Steinbacher Kampfgans

Anser anser

Die Steinbacher Kampfgans wurde im 19. Jahrhundert in Thüringen in der Gegend von Steinbach - Hallenberg und Brotterode aus der Kreuzung von Land - und Höckergänsen erzüchtet. Die Rasse wurde 1932 anerkannt.

Steckbrief

Lebensraum
Bauernhof

Größe
bis 90 cm

Brutzeit
28 Tage

Nahrung
Gräser, Wurzeln, Blätter, Früchte, Samen und Körner

Gewicht
4,5 bis 6,5 kg

Lebenserwartung
bis 25 Jahre

Weidegans

Die Steinbacher Kampfgänse sind sehr pflegeleichte und robuste Tiere. Kälte, Regen und Sturm macht ihnen nicht viel aus und im Sommer ist Gras als Futter ausreichend. Im Winter werden meist Früchte zugefüttert, wie beispielsweise Äpfel. Sie sind ausgezeichnete Weidegänse für die extensive Haltung.

Gar nicht so böse ...

Steinbacher Kampfgänse sind mittelgrosse und elegante Tiere. Die schwarze Gebissleiste verleiht den Tieren ein etwas bösartiges Aussehen. Trotz ihres Namens können Sie recht zutraulich werden. Wie die meisten Hausgansrassen kann die Steinbacher Kampfgans nicht fliegen.

 

 

"Kampfgans"

Der Name "Kampfgans" entstand, da die Gänse früher für Ganterkämpfe verwendet wurden. Heutzutage ist dies in Deutschland durch das Tierschutzgesetz verboten. In anderen Ländern hingegen kann man dieses traurige Spiel leider noch öfters beobachten.

Gänserassen

Die Stammform der meisten europäischen Hausgänse ist die Graugans (Anser anser) und seltener die asiatische Schwanengans (Anser cygnoid). Es werden über 100 verschiedene Gänserassen unterschieden. Die Einteilung wird u.a. nach der Größe, dem Lege- und Brutverhalten eingeteilt. Die Steinbacher Kampfgans hat in der Regel zwei Gelege mit jeweils bis zu 15 Eiern.

 

Züchtung der Kampfgänse

Bei der Zucht der Steinbacher Kampfgans wird vor allem ein Hauptaugenmerk auf eine ausgeprägte schwarze Gebissleiste gelegt. Dazu wird darauf geachtet, dass der Hals nicht zu dünn ist, der aufrecht getragen wird. Man spricht vom einem "Spazierstockhals". Der Körper der Steinbacher Kampfgänse soll kräftig und die  Schultern breit sein.