterfeuerwerk freigesetzt. Das Umweltbundesamt rät: „Wenn Sie zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchten, können Sie Ihr persönliches Feuerwerk einschränken oder sogar ganz darauf verzichten. Das hilft nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt, verursacht weniger Müll und reduziert den Energieaufwand, der bei der Herstellung der Feuerwerkskörper erheblich ist.“ (Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel)