Hausmeerschweinchen

Cavia porcellus forma domestica

Die kleinen Nager stammen aus Südamerika und wurden dort vor etwa 3000 Jahren domestiziert. Meerschweinchen verständigen sich akustisch mit lautem und leisem Piepsen und Fiepen.

Steckbrief

Lebensraum
Süd-Amerika

Größe
25 bis 35 cm lang

Tragzeit
65 bis 74 Tage

Nahrung
Gras, Heu, Mohrrüben, Samen, Wurzeln, Äpfel, Laub, Haferflocken

Gewicht                                                          0,6 bis 1,1 kg

Lebenserwartung
10 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde                                                                Mader, Füchse, (Wild-)Katzen, Greifvögel, Wölfe und Schlangen

Wo im Zoo? Vor dem Eingang in "Neuschweinstein"

Nagetiere

Meerschweinchen gehören zu den Nagetieren, nicht jedoch ihre oft falsch vermuteten Vetter die Hasen und Kaninchen. Bei Hasenartigen wachsen die Zähne auch wie bei Nagetieren ihr Leben lang nach. Es gibt aber noch zusätzliche Zähne hinter den Schneidezähnen: die so genannten Stiftzähne. Hasen sind streng genommen keine Nagetiere und bilden mit vielen weiteren Arten die Hasenartigen. Da Meerschweinchen diese Stiftzähne nicht haben, zählen sie mit zu den Nagetieren, wie auch unsere Präriehunde, Wasserschweine und Maras hier im Zoo.

Hält jeder Kuschelattacke stand

Der Unterschied zwischen Wild- und Haus-Meerschweinchen ist nicht sehr groß. Haus-Meerschweinchen sind etwas dicker, langsamer und gedrungener als ihre wilden Kollegen. Das liegt daran, dass die kleinen Nager in Südamerika, ähnlich wie die Hauskaninchen in Europa, zunächst nicht als Schmusetiere, sondern als delikate Nahrung gezüchtet wurden. Auch charakterlich passen sich Haus-Meerschweinchen an ein Leben mit uns Zweibeinern an. Sie sind weniger schreckhaft und stressanfällig als Wild-Meerschweinchen.

Flummiball mit Fell

Wenn Meerschweinchenjunge geboren werden, sind sie schon sehr weit entwickelt. Sie sind bereits vollständig behaart, haben geöffnete Augen und Ohren und tragen ihr zweites, bleibendes Gebiss. Die Milchzähne haben sie bereits im Mutterleib verloren. Wie alle Tierkinder spielen kleine Meerschweinchen sehr gern und leben ihren Bewegungsdrang stärker aus als die Erwachsenen. Besonders beliebt ist das Hopsen. Es kann vorkommen, dass ein junges Meerschweinchen hundert Mal in einer Minute hopst. Da kommt auch das aktivste Menschenkind nicht mit.

Starke Beißer

Ihre Zähne wachsen ein Leben lang nach. Das benötigen Meerschweinchen auch, da ihre natürliche Nahrung größtenteils hart und rau ist. Somit nutzen sich die Zähne stark ab und würden ohne Nachwachsen schon bald nicht mehr vorhanden sein. Aber zum Glück ist das nicht so und Meerschweinchen können nach belieben alles mögliche an Körnern und Heu knuspern.

Ich glaub mein Schwein pfeift

Meerschweinchen verständigen sich vor allem akustisch. Sie können ein leises, wohliges Piepsen von sich geben oder beruhigend purren.
Ihr Schimpfen klingt wie ein Knattern, und wenn sie große Angst haben, quietschen sie ganz laut. Bei Gefahr werden alle anderen laut rufend gewarnt und verstecken sich hastig in ihren Häuschen.

Gefährdungsstatus

Meerschweinchen (Cavia porcellus form. domestica) sind bisher nicht in der Roten Liste der IUCN erfasst.

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