Fleckschnabelente

Anas poecilorhyncha

Wie es der Name der Fleckschnabelente schon andeutet, hat sie einen Fleck auf dem Schnabel. Dieser ist auffällig gelb. Es gibt drei Unterarten der Fleckschnabelente: die Indische Fleckschnabelente (A. p. poecilorhyncha), die Burmesische Fleckschnabelente (A. p. haringtoni) und die Chinesische Fleckschnabelente (A. p. zonorhyncha). Hier im Erlebnis-Zoo Hannover ist die Indische Fleckschnabelente vertreten.

Steckbrief

Lebensraum
Süd- und Ostasien

Größe
58 bis 63 cm

Brutzeit
26-28 Tage

Nahrung
Samen, Gras, Wasserpflanzen, Schnecken, Würmer und Wasserinsekten

Gewicht
750 g bis 1,5 kg

Lebenserwartung
ca. 20 Jahre

Feinde
Raubtiere

 

 

Wo im Zoo? Sambesi

Namensgebung

Es gibt insgesamt drei Unterarten der Fleckschnabelente, die sich lediglich in ihrem Gefieder leicht von einander unterscheiden. Charakteristisch für alle drei Unterarten ist der dunkle Schnabel, dessen Spitze gelb gefärbt ist. Außerdem fällt auf, dass diese Enten zwei leuchtend orange-rote Punkte am Schnabelansatz besitzen. Viele glauben nun schnell, dass die charakteristische gelbe Schnabelspitze dieser Enten für den Namen Fleckschnabelente gesorgt hat, doch das ist wahrscheinlich falsch. Der Name kommt von den beiden orangeroten Flecken am Schnabelansatz der Tiere. Allerdings fehlt dieses namensgebende Merkmal bei der chinesischen Unterart.

Unbeliebter Gast

Fleckschnabelenten leben eigentlich in Asien und sind dort sehr weit verbreitet und auch zahlreich. Manche Populationen sind Zugvögel und überwintern in wärmeren Regionen. Bis nach Deutschland fliegen sie aber nicht. Dennoch wurden im Jahre 2005 3-4 Brutpaare in Deutschland entdeckt. Diese Tiere stammen von Zuchttieren ab, die aus einer Privathaltung entflogen sind. Nach §40 des Bundesnaturschutzgesetzes wird die Art jedoch als invasiv eingestuft, was bedeutet, dass sie die Populationen heimische Arten gefährden.

Wo im Zoo?

Um die indische Fleckschnabelente bei einem Besuch im Erlebnis-Zoo zu entdecken, sollte man die Augen offen halten. Ganz besonders rund um den Sambesi, denn dort lebt die Fleckschnabelente. Hier macht sie auch gerne mal eine Ausnahme und teilt sich das Habitat mit Stockenten, die normalerweise ein anderes Habitat besiedeln. Im Gegensatz zu den Stockenten, die sich hier selbstständig auf dem Sambesi niedergelassen haben, ist die indische Fleckschnabelente ein richtiges Zootier.

Das Habitat

Zu finden sind die Fleckschnabelenten in Gewässern, welche eine hervorragende Unterwasservegetation aufwiesen. Hier gibt es am meisten zu Fressen. Bei den Gewässern handelt es sich meistens um Seen oder Sümpfe. In Flüssen leben die Fleckschnabelenten eher nicht. Das Wasser ist meistens Süßwasser. Nur manchmal ist die Chinesische Fleckschnabelente auch in Küstengebieten zu finden. Generell findet man Fleckschnabelenten fast nie in Gebieten, in denen auch die bekannte Stockente lebt, da sie vermutlich andere Ansprüche an ihr Habitat stellt. In Japan ist sie häufig in Reisfeldern zu sehen und ist dort die einzige Entenart, die sogar in Reisfeldern brütet.

Das Verhalten

Fleckschnabelenten leben, so wie die bekannten Stockenten, in kleinen, lockeren Familienverbänden. Gegen Ende des Jahres beginnt dann die Brutzeit bei den Enten. Gebrütet wird entweder in Paaren oder auch in kleinen Gruppen, wobei aber hauptsächlich die Weibchen das Brüten übernehmen. Das Nest wird versteckt am Ufer oder in Bäumen errichtet. Als Material zum Nestbau werden Gräser und andere Pflanzenteile verwendet und als Polster werden noch einige Federn hinzugefügt. Das Weibchen kann acht bis vierzehn Eier legen. Über die Jungaufzucht weiß man bei diesen Tieren heute noch nicht viel.