Wellensittich

Melopsittacus undulatus

Der Wellensittich gehört zu den Papageien und genauer zu den Plattschweifsittichen, genau wie der Prachtrosella und der Singsittich. Ebenso wie seine beiden Verwandten wird der Wellensittich auch oft als Haustier gehalten, ist deshalb auch weitgehend überall bekannt. Hierbei sollten aber sehr genaue Richtlinien beachtet werden, um dem Tier ein artgerechtes Zuhause zu geben.

Genaueres über die Haltung von Papageinen finden sie auf der Internetseite der BMEL.

Steckbrief

Lebensraum
Australien

Größe
18 cm

Brutzeit
18 Tage

Nahrung
Sämereien, Kräuter, Gräser, Obst

Gewicht
26 bis 29 g

Lebenserwartung
bis 15 Jahre in menschlicher Obhut

Ursprung des Namens

Übersetzt man den wissenschaftlichen Namen "Melopsittacus undulatus" wortwörtlich, so bedeutet es "gewellter Singpapagei". Der Name wurde dem Vogel 1805 von einem Zoologen namens Gould gegeben. Gould entschied sich für diesen Namen, da die Zeichnung auf dem Gefieder wellenförmig ist. Herr Gould hat auch den Singsittich benannt. Von der Übersetzung des wissenschaftlichen Namens schloss man dann auf den deutschen Namen "Wellensittich". Außerdem war Gould sehr begeistert von den kleinen Vögeln und brachte sie somit 1840 das erste Mal mit nach Europa. Anfangs wurden sie nur in kleinen Käfigen gehalten mit viel zu wenig Ausflug. Dies hat sich zum Glück mittlerweile geändert.

Alles dreht sich ums Futter

Seine Nahrung nimmt der Wellensittich fast immer am Boden sitzend auf. Je nachdem in welchem Teil Australiens sie vorkommen, ernähren sie sich von unterschiedlichen Pflanzen. Auch hängt dies sowie die Menge des Futters natürlich von der Jahreszeit ab. Die Temperatur spielt bei der Art der Ernährung ebenso eine Rolle. Allgemein kann man aber sagen, dass der Wellensittich, wie auch seine Verwandten innerhalb der Plattschweifsittiche, nicht sehr wählerisch ist und viele verschiedene Pflanzenarten bzw. deren Samen frisst. In der Zoo- und Privathaltung bekommen Wellensittichen als Grundfutter Körner und zur Abwechslung auch mal Obst, Gemüse und Kräuter.

Verhalten

Ist ein Wellensittich zufrieden, zwitschert und mümmelt er leise vor sich hin, hat seinen Kopf und seinen Schnabel in das Nackengefieder gesteckt und steht manchmal sogar auf nur einem Bein. Außerdem ist zu Beobachten, dass die Pupillen der Wellensittiche ganz klein werden, wenn sie zufrieden oder am Balzen sind. Ist ein Wellensittich hingegen gestresst, verängstigt oder gar agressiv, hört man dies auch eindeutig an seinen Lauten. Er fächert dann zusätzlich seinen Schwanz auf und Panikflattern ist zu beobachten. In solch einem Fall sollte man umgehend überprüfen, was dem Vogel Angst macht oder warum er sich so verhält.

Nachwuchs

Die Brutzeit der Wellensittiche beginnt normalerweise Mitte bis Ende des Jahres, je nachdem, welches Gebiet Australiens man betrachtet. Diese Monate werden aber nicht immer eingehalten. Es kommt auch öfters vor, dass außerhalb dieser Zeitspanne gebrütet wird, wenn es sich so ergibt und die Umweltbedingungen gut sind. Sie legen vier bis sechs Eier, manchmal sogar bis zu acht, welche 18 Tage gebrütet werden. Nach 30 Tagen verlassen die Jungvögel ihr Nest.

Abhängig vom Regen

Da die Wellensittiche in ihrer Heimat Australiens natürlich von Pflanzen als Grundlage ihrer Nahrung abhängig sind, kommt es häufiger vor, dass die Schwärme umziehen. Fällt nämlich nicht genügend Regen und eine Dürre bahnt sich an, ziehen die Vögel weiter, in ein Gebiet mit mehr Futtermöglichkeiten. Erst, wenn es der Regen wieder zulässt, besiedeln sie wieder alte Gebiete.