Es sind drei Brüder!

Erster Gesundheitscheck bei den Tiger-Jungtieren / Nachwuchs entwickelt sich weiterhin prächtig

Endlich ist das Geheimnis um das Geschlecht der Tigerbabys im Erlebnis-Zoo Hannover gelüftet: Es sind drei Brüder! Bei der Erstuntersuchung der Jungtiere warfen die Zoo-Tierärzte einen kurzen Blick auf die kleinen Tiger, machten sich ein Bild von ihrer Gesundheit und wogen den Nachwuchs: zwischen 10 und 8 Kilogramm bringen die Drillinge schon auf die Waage. Zoo-Tierarzt Viktor Molnár zeigt sich zufrieden: „Die drei Jungs machen einen super Eindruck, sind gut genährt und haben sich schon toll entwickelt!“

Die Tigerbabys wiegen zwischen 9 und 10 kg - Erlebnis-Zoo Hannover
Die Tiger-Jungtiere wiegen schon zwischen 9 und 10 Kilogramm

Inzwischen wird der gestreifte Nachwuchs immer mobiler. Über die im Stall installierte Kamera können die Tierpfleger und Zoologen immer wieder beobachten, wie die Drei aktiver werden und immer öfter herumlaufen. Manchmal klettern sie sogar bereits aus der Wurfbox heraus und erkunden (noch recht unbeholfen) auf ihren tapsigen Pfoten den Innenstall des Dschungelpalasts. Mutter Alexa hat ordentlich zu tun, ihre immer frecher werdenden Drillinge im Auge zu behalten. Nach wie vor kümmert sich die Tigerin vorbildlich um ihren Nachwuchs: „Alexa säugt und putzt ihren Nachwuchs weiterhin regelmäßig und trägt die Jungtiere auch gelegentlich nach gelegentlichen Ausflügen im Stall zurück in die Wurfbox“, berichtet Kurator Fabian Krause.

Dr. Viktor Molnar untersucht eines der Tigerbabys im Erlebnis-Zoo Hannover
Zoo-Tierarzt Dr. Viktor Molnár bei der Erstuntersuchung der Tigerbabys

Da die Jungtiere hinter den Kulissen für die Zoobesucher noch nicht zu sehen sind, werden Filmausschnitte aus der Wurfhöhle im Dschungelpalast gezeigt. Tiger-Vater Aljoscha (3) hält sich übrigens lehrbuchmäßig fern von der Wurfhöhle und ist zurzeit alleine auf der Außenanlage zu sehen.

Einer der drei Tigerbrüder im Erlebnis-Zoo Hannover
Einer der drei Tigerbrüder

Hintergrund:

Die Tiger Alexa und Aljoscha kamen vor zwei Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 550 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch. Mit ihrem Nachwuchs leisten Aljoscha und Alexa einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Art. Die letzten Sibirischen Tiger-Jungtiere im Erlebnis-Zoo kamen übrigens 2003 zur Welt.