Trauer im Zoo

Drillweibchen Ganja gestorben

Trauer im Zoo Hannover: Am Mittwoch, 16. Januar, starb Drillweibchen Ganja (4). Bei der Eingewöhnung des aus Valencia stammenden Weibchens in die hannoversche Drillgruppe kam es heute Morgen zu einem Zwischenfall: Aus unerklärlichen Gründen reagierte das Drillmännchen und Gruppen-Oberhaupt aggressiv gegenüber dem Neuzugang und biss das Weibchen. Trotz des sofortigen Eingreifens der Tierpfleger und Tierärzte, die die Tiere trennten und versorgten, starb das Weibchen kurze Zeit später an der Verletzung.

1200 x 800 Drills in der Aussenanlage Erlebnis-Zoo Hannover
Drillgruppe in der Außenanlage

„Wir sind alle geschockt und sehr, sehr traurig“, so Kurator Fabian Krause. Niemand habe mit dem Verhalten des Männchens gerechnet. Die Eingewöhnung verlief in genauer Absprache mit Drillexperten aus Afrika und anderen Zoos – die Tiere waren einander wochenlang schrittweise vorgestellt worden, indem sie Sicht- und akustischen Kontakt hatten. Das Männchen hatte dabei positives Interesse an dem neuen Weibchen gezeigt.  „Wir haben für das Verhalten absolut keine Erklärung“, so Krause.

Nach dem Vorfall war das Männchen seinen Weibchen Daphne und Liza gegenüber sofort wieder fürsorglich und liebevoll. Das Urwaldhaus blieb am Vormittag geschlossen, damit die Affen in Ruhe wieder zueinander finden konnten. Die Gruppe wird in den kommenden Tagen weiterhin intensiv beobachtet.