Streifenskunk

Mephitis mephitis

Streifenskunks zählen zu den Skunks, welche oft auch Stinktiere genannt werden. Ihr Markenzeichen ist das Sekret, welches sie bei Gefahr versprühen. Sie sind in großen Teilen Nordamerikas zu finden und leben dort als Einzelgänger in bevorzugt gestrüppreichen, verwachsenen Gebieten oder Schluchten und Canyons.

Steckbrief

Lebensraum
Misch- und Laubwälder, Grasland und Steppen

Größe
Körper: 20 bis 40 cm

Schwanz: 15 bis 47 cm

Tragzeit
59 bis 77 Tage

Nahrung
Allesfresser

Gewicht
1 bis 4 kg

Lebenserwartung
bis 14 Jahre

Feinde
Raubkatzen, Bären und Greifvögel

 

 

Wo im Zoo? Yukon Bay

Hungrig? Immer der Nase nach

Wie auch der Waschbären, ist der Streifenskunk ebenfalls ein Allesfresser und erfreut sich an allem, was er unter die Krallen bekommt. Auf der Nahrungssuche laufen Skunks langsam umher und prüfen den Boden mit der schnüffelnden Nase ab. Hat er Nahrung gefunden gräbt er diese mit seinen langen Krallen aus und verzehrt sie sofort. Vorwiegend erbeutet er Insekten und Würmer, aber auch kleine Säugetiere (u.a. Mäuse) werden gerne gefressen. Sogar Fische und Krebse "angelt" sich der Skunk mit einer Vorderpfote aus dem Wasser. Aber auch verschiedene Pflanzen und Knollen stehen auf dem variablen Speiseplan. Da er unter anderem auch in Gärten schädliche Insekten auffrisst, ist er teilweise sehr beliebt bei Gärtnern.

Wer nicht flieht, wird besprüht

Stinktiere sind aufgrund ihres übelriechenden Sekrets, welches sie zielgenau versprühen können, sehr bekannt und verdanken diesem auch ihren Namen. Sobald sich ein Streifenskunk bedroht fühlt, versprüht er jedoch nicht direkt sein Sekret. Als Erstes versucht der Skunk zu fliehen. Ist dies nicht möglich, versucht er erstmal dem Angreifer zu Drohen, indem er mit den Füßen auf den Boden stampf, seine Zähne fletscht und sein Schwanz aufstellt. Erst wenn dies alles nichts hilft, verwendet das Stinktier sein Sekret, welches aus Duftdrüsen bis zu 4-6 m versprüht wird. Bereits die Jungen können innerhalb deren ersten Woche das Sekret versprühen, auch wenn dies zunächst eher ein Gas und keine Flüssigkeit ist.

Vom Pelz- zum Haustier

Streifenskunks hatten im 20. Jahrhundert eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung in der  Pelzindustrie vor allem in Nordamerika. Die Nachfrage sank jedoch in den 1950/60er Jahren, als Langhaarpelze aus der Mode kamen. Skunks können auch recht zahm werden und machen bei tiergerechter Haltung und richtigen Umgang nur selten von ihren Stinkdrüsen Gebrauch. Daher werden sie immer öfter als Heimtier gehalten. Allerdings werden bei den als Heimtier gehaltenen Skunks sehr oft die Stinkdrüsen im Alter von 3-4 Wochen operativ entfernt, was aber in den meisten europäischen Ländern auf der Grundlage von Artikel 10 des Europäisches Übereinkommens zum Schutz von Heimtieren verboten ist!

Hart im Nehmen

Stinktiere kennen so gut wie keine Feinde. Selbst Schlangengift kann ihnen nicht viel anhaben. Erst die zehnfache Dosis von dem, was bei anderen Tieren zum Tod führt, zwingt Stinktiere in die Knie. Aber vor einem Tier müssen sich Stinktiere sehr wohl in Acht nehmen – nämlich vor dem amerikanischen Uhu! Er riecht schlecht und somit ist die Stinkattacke bei diesen Greifvogel völlig wirkungslos. 

Alles stabil!

Durch die Anpassungsfähigkeit der Streifenskunks an viele Lebensräume und das Fehlen von Fressfeinden ist die Population sehr stabil. In den letzten Jahren ist sie sogar kontinuierlich angestiegen. Daher ist der Streifenskunk auch nicht gefährdet (IUCN: 2020). Nur Krankheitsausbrüche sorgen für einen natürlichen und kurzfristigen Rückgang der Gesamtpopulation.