Eiderente

Somateria mollissima

Die Eiderente gehört mit ihren 60 cm zu den Großenten. Das Männchen fällt durch sein schwarz-weißes Gefieder auf, das Weibchen hingegen ist unauffällig braun getarnt.

Vielleicht haben Sie auch schon einmal von den Eiderdaunen gehört? Was es damit auf sich hat, können Sie unten lesen.

Steckbrief

Lebensraum
Gesamtes nördliches Polargebiet

Größe
60 cm

Brutzeit
25 Tage

Nahrung
Muscheln, Fische, Schnecken und Krebstiere

Gewicht
2 bis 2,2 kg

Lebenserwartung
15 Jahre

Feinde
Greifvögel, Füchse, Schnee-Eule, Uhu und Möwen

 

 

Im Zoo vergesellschaftet mit Brillenpinguin

Kuschlig warm

Damit es die Küken gemütlich haben, kleidet das Weibchen ihr Nest mit ihren Brustdaunen aus. Nicht nur bei den Küken sind diese Daunen beliebt, sondern auch bei uns Menschen. Damit die Küken aber noch ein gepolstertes Nest behalten, werden die Daunen von sog. Daunensammlern in Island erst eingesammelt, nachdem der Nachwuchs das Nest verlassen hat. Außerdem wurde die Eiderente auf Island geschützt, sodass das Geschäft mit den Eiderdaunen noch viele Jahre fortgeführt werden kann.

 

Küken in Gefahr

Nachdem die Küken das Nest verlassen haben, werden sie von ihrer Mutter direkt ins kalte Nass geführt, um dort nach Fressen zu suchen. Doch nicht alle kommen dort an. Auf dem Weg vom Nest zum Meer lauern Greifvögel und andere Feinde. Beim Wasser angekommen schließen sich mehrere Weibchen mit ihren Küken zusammen und bringen ihnen das Suchen nach Futter bei. Auch noch nicht geschlechtsreife Weibchen helfen hierbei.

Ein Muschelgourmet

Die Eiderente ist eine Spezialistin im Muschelfressen. Um ihre leckere Beute zu ergattern, taucht sie bis zu 25 m tief, auch wenn dies sehr energieaufwändig ist. Eine leichtere Art ist es, die Muschel aus dem Wattboden zu locken, indem sie auf dem Boden trampelt. Nachdem nun endlich eine Muschel gefunden wurde, wird sie komplett verschluckt. Bei der Verdauung hilft ein Kaumagen, welcher die Schale der Muschel zerknackt. Die nicht verwertbaren Schalenteile werden dann ausgeschieden.

Eiderenten auch im Wattenmeer

Die Eiderente ist kein sehr ausgeprägter Zugvogel. In den meisten Fällen bleiben die überwundenen Strecken relativ gering. Ihre Hauptbrutgebiete hat die Eiderente auf Island mit 450.000 Paaren und an der Ostsee mit 600.000 Paaren. Doch auch im Niedersächsischen Wattenmeer ist diese schöne, große Entenart zu bewundern!

Das Balzverhalten

Der Erpel zeigt vollen Körpereinsatz, um ein Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Zunächst gibt er gurrende Laute von sich , welche man mehrere Meter weit hören kann. Außerdem legt er den Kopf in den Nacken oder schüttelt ihn. Ist ein Weibchen paarungsbereit, deutet dieses es an, indem es sich flach aufs Wasser legt.