Bennett-Känguru

Macropus rufogriseus

Die Anlage der Bennett-Kängurus ist für unsere Besucher begehbar!  Weitere Känguru-Arten die im Erlebnis-Zoo Hannover leben sind die Roten Riesenkängurus und die Sumpfwallabies.

Steckbrief

Lebensraum
Wälder und Gebüsch Australiens

Größe
75 cm hoch

Tragzeit
30 Tage, mit 280 Tagen zu groß für den Beutel

Nahrung
Gräser, Kräuter

Gewicht
bis zu 26 kg

Lebenserwartung
bis 15 Jahre in menschlicher Obhut

Praktische Tasche

Nur weibliche Kängurus besitzen einen Beutel. In diesem wird das Jungtier bei Bennett Kängurus 9 Monate ausgetragen. Dort ist es nicht nur geschützt und immer bei seiner Mutter dabei, sondern hat auch eine Zitze und wird gesäugt. Den wohlig warmen Beutel verlässt es mit fortschreitendem Alter immer öfter und mit 14-17 Monaten heißt es dann entgültig: ausziehen. Die Mutter entwöhnt das Kleine und es muss nun auf eigenen Beinen 'hüpfen'.

Bachelorette

Ob ein Weibchen paarungsbereit ist, erahnen die männlichen Wallabys anhand des Geruches. Wenn dies zutrifft, sameln sich teilweise bis zu 7 Männchen bei dem Weibchen und verfolgen sie. Wo sie auch hingeht zieht sie eine Traube aus Wallabys hinter sich her. Meist ist ein dominantes Männchen vor Ort, verteidigt sie und beansprucht sie für sich. Nach 16-29 Tagen wird ein kleiner Embryo geboren und kriecht in den Beutel.

Macropo-was?

Der wissenschaftliche Name der Familie der Kängurus ist Macropodidae. Dies hört sich erstmal kompliziert an, hat aber eine naheliegende deutsche Bedeutung. 'Macros' ist griechisch für groß und 'podos' ist griechisch für Fuß. Somit heißen die Kängururs einfach nur 'Großfüße' und warum dieser Name von den Wissenschaftlern gewählt wurde, ist jedem auf den ersten Blick klar.

Kängurus in Europa

Das Bennett-Känguru ist „winterhart“, selbst leichte Minusgrade sind kein Problem.  Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mal wieder Tiere in Europa ausgesetzt wurden oder aus Haltungen entwichen und sich kleinere Populationen auch bei mitteleuropäischen Temperaturen halten konnten und teilweise recht erfolgreich vermehrten. So gibt es in England, Schottland und Mecklenburg-Vorpommern einige freilebende Kängurus.

Känguru? Wallaby?

In Australien heißen übrigens nur die Riesenkänguru-Arten "Kangaroo", alle mittelgroßen und kleinen Bodenkängurus heißen "Wallaby". Das kleine, friedliche Bennett-Känguru ist graubraun und hat rotes Fell im Nacken und an den Schultern. Daher wird es auch Rotnackenwallaby genannt. Charakteristisch ist der weiße Strich von der Nase bis zu den Augen.