Degu

Octodon degus

Die auch als Haustier beliebten Degus gehören zu den Nagetieren. Dies fällt sofort auf, wenn man die kleinen Tiere nur für einen kurzen Moment beobachtet.  Nichts vor ihren Zähnen sicher ist.

Ursprünglich kommen Degus aus Chile, wo sie auf einer Höhe von bis zu 2000 m in Halbwüsten vorkommen.

Steckbrief

Lebensraum
Halbwüsten

Größe
17 bis 21 cm

 

Tragzeit
90 Tage

Nahrung
Gräser, Samen, Früchte, Wurzeln und Äste

Gewicht
200 bis 300 g

Lebenserwartung
bis 8 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde
Greifvögel, Füchse und Schlangen

 

 

Wo im Zoo? Tropenhaus

Zusammen ist man stärker

Degus sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen von zwei bis fünf ausgewachsenen Weibchen mit ihren Jungen. Dazu kommen noch ein odere mehrere Männchen. Alle Weibchen der Gruppe helfen bei der Aufzucht des Nachwuchs. Die Wurfgröße variiert von vier bis sechs Jungen in freier Wildbahn und ein bis zwölf in Zoo -oder Privathaltung.

Erfahrene Buddler

Als Zuhause für die Degus dient ein kompliziertes unterirdisches Tunnelsystem, welches bis zu einem halben Meter unter der Erde liegen kann. Natürlich wird alles von den Degus selber gebuddelt. Alle Angehörigen einer Gruppe verwenden den gleichen unterirdischen Bau und auch den gleichen Nistplatz. Zusätzlich wird Futter unterirdisch im Tunnelsystem gelagert, um für den Winter vorzusorgen.

Selbstständige Jungen

Die Jungen der Degus sind schon von klein an sehr selbstständig und weit entwickelt. Sie werden mit Fell und offenen Augen geboren und können bereits nach sechs bis zehn Tagen feste Nahrung zu sich nehmen. Schon nach vier bis fünf Wochen werden die kleinen Degus von ihrer Mutter und ihren Pflegetanten entwöhnt.

Vorsicht bei der Haltung

Degus sind anspruchsvolle Haustiere und nicht für Kinder geeignet. Bei der Fütterung müssen viele Sachen beachtet werden. Unter anderem neigen Degus nämlich zu Diabetes und dürfen deshalb keine Früchte zu Fressen bekommen. Ganz oben auf dem Speiseplan stehen somit Gräser, Kräuter und Samen. Auch muss immer bestimmter Sand vorhanden sein, mit welchem sich die Degus ihr Fell pflegen. Wird jedoch falscher Sand, wie beispielsweise Vogelsand verwendet, kann das Fell stumpf und matt werden. Wird der Degu tiergerecht gehalten, ist er ein interessantes Haustier, welches man stundenlang beobachten kann.

Richtige Quasselstrippen

Degus sind sehr kommunikativ und haben ein großes Repertoire an verschiedenen Lauten. Sie können sowohl ein hohes Pfeifen von sich geben, als auch ein bedrohliches Knurren. Auch Trällern, Zwitschern und Gurgeln sind Laute, welche man zuweilen von den Nagern hören kann. Fühlt sich ein Degu unsicher oder wütend, knirscht er mit seines Zähnen. Sie können so ganz gezielt miteinander kommunizieren und eine funktionierende Gruppendynamik aufbauen.