Unser Engagement für den Artenschutz

Aktuell unterstützt der Erlebnis-Zoo Hannover mehrere große Artenschutz-Projekte, die im Folgenden einzeln vorgestellt werden.

Sahara Conservation Fund: Nordafrikanischer Rothalsstrauß und Addax in der Sahara

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Foto: Sahara Conservation Fund
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Foto: Sahara Conservation Fund
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Foto: Sahara Conservation Fund
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Foto: Sahara Conservation Fund

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Seit vielen Jahren erhält der Sahara Conservation Fund (SCF) finanzielle sowie tatkräftige Unterstützung durch den Erlebnis-Zoo Hannover. Das Ziel der Organisation ist es die Tiere und den Lebensraum der Sahara und dem angrenzenden Sahel zu schützen und erhalten.

Zwei Tierarten stehen dabei im Fokus: die elegante Mendesantilope (Addax) und der beeindruckende Nordafrikanische Rothalsstrauß. Beide Arten sind aufgrund von Lebensraumverlust und Wilderei im Großteil ihres ehemaligen Verbreitungsgebietes verschwunden und gelten als vom Aussterben bedroht.

Nordafrikanischer Rothalsstrauß: Aus Marokko in die Zoos

Aktuell belaufen sich die Bestandszahlen des Nordafrikanischen
Rothalsstraußes im Freiland auf höchstens 1000 Tiere. Im Jahr 2011 wurden daher Bruteier aus einem marokkanischen Nationalpark entnommen, wo
diese Straußenunterart in den 1990er Jahren wieder angesiedelt wurde. Die nun erfolgreiche Aufzucht und Nachzucht im Erlebnis-Zoo Hannover dient dem Aufbau einer europäischen Zoopopulation. Gleichzeitig fördern wir durch den persönlichen Austausch sowie finanzielle Mittel SCF Zucht- und Umweltbildungsprojekte in den Herkunftsländern.

Sowohl die Addax als auch die Nordafrikanischen Rothalsstrauße im Erlebnis-Zoo Hannover sind Botschafter für ihre Artgenossen im Freiland und weisen auf deren Bedrohungsstatus hin. Für beide Tierarten führt der Erlebnis-Zoo Hannover das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Gemeinsam mit dem SCF setzt sich der Erlebnis-Zoo für den Erhalt dieser beiden Tierarten im Freiland ein.

Addax: Aus den Zoos nach Marokko und Tunesien

In ihrem natürlich Lebensraum in der Sahara - genauer gesagt Niger und Chad - leben keine 100 Addax mehr. Die Ergebnisse der jährlichen Zählungen des SCF sind besorgniserregend. Die durch Wiederansiedlung entstandenen Populationen in den geschützten Nationalparks in Tunesien und Marokko (unter sogenannten "semi-captive" Bedingungen) entwicklen sich jedoch weiterhin gut; ebenso wie auch die weltweite Zoopopulation. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für diese Art wird seit seiner Entstehung von Biologen des Erlebnis-Zoo Hannover koordiniert.

Jahresbericht 2019

Bei den Straußen spielte in 2019 insbesondere der Austausch über die verschiedenen Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Kunstbrut eine große Rolle. Die Bebrütung der Straußeneier in Hannover ist ein seit mehreren Jahren immer weiter verbesserter Prozess. Die gesammelten Erfahrungen sind sehr hilfreich für die SCF-Kollegen in der Straußen-Station in Kellé im Niger, wo in einem geschützten Bereich Nordafrikanische Rothalsstrauße gezüchtet werden. Der Erlebnis-Zoo wiederum profitiert von den Kenntnissen der Kollegen über die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.

Wie langwierig die Arbeit für den Schutz und Erhalt einer Tierart sein kann, wird besonders deutlich bei der Addax. Diese Antilopenart war ursprünglich über die Gesamtheit der ariden und semiariden Gebiete des nördlichen Afrikas verbreitet. Inzwischen sind Addax in der freien Wildbahn fast verschwunden. Während 1966 die Wildpopulation noch auf 5.000 Tiere geschätzt wurde, ging man in den 1980er Jahren nur noch von etwa 500 Tieren aus. Diese Entwicklung ließ sich bisher leider nicht aufhalten. In Zoos wurden Addax schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehalten. Im Dezember 2019 waren 228 Addax in diesem Zuchtbuch verzeichnet. Aufgrund des fortschreitenden Rückgangs der Addax-Populationen in Nordafrika wurde in Marokko in den 1990er Jahren ein Management-Plan für die Gründung und Bewirtschaftung von mehreren Nationalparks entwickelt. Einer der ersten im Rahmen dieser Maßnahme gegründeten Parks war der 1991 entstandene, umzäunte Souss Massa Nationalpark. In den Jahren 1994 bis 1996 wurden über den Zoo Hannover insgesamt 70 Addax aus dem EEP im Nationalpark wiederangesiedelt. Mittlerweile leben etwa 440 Addax in zwei Nationalparks in Marokko, der Großteil in Souss Massa. In den Folgejahren gab es ähnliche Wiederansiedlungsprojekte auch in Tunesien. Es haben sich in den Nationalparks stabile Populationen entwickelt, denn die geschützt lebenden Tiere vermehren sich gut. Doch die Zahlen im Freiland sinken weiter, vor allem aufgrund der politisch schwierigen Situation in Nordafrika.

Im Jahr 2004 wurde der SCF von engagierten Wissenschaftlern, Artenschützern und Zoos gegründet, die sich bereits seit Jahren für den Erhalt der Sahara-Sahelo-Region einsetzten. Seitdem hat sich die Organisation stetig weiterentwickelt und verschiedenste Projekte in dieser Region umgesetzt oder begonnen.

Die Wissenschaftler des SCF schätzen, dass heute wahrscheinlich nur noch weniger als 100 Addax in freier Wildbahn in Mauretanien, Niger und dem Chad leben. In 2019 – also über 20 Jahre nach dem letzten Transport von in Zoo geborenen Addax in den Souss Massa Nationalpark in Marokko – wurde ein wichtiges Projekt für den Erhalt der Addax-Antilopen beschlossen. Im März wurden 20 Addax aus dem Souss Massa Nationalpark in das 560 Kilometer östlich gelegene M’Hamid Reserve transportiert, im Oktober folgten 12 weitere Tiere. 10 der Tiere bekamen Satellitenhalsbänder und am 26. November war es dann endlich so weit: Die 32 Antilopen wurden in die freie Wildbahn entlassen. Es war die erstmalige Auswilderung von Addax. Die Gruppe der ausgewilderten Tiere wird seitdem per Satellit überwacht – finanziert wurde diese Besenderung vom Taronga Zoo in Sydney, Australien, und vom Erlebnis-Zoo Hannover. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll das Zusammenwirken von Zoos und Artenschutzorganisationen vor Ort.

Rettet den Drill e.V.: Drill in Nigeria und Kamerun

Nur noch weniger als 3000 Drills leben in den artenreichen, tropischen Regenwäldern Westafrikas. Sie sind bedroht durch Wilderei und Lebensraumverlust. Der Drill gehört zu den am stärksten bedrohten Affenarten Afrikas und sein Verbreitungsgebiet in Kamerun, Nigeria und der Insel Bioko umfasst weniger als 30.000 km². Auch hier unterstützt der Erlebnis-Zoo Hannover eine Artenschutzorganisation beim Erhalt einer seltenen Tierart.

Ein vielseitiges Projekt

Rettet den Drill e.V. hat seine Wurzeln in Hannover und fördert gemeinsam mit der amerikanischen Organisation Pandrillus den Erhalt des Drills in seinem natürlichen Lebensraum. Durch die vereinte Arbeit werden ehemalige Wilderer zu Drill-Schützern und Rangern, Kinder lernen in Umweltbildungsprojekten die Bedeutung des Waldes kennen, verletzte und verwaiste Drills werden in Auffangstationen versorgt und später wieder ausgewildert. Eine wichtige Rolle spielen dabei das Limbe Wildlife Center in Kamerun sowie die Auffangstation in Calabar und die Auswilderungsstation Drill Ranch im Afi Mountain Wildlife Sanctuary in Nigeria. Mit der Eröffnung der neuen Themenwelt Afi Mountain im Sommer 2017 erhielten die hannoverschen Drills eine große und zeitgemäße Anlage mit anschaulichen Informationen zum Projekt Rettet den Drill e.V.

Tierisch starke Kooperation

Mittlerweile kennt fast jeder unserer Zoo-Besucher den Drill und den Verein Rettet den Drill. Dies ist zum einen natürlich der tollen Drill-Anlage in Afi Mountain zu verdanken, wo auch die vorbildliche Arbeit des Vereins vorgestellt wird. Zum anderen ist der Zoo seit vielen Jahren institutionelles Mitglied im Verein. Ein Infostand des Vereins ist bei vielen Aktionstagen im Zoo mittlerweile fester Bestandteil, zum Beispiel bei den Markttagen oder beim jährlichen Familien-Sommer-Fest. Regelmäßige Spenden des Zoos an die Auffangstationen in Kamerun und Nigeria sind selbstverständlich.

Jahresbericht 2019

Im vergangenen erhielten wir hohen Besuch aus dem Regenwald Afrikas. Im August war Liza Gadsby von der Organisation Pandrillus zu Gast. Liza Gadsby hat vor über 25 Jahren mehrere Schutzstationen für Drills aufgebaut. Diese Projekte in Calabar und dem Afi Mountain Wildlife Sanctuary in Nigeria sowie dem Limbe Wildlife Centre in Kamerun werden von dem in Deutschland ansässigen Verein Rettet den Drill e.V. unterstützt. Die Drill-Expertin besuchte die Themenwelt Afi Mountain und berichtete von den Schwierigkeiten und Erfolgen im natürlichen Lebensraum des Drills. Bei ihrem Besuch wurde die Drillschützerin vom Zoo mit einer Spende überrascht. Die Drill Ranch in den echten Afi Mountains in Nigeria benötigte dringend neue (gebrauchte!) Geländewagen, um die abgelegene Station mit Futter für die Tiere und Material zu versorgen. Der Zoo kam dieser Bitte gerne nach und überreichte eine Spende für ein neues Auto. Erfreulicherweise schlossen sich auch die Zoofreunde Hannover e.V. mit einer Geländewagen-Spende an. Liza Gadsby freute sich riesig, mit diesen positiven Nachrichten wieder zurück nach Afrika reisen zu können.

Für das Team des Erlebnis-Zoo war der Besuch von der Drill-Retterin eine emotionale Begegnung und einmalige Gelegenheit, die Frau kennenzulernen, die ihr Leben dem Schutz des Drills gewidmet hat. Der Verein Rettet den Drill e.V. ist in Hannover übrigens sehr gut vertreten, da sich viele Mitarbeiter des Erlebnis-Zoos auch privat für den Artenschutz engagieren und Vereinsmitglied sind.

Polar Bears International: Eisbär in Kanada

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Eisbaerin Milana spielt im Wasser - Erlebnis-Zoo Hannover
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Foto: BJ Kirschhoffer / Polar Bears International
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Foto: Kt Miller / Polar Bears International
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Foto: BJ Kirschhoffer / Polar Bears International

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Seit 2006 steht der Eisbär als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Grund für das drastische Verschwinden des Eisbären ist die globale Erwärmung. Der Lebensraum schmilzt den weißen Riesen buchstäblich unter den Pfoten weg. Durch die steigenden Temperaturen gefriert das Packeis immer später und taut immer früher wieder auf. Doch nur dort können die Eisbären Jagd auf Robben – ihre wichtigste Nahrungsquelle – machen. Die großen Raubtiere müssen daher längere Wanderungen unternehmen und weitere Strecken schwimmen, immer auf der Suche nach Nahrung. Ihre "Fasten"-Zeit verlängert sich dadurch immer weiter. Der Bestand in der Arktis ist bereits auf unter 25.000 Eisbären gesunken.

Eisige Mission

Wie der Rückgang des Meer-Eises die dort lebenden Eisbären beeinflusst, wird von der kanadischen Natur- und Artenschutzorganisation Polar Bears International (PBI) in der Hudson Bay untersucht. Im Freilandprojekt Bear Tracker werden ausgewählte, wild lebende Eisbärinnen mit einem Senderhalsband ausgestattet. So können die Routen der Tiere per Satellit verfolgt werden, um herauszufinden, in welchen Regionen die Eisbären bevorzugt leben, wie weit die Strecken sind, die sie laufen und schwimmen, oder wo sie ihre Jungen aufziehen. Auf der Basis dieser gesammelten Daten sollen dann geeignete Schutzzonen für die weißen Bären errichtet werden. Der Erlebnis-Zoo Hannover finanziert seit 2008 dieses besondere Projekt.

Die verwendeten Senderhalsbänder wurden zuerst an Zoo-Eisbären getestet und sind mittlerweile langjährig erprobt. Sie bestehen aus einem flexiblen Material, welches zum einen die Eisbären auch bei Wasser und Kälte nicht stört und zum anderen zuverlässig die Daten per Satellit übermittelt.

Mithilfe der finanziellen Unterstützung des Erlebnis-Zoo Hannover können Senderhalsbänder angeschafft und das gesamte Projekt wissenschaftlich betreut werden. Das Ziel des Projektes ist es, mehr über die Wanderrouten und das Verhalten der Eisbären zu erfahren, um die Tiere und ihren Lebensraum besser schützen zu können.

Jahresbericht 2019

Im Februar 2019 freuten wir uns über Besuch aus dem hohen Norden: Alyssa McCall von der kanadischen Organisation Polar Bears International (PBI) besuchte auf ihrer Deutschlandreise das hannoversche Zoo-Team und die Eisbären in Yukon Bay. Bei dieser Gelegenheit tauschte sich die Eisbären-Schützerin insbesondere mit den Biologen und Tierpflegern des Zoos aus und berichtete von den Eisbären-Besenderungen. Neben einer Spendenübergabe wurde der Besuch von Alyssa McCall auch genutzt, um einen Namen für die besenderte Eisbärin zu finden. Über Facebook und Instagram erhielt der Zoo viele tolle Vorschläge und schließlich entschied sich unsere Zoo-Eisbärin Milana am Welt-Eisbären-Tag im Februar zwischen den letzten drei ausgewählten Finalisten für den Namen Hope. Insgesamt ein Jahr lang konnten die Wanderrouten von Hope online verfolgt werden - bis die Batterie des Senders versiegte und das Senderhalsband automatisch abgeworfen wurde. Im Herbst 2019 wurde eine neue Eisbärin besendert.

"Unsere" Eisbärin im ewigen Eis

Bei der letzten Besenderungsaktion wurde mit der finanziellen Unterstützung des Zoos wieder ein Eisbär-Weibchen besendert. Es hat die offizielle Identifikationsnummer X32444 und trägt - wie auch das zuvor besenderte Weibchen - wieder den Namen "Hope". Es ist das erste Mal, dass diese Eisbärin einen Sender erhalten hat. Über die weitere Entwicklung und die Wanderungen des neuen Eisbär-Weibchens werden wir von den Forschern vor Ort nun regelmäßig auf dem Laufenden gehalten.

X32444 Hope

Seit ihrer Besenderung am 30. Oktober 2019 im Wapusk National Park an der westlichen Küste der Hudson Bay ist Hope bereits über 1800 Kilometer gewandert (Stand: März 2020). Zu Beginn hielt sie sich hauptsächlich vor der Küste des Nationalparks auf, scheinbar wartete sie darauf, dass die Hudson Bay endlich zufror. Im Dezember wanderte sie dann recht zielstrebig bis ins Zentrum der Bucht. Hier verweilt sie seitdem und läuft in Zick-Zack-Routen immer wieder vor und zurück. Aufgrund dieser Daten ist davon auszugehen, dass Hope erfolgreich in der Robbenjagd ist, denn anderenfalls würde sie ihren Aufenthaltsort verändern.

Glücklicherweise wandert Hope nicht alleine durch diese eisige Landschaft: im Schlepptau hat sie ihre zwei Jungtiere, die Ende 2018 zur Welt kamen. Da Eisbärweibchen mit 5 bis 6 Jahren bereits fortpflanzungsfähig sind und Hope bei ihrer Besenderung auf etwa 17 Jahre geschätzt wurde, ist es wahrscheinlich, dass sie eine erfahrene Mutter ist. Höchstwahrscheinlich zeigt sie ihren Jungtieren auf sehr geschickte Weise, wie man Jagd auf Robben macht, schwimmt, über das Meereis wandert und wie man in der Arktis prächtig gedeiht.

Die Route von Hope lässt sich hier verfolgen.

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Route von Hope seit ihrer Besenderung im Herbst 2019 (Stand: März 2020)

Biodiversity and Elephant Conservation Trust: Asiatischer Elefant in Sri Lanka

Graue Riesen in Gefahr

Der Erlebnis-Zoo Hannover ist sehr erfolgreich bei der Zucht von Asiatischen Elefanten, informiert über diese beeindruckenden Tiere und setzt sich zudem für den Erhalt in ihrem natürlichen Lebensraum ein. Denn der Asiatische Elefant gehört heute zu den gefährdeten Tierarten. In freier Wildbahn leben nur noch rund 30.000 Tiere. Das sind 130.000 weniger als vor 60 Jahren!

Konflikte zwischen Menschen und Tieren

Der Grund für die sinkenden Bestandszahlen der Asiatischen Elefanten ist die immer schneller wachsende Weltbevölkerung. Durch Abholzung der Wälder, Einrichtung von Infrastruktur und die zunehmende Besiedelung wird den Elefanten immer mehr Lebensraum genommen. Auch die Nahrungssuche wird immer schwieriger. Finden sie zu wenig Nahrung in der Natur, ziehen sie weiter in besiedelte Gebiete und plündern die Felder der Menschen. Ihre Lebensgrundlage verteidigen die Menschen mit allen möglichen Mitteln und versuchen, die Elefanten zu vertreiben. Bei solchen Mensch-Elefant-Konflikten sterben allein in Sri Lanka im Jahr durchschnittlich 65 Menschen und 212 Elefanten. 

Wissen zum Anfassen

In der interaktiven Elefanten-Ranger-Station im Dschungelpalast wird ihr Lebensraum sowie die Gründe für ihre Bedrohung vorgestellt. Viele weitere spannende Informationen über Asiatische Elefanten werden in der Ausstellung auf unvergessliche Art präsentiert - zum Mitmachen, Reinhören und Erleben. Die Artenschutz-Ausstellung im Erlebnis-Zoo zeigt auch, wie den Elefanten in freier Wildbahn geholfen werden kann: Durch Schutzgebiete und Umweltbildung der Bevölkerung.

Artenschutz durch Verständnis

Der Erlebnis-Zoo unterstützt die Natur- und Artenschutzorganisation „Biodiversity & Elephant Conservation Trust“, die sich für Umweltbildung in Schulen in Sri Lanka einsetzt. Schätzungsweise leben noch 5.500 Dickhäuter auf der Insel im Indischen Ozean. Hier kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Elefanten und Menschen. Die frühe Förderung von Umweltbewusstsein ist daher besonders wichtig dür den Schutz der wilden Elefanten. BECT organisiert in den betroffenen Gebieten ein Umweltbildungsprogramm, damit Schulkinder mehr über die Biologie und Ökologie von Elefanten erfahren, verstehen warum es zu Konflikten zwischen Elefanten und Menschen kommt und wie die Elefanten besser geschützt werden können.

Jahresbericht 2019

Das Umweltbildungsprogramm des Biodiversity and Elephant Conservation Trust (BECT) erreicht jedes Jahr 150 Schulen in ganz Sri Lanka, so auch in 2019. Jedoch berichteten die Kollegen von BECT, dass hierzu ein deutlich größerer Einsatz aller Beteiligten gefordert war, denn bei den Bombenanschlägen am Ostersonntag 2019 wurden über 250 Menschen getötet und fast 500 weitere Menschen verletzt. Die Schulen waren über einen Monat geschlossen, die nicht wahrgenommenen Termine konnten aber im Laufe des weiteren Jahres nachgeholt werden.

Die durchführenden fünf Biologen waren auch in diesem Jahr sehr zufrieden mit der Resonanz ihres Umweltbildungsprogramms in den Schulen, bei dem es allgemein um die Vielfalt der Arten in Sri Lanka und im speziellen um den Asiatischen Elefanten geht, sowie den Einfluss der Menschen auf den Lebensraum der Elefanten. Besonders in den anschließenden Diskussionsrunden stellen die Schülerinnen und Schüler viele Fragen, die zeigen, wie intensiv sich die Teilnehmenden diesem Thema angenommen haben.

Insgesamt haben in den 150 besuchten Schulen in 12 verschiedenen Distrikten Sri Lankas durchschnittlich 140 Schülerinnen und Schüler sowie sieben Lehrkräfte an dem Unterricht teilgenommen. Dieser wird jedes Jahr auf Aktualität überprüft und richtet sich nach dem jeweiligen Schulcurriculum. Die Biologen wählen aus fünf verschiedenen Unterrichtsangeboten zwei passende aus, die dann an der jeweiligen Schule durchgeführt werden. Häufig erhält BECT anschließend Anfragen für weitere Schulbesuche, weiterführende Informationen und Arbeitsmaterialien.

Save the Rhino: Nashorn in Kenia

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Foto: Save the Rhino International
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Foto: Save the Rhino International

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Seit 2018 unterstützt der Erlebnis-Zoo Hannover die Organisation "Save the Rhino", genauer gesagt das Projekt "Ol Jogi Conservancy". Dieses private Nashorn-Schutzgebiet wurde 1980 gegründet und liegt 22 km nördlich von Nairobi im Laikipia County im Zentrum Kenias. In dem über 23.000 Hektar großen Gebiet leben Spitzmaulnashörner, Breitmaulnashörner sowie viele andere Tiere u.a. Elefanten, Antilopen und Raubkatzen.

Ol Jogi ist eine der bedeutendsten Hochburgen für Östliche Spitzmaulnashörner und es konnten bereits viele Nashörner in andere Gebiete umgesiedelt werden. Die im Erlebnis-Zoo Hannover aktuell (Stand: März 2020) lebenden Tiere "Sany" und "Kito" gehören ebenfalls zu Unterart der Östlichen Spitzmaulnashörner.

Rund-um-die-Uhr Bewachung durch Ranger und Hunde

Von der Gründung 1980 bis 2011 gab es keine Wilderei-Vorfälle in Ol Jogi. Doch die immer weiter ansteigende Nachfrage nach Nashorn-Hörnern ist leider auch an Ol Jogi nicht vorüber gegangen. Trotz der Tag- und Nacht-Bewachung durch die Ranger kommt es leider auch hier mittlerweile zu vereinzelten Wilderei-Vorfällen. Um erfolgreich gegen Wilderer vorzugehen sowie um möglichst sicher arbeiten zu können, erhalten die Ranger in Oli Jogi Equipment und ein jährliches Training, inklusive militärischer Taktik, Erste Hilfe und anderer Techniken. Eine Besonderheit ist seit 1989 das Spürhunde-Team. Die Hunde begleiten die Ranger auf ihrer täglichen Arbeiten und helfen dabei die Wilderer aufzuspüren. Ol Jogi arbeitet zudem mit der lokalen Bevölkerung sowie mit den Behörden zusammen, um Wilderer und Händler zu identifizieren. Zu den Aufgaben der Ranger gehört außerdem das Monitoring (d.h. die Überwachung und Beobachtung) der dortigen Nashorn-Population. Es gibt ein Nashorn-Gehege, um verletzte oder verwaiste Nashorn-Kälber mit der Hand aufzuziehen, sowie eine moderne Tierklinik.

Nachhaltiger Nashorn-Schutz durch Vielseitigkeit

Durch das Ol Jogi Conservacy erhalten insgesamt über 300 Menschen eine Arbeit, sie alle leben mit ihren Familien im Schutzgebiet. Zudem hat Ol Jogi eine eigene Grundschule, die sichert dass alle Kinder eine Schulbildung erhalten. Zudem gibt es ein "Environmental Conservation Education Programm", dass sich an die lokale Bevölkerung im Umkreis richtet. 2013 wurde entschieden das luxuriöse Anwesen “Ol Jogi Home“ für Touristen zu öffnen, die hier die Vielfalt der Tierarten erleben können. Zusätzlich zu den Wildtieren dürfen auch etwa 2500 Rinder das Gebiet zum Grasen nutzen. Durch diese Bereitstellung ist insgesamt genügend Fläche vorhanden, sodass sich auch das umgebende Land immer wieder erholen kann. Über 150 Familien können mit der Hilfe durch Ol Jogi eigene Tiere halten und gleichzeitig konfliktlos mit den Wildtieren leben. Dies alles dient der Schaffung einer stabilen Umgebung für die Nashorn-Population. Ein solch großes Gebiet zu erhalten und mit Rangern zu beschützen sowie die lokale Bevölkerung mit einzubeziehen, kostet Geld. Durch die Kombination von Schutzgebiet, Tourismus, Bildung sowie Nutztierhaltung kann der Schutz der Nashörner nachhaltig gelingen.

Jahresbericht 2019

Für den mittlerweile fünften Zoo-Run wurde auch in 2019 wieder ein Charity-Partner ausgewählt: die Organisation Save the Rhino. Somit liefen über 1200 Teilnehmer für den Schutz der Nashörner. Insgesamt 4.846 €, die durch die Startgelder sowie zusätzliche Spenden der Läufergemeinschaft zusammenkamen, konnten dem Projekt Ol Jogi in Kenia zugutekommen. Das Geld wurde im Schutzgebiet Ol Jogi vor allem für wichtige Anschaffungen für die Tierarztpraxis genutzt. In der Praxis werden Nashörner behandelt, die durch Wilderer verletzt wurden, oder Jungtiere aufgezogen, die ihre Mutter verloren haben. Dieses Schutzgebiet ist eine der bedeutendsten Hochburgen für Östliche Spitzmaulnashörner und es konnten aufgrund der anwachsenden Population bereits viele Nashörner in andere Gebiete Kenias umgesiedelt werden.

Stiftung Artenschutz: Zoos gemeinsam für den Artenschutz

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Foto: Mark Dumont
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Foto: Arturo Munoz

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Stiftung Artenschutz  Jetzt mit dem Artenschutz-Euro direkt unterstützen 

Die Stiftung Artenschutz ist eine Gemeinschaftsinitiative von Zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen. Seit vielen Jahren ist der Erlebnis-Zoo Hannover einer der vielen Zoo-Partner.

Seit 2018 arbeitet die Stiftung Artenschutz sehr eng mit dem Verband der Zoologischen Gärten zusammen. Ebenfalls in 2018 hat der Erlebnis-Zoo beschlossen die Stiftung bei ihrer Arbeit auch mit finanziellen Mitteln tatkräftig zu unterstützen und sie ebenfalls zu einem seiner großen Artenschutzprojekte zu machen.

Für Tierarten ohne große Lobby

Erklärtes Ziel der Stiftung ist der Erhalt existenziell gefährdeter Tierarten, für die es bislang keine ausreichende Unterstützung gibt, sowie der Schutz ihrer ursprünglichen Lebensräume in internationalen und nationalen Projekten. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt damit im In-situ-Schutz von Arten und deren Lebensräumen.

Die Projekte der Stiftung Artenschutz...

  • haben klar das Ziel die Individuenzahl einer bedrohten Tierart/-gruppe unmittelbar zu stabilisieren oder zu erhöhen.
  • betreffen Arten/Gruppen, deren Überleben direkt an die Arbeit der Zoos gebunden ist.
  • fördern Tierarten, die sich als Schirmart eignen und durch deren Schutz nachweislich die Lebensräume und/oder andere Arten profitieren.
  • beinhalten ein langfristiges Engagement.

Die aktuell (Stand: März 2020) unterstützten Projekte kümmern sich um die folgenden Tierarten: Gelbwangen-Schopfgibbon, Goldkopflangur, Titicaca-Riesenfrosch, Blauaugenibis und Lear-Ara sowie verschiedene Arten im Rahmen des Amphibien-Fonds.

Kooperationen und Mitgliedschaften

Hannover summt! e.V.: Biene

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Informieren Sie sich:

Hannover summt! e.V. 

Ebenso wichtig wie der Schutz von Elefant, Eisbär und Co. ist der Schutz unserer heimischen Tierwelt. Nicht nur Tierarten im tropischen Regenwald oder in der Arktis sind gefährdet. Auch hier in Deutschland, direkt vor unserer Haustür, ist der Schutz der Biodiversität ein wichtiges Thema.

Bienenfreundlich gärtnern

Hannover summt! e.V. engagiert sich für den Schutz und den Erhalt von Lebensräumen der Honig- und Wildbienen in der Stadt und der Region Hannover. Nicht nur als Honiglieferant - auch im Ökosystem spielt die Biene eine unverzichtbare Rolle: Sie bestäubt viele Pflanzen, die dadurch erst Samen und Früchte tragen. Einen wichtigen Platz nehmen hierbei auch die Wildbienen ein, von denen rund 560 Arten in Deutschland leben.

Es gibt viele Möglichkeiten, den eigenen Garten oder Balkon als Lebensraum für Bienen einzurichten, sodass er ausreichend Nahrung für die Bienen bietet. Hier sind vor allem heimische Blütenpflanzen, die reich an Nektar und Pollen sind, gefragt. Weitere Informationen zum bienenfreundlichen Gärtnern finden Sie auf der Homepage von Hannover summt! e.V.

Wie beteiligt sich der Erlebnis-Zoo?

Seit 2017 stehen direkt vor der Zooschule zwei dunkelrote Bienenkästen. Die ein- und ausfliegenden Bienen können zwischen Frühling und Herbst beobachtet werden, zu dieser Zeit ist auch der Imker regelmäßig vor Ort. Gemeinsam mit Hannover summt! e.V. möchte der Erlebnis-Zoo für den Artenschutz werben und die ökologischen Zusammenhänge erläutern. An verschiedenen Aktionstagen sind die Ehrenamtlichen von Hannover summt! e.V. im Zoo zu Gast um unsere Besucher zu informieren. In einem Bienen-Schaukasten kann dann die Bienenkönigin entdeckt werden, der Imker gibts Tipps zum bienenfreundlichen Gärtnern und für die kleinen Besucher gibt es ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm.

Jahresbericht 2019

Bei zwei Bienenvölkern kann der Imker von Hannover summt! e.V. natürlich auch eine Menge Zoo-Honig ernten, welcher dann in unserem Shop im Eingangsbereich erworben werden kann. Im vergangenen Jahr hat die Frühtrachternte der beiden Völker über 40 Kilogramm ergeben!

Unser Imker Jan Gronwald war in den letzten Jahren ganz begeistert von dem besonderen Geschmack unseres Sommerhonigs. Dieser ist mit der angrenzenden Eilenriede zu erklären, in dem unsere Bienen ebenfalls Pollen und Nektar suchen. Um in 2019 noch mehr Sommerhonig ernten zu können, stellte der Imker hinter den Kulissen zeitweise noch weitere Bienenvölker auf um eine größere Ernte zu erzielen - mit Erfolg! Insgesamt haben wir fast 90 Kilogramm Sommerhonig erhalten.

Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.: Haustiere auf Meyers Hof

Viele wildlebende Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet; beispielsweise durch Zerstörung von Lebensräumen oder Wilderei. Aber auch zahlreiche vom Menschen über Generationen hinweg gehaltene und gezüchtete Nutz- und Haustierrassen sind in ihren Beständen bedroht – auch in Deutschland!

Das klingt zunächst unlogisch, denn schließlich sind Haustiere nicht auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen wie andere bedrohte Tierarten. Sie können auf jedem Bauernhof gut leben. Der klassische Bauernhof muss aber immer häufiger modernen landwirtschaftlichen Industriebetrieben weichen. Leistungswettbewerb und Preiskampf verlangen mehr und mehr die Haltung hochspezialisierter Nutztierrassen. Manche liefern große Mengen Fleisch, sind also ungeheuer massig gebaut, andere wiederum haben riesige Euter und geben große Mengen Milch. Die moderne Leistungszucht birgt die Gefahr in Sackgassen zu enden, da die vielfältigen Eigenschaften alter Rassen zunehmends verloren gehen.

Früher waren Haustiere als landwirtschaftliche Allrounder gefragt. Rinder waren Milchquelle und Zugtiere, gleichsam aber auch Fleisch- und Lederlieferant. Tiere waren zu wertvoll, um sie nur auf einem Wege zu nutzen. Die Vielfalt dieser alten Nutztierrassen beruht auf regionalen Gegebenheiten – Anpassung an bestimmte klimatische Bedingungen oder Art und Qualität der hiesigen Futterpflanzen. Die alten Nutztierrassen prägten ihre Verbreitungsgebiete über Generationen hinweg, sind bei den Bauern aus wirtschaftlichen Beweggründen heute aber kaum noch gefragt.

Vom Allroundtalent zum Hochleistungstier

Seit 1981 bemüht sich die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) um ein umfängliches Bestandmonitoring selten gewordener landwirtschaftlicher Nutztierrassen sowie um koordinierte Erhaltungsmaßnahmen. Die Aufgaben, denen sich die GEH stellt, sind vielfältig; sie reichen von einer breiten Öffentlichkeitsarbeit und der Förderung von Qualitätsprodukten gefährdetere Rassen, über das Führen von Zuchtbüchern, bis hin zur aktiven Rassenerhaltung durch die Organisation genetischer Reserven.

Die enge Zusammenarbeit mit Haltern alter Haustierrassen sowie Engagierten und Interessierten aus Bereichen der Landwirtschaft, Biologie und Tiermedizin spielt dabei ebenso eine tragende Rolle wie die stetige Kommunikation mit Zuchtorganisationen, Naturschutzverbänden und Behörden auf nationaler und internationaler Ebene.

Viel zu tun also, für eine private Vereinigung von Tierhaltern, Züchtern und Interessierten, denen besonders die vierbeinigen oder geflügelten Kulturgüter ihrer Heimat am Herzen liegen. "Mit jeder verlorenen Rasse geht auch ein wertvolles genetisches Potential verloren, ein unwiederbringlicher Verlust von Kulturgut, eine Verarmung des Landschaftsbildes."

Die Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen

Jedes Jahr veröffentlich die GEH eine Rote Liste, die über den Gefährdungsgrad landwirtschaftlicher Nutztierrassen in Deutschland informiert. Sie dient als Instrumentarium für die Koordination von Erhaltungsbemühungen für die in Deutschland (noch) existierenden alten Nutztierrassen.

Maßgeblicher Faktor zur Einstufung ist der aktuelle Tierbestand einer Rasse. Aber auch die Anzahl der Züchter, Bestandsentwicklung, Reinzuchtgrad, Nachzuchtrate und Generationsintervalle fließen in die Beurteilung der Rassengefährdung mit ein, ebenso aktuelle Informationen zur staatlichen Förderung. In diesem Zusammenhang bemüht sich die GEH, die Einstufung der unterschiedlichen Rassen so transparent wie möglich zu gestalten. Nur so kann jedermann nachvollziehen, wie bestimmte Rassen zur ihrer Gefährdungseinstufung gekommen sind, andere wiederum gar nicht auf der Roten Liste auftauchen. Am Ende eines detaillierten Einstufungsverfahrens werden die Rassen einer von fünf Kategorien zugeordnet:

I – extrem gefährdet
II – stark gefährdet
III – gefährdet
Vorwarnstufe
Rassen aus anderen Ländern

Wie beteiligt sich der Erlebnis-Zoo?

Der Zoo ist seit vielen Jahren Mitglied der GEH. An verschiedenen Aktionstagen sind Mitarbeiter der GEH mit Informationsständen bei uns.

Auf Meyers Hof werden verschiedene alte Haustierrassen gehalten: Exmoor-Pony, Altdeutsches schwarzbuntes Niederungsrind, Harzer Rotvieh, Thüringer Waldziege, Rauhwolliges pommersches Landschaf, Bentheimer Landschwein, Steinbacher Kampfgans, Deutsches Lachshuhn, Orpington- und Ramelsloher Huhn sowie Deutscher Sperber.

Kampagnen des Europäischen Zoo-Verbandes

2018/19: Silent Forest

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Die kürzlich beendete Artenschutz-Kampagne "Silent Forest" oder zu deutsch "Das Schweigen der Wälder" konzentrierte sich auf verschiedene Singvogelarten in Südostasien, die durch illegalen Handel bedroht sind. Auch wenn im Erlebnis-Zoo Hannover keine der fokussierten Arten leben, engagierte sich der Zoo mit verschiedenen Aktionen. Zu Beginn der Kampagne beteiligten wir uns mit Unterstützung unserer Besucher an einer Umfrage um mehr über die Artenkenntnis auch heimischer Singvögel zu erfahren, beim Late Zoo 2019 gab es einen tollen Informationsstand rund um Asiatische Singvögel und es wurden Ferngläser für ein Umweltbildungsprojekt in Indonesien gesammelt.

Zur Silent Forest-Kampagne 

2016/17: Let it grow

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Die 12. EAZA-Kampagne rückte einen ganz besonderen Lebensraum in den Fokus - nämlich den direkt vor unserer Haustür. Mit der Aufforderung "Let it grow" (dt. "Lass es wachsen") sollte auf die heimische Artenvielfalt aufmerksam gemacht werden. Der Erlebnis-Zoo Hannover hatte sich für diese Artenschutz-Kampagne gleich Zehntausendfache Verstärkung geholt! Zwei Bienenvölker machen seitdem auf die Bedeutung und zugleich die Bedürfnisse von Honig- und Wildbienen aufmerksam. Jeder Einzelne von uns kann etwas für den Schutz der heimischen Tierwelt tun - ein Insektenhotel oder bienenfreundliche Balkonpflanzen sind ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt.

Zur Let it grow-Kampagne 

2014/15: Pole to Pole

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Die 11. Artenschutzkampagne der EAZA ging im wahrsten Sinne des Wortes von Pol zu Pol und setzte den Fokus auf die Arktis und Antarktis. Diese Lebensräume sind vor allem durch den Klimawandel und das damit verbundene Abschmelzen der Polkappen gefährdet. Im Erlebnis-Zoo befinden sich in der Yukon Queen - also in Sichtweite zu unseren Eisbären - große Tafeln zur Pole To Pole-Kampagne des Europäischen Zooverbandes. Hier können sich unsere Besucher auch nach Kampagnen-Ende über den Klimawandel, die Tierarten der Polarregionen und diese besonderen Lebensräume informieren, gleichzeitig möchten wir zum Umdenken anregen - für den langfristigen Schutz und Erhalt von Arktis und Antarktis.

Zur Pole to Pole-Kampagne 
Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e.V.

AZ - Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e.V.

Die AZ ist eine Vereinigung von deutschen Vogelzüchtern mit dem Ziel durch Haltung und Zucht zur Arterhaltung von nicht-domestizierten Vögeln beizutragen.

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Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.

DGHT - Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.

Die DGHT befasst sich mit den Themenbereichen Zucht, Haltung und Pflege von Terrarientieren, Wissenschaft und Forschung sowie Natur- und Artenschutz.

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World Wide Fund for Nature Deutschland

WWF Deutschland

Mit dem WWF-Artenschutzkoffer möchte der WWF jungen Menschen die biologische Vielfalt besser verständlich und erlebbar machen und sie für die Problematik des Handels mit bedrohten Arten sensibilisieren.

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Zoofreunde Hannover e.V.

Zoofreunde Hannover e.V.

Der 1967 gegründete Förderverein ergänzt die "naturkundliche und volksbildende Wirksamkeit des Zoos" und widmet sich zudem dem Tier- und Naturschutz in aller Welt. Seinen Mitgliedern bietet der Verein u.a. Vortragsabende, Zooführungen, Zeitschriften und Zoo-Reisen.

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Zootier des Jahres

Zootier des Jahres

Jedes Jahr steht ein anderes stark bedrohtes Tier im Fokus. Nach Leopard, Kakadu und Scharnierschildkröte steht 2019 der Gibbon im Fokus. Der Erlebnis-Zoo Hannover unterstützt die Aktion gemeinsam mit den Zoofreunden Hannover e.V.

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