Sind Zoos noch zeitgemäß?

Laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) wurden im Jahr 2017 insgesamt 25.821 Tierarten als gefährdet eingestuft. Zoos in aller Welt haben sich den Erhalt möglichst vieler Tierarten zur Aufgabe gemacht - sie bringen den Menschen Wildtiere nahe und sensibilisieren so für ihren Schutz und den Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume.

Wir brauchen Zoos heute mehr denn je!

Das Engagement der internationalen Zoogemeinschaft bewahrt viele Tierarten vor dem Aussterben. Weltweit führen die Zoos 1.440 Zuchtbücher und Zuchtprogramme für 850 Tierarten. Über 50 Tierarten sind - oder waren - in freier Wildbahn bereits ausgestorben, haben aber Dank der Zoos in Menschenobhut überlebt.

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Zoos berühren und begeistern

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Zoos sind oft die einzige Gelegenheit, Wildtiere direkt zu erleben. Das sind Begegnungen, die berühren und neugierig machen. Besucher beobachten Tiere, staunen über deren Besonderheiten und beginnen darüber nachzudenken, welchen Beitrag sie selbst zum Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume beitragen können.

Zoos forschen

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Zoos arbeiten eng mit Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Die Forschungsergebnisse verbessern nicht nur die Zootierhaltung, sondern auch das Verständnis für die Bedürfnisse von Wildtieren in Naturschutzgebieten, Nationalparks und der freilebenden Tiere.

Zoos bilden

Zoos vermitteln Wissen über biologische und ökologische Zusammenhänge. Im Jahr 2017 erlebten über 26.000 Schülerinnen und Schüler Biologieunterricht hautnah im Erlebnis-Zoo Hannover. Und auch beim "normalen" Zoobesuch bleiben informative Schilder, Führungen, kommentierte Fütterungen und Shows in Erinnerung.

Zoos schützen und erhalten

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Der Lebensraum vieler Tierarten ist immer stärker bedroht. Zoos engagieren sich, um bedrohte Tierarten durch weltweit koordinierte Zuchtprogramme zu erhalten und wenn möglich wieder auszuwildern. Außerdem unterstützen Zoos Artenschutzprojekte vor Ort.

Netzwerk Zoo

Deutschland-, europa- und weltweit arbeiten Zoos zusammen, um gemeinsam ihre Ziele im Artenschutz zu erreichen. Gleichzeitig stehen die verschiedenen Zooverbände für verschiedene Qualitätskriterien in Besucherservice, Bildung und Zootierhaltung. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist Mitglied im deutschen, europäischen sowie weltweiten Zoo-Verband und ist außerdem organisiert in den Bereichen der Tiermedizin und Zoopädagogik.

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VdZ (Verband der Zoologischen Gärten e.V.)

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Informieren Sie sich:

VdZ 

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) - bis 2014 Verband Deutscher Zoodirektoren - ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoos im deutschsprachigen Raum.

Bereits 1887 gegründet, gilt der VdZ als der weltweit älteste Zoo-Verband und gab auch den Anstoß zur Gründung des Welt-Zooverbandes. Mittlerweile gibt es über 70 Mitgliederzoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien (Teneriffa). Zu den Schwerpunkten des VdZ gehören die Vertretung der Mitgliederinteressen, die Kommunikation und Kooperation mit Behörden, Politikern, Wissenschaftlern, Verbänden und den Medien. Weiterhin unterstützt der Verband Natur- und Artenschutzprojekte sowie Bildung und Forschung in Zoos.

VZP (Verband deutschsprachiger Zoopädagogen e.V.)

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Informieren Sie sich:

VZP 

Zoos ermöglichen wie kaum ein anderer Ort eine intensive Begegnung mit Wildtieren. Die Zoopädagogik begeistert für Natur und fördert das Wissen über biologische Vielfalt. Der Verband deutschsprachiger Zoopädagogen (VZP) dient dem Austausch und der Interessenvertretung der Zoopädagogen der deutschsprachigen Zoos.

Die Hauptaufgabe des Verbandes besteht in der Förderung der Umwelt-, Natur- und Artenschutzarbeit, der Pädagogik, der Wissenschaft sowie der Jugend- und Umweltbildung. Zu den Aufgaben des Verbands gehört auch die Darstellung der wichtigen Arbeit der Zoos, auch im Hinblick auf ungerechtfertigte Zookritik.

EAZA (European Association of Zoos and Aquaria)

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Der europäische Zoo- und Aquarienverband (European Association of Zoos and Aquaria) wurde 1992 gegründet. Die mehr als 300 Mitglieder in über 40 Ländern unterliegen höchsten Standards in Bezug auf die Pflege und Zucht der gehaltenen Tierarten. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist seit März 1993 Mitglied der EAZA, also von Anfang an dabei.
Seit dem Jahr 2000 widmet die EAZA regelmäßig einer besonders bedrohten Tierart, Tiergruppe oder einem bedrohten Lebensraum eine internationale Artenschutz-Kampagne. Auch der Erlebnis-Zoo nimmt mit eigenen Ausstellungen und Aktionen an diesen Kampagnen teil, um Besucher auf die Bedrohung aufmerksam zu machen, Schnittstellen zu unserem Alltagsleben aufzuzeigen und um sich in der Gemeinschaft für wichtige Artenschutzbelange einzusetzen.

Die Ziele und Aufgaben der EAZA sind sehr vielseitig:

  • Kooperation und Kommunikation der EAZA-Mitglieder
  • Etablierung und Koordination Europäischer Erhaltungszuchtprogramme (EEP), Zuchtbücher (ESB) und Monitoring-Programme für Zootierpopulationen
  • Erarbeitung von Richtlinien für die Haltung von Tieren in zoologischen Einrichtungen
  • Förderung des öffentlichen und politischen Bewusstseins für den Natur- und Artenschutz
  • Aufbau und Förderung zeitgemäßer Bildungsangebote für Besucher
  • Weiterbildung von Zoomitarbeitern
  • Förderung des Schutzes intakter Ökosysteme
  • Erhaltung der globalen Artenvielfalt
  • Wissenschaftliche Forschung

EAZWV (European Association of Zoo and Wildlife Veterinarians)

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Der Verband der europäischen Zoo- und Wildtierärzte EAZWV (European Association of Zoo and Wildlife Veterinarians) unterstützt und fördert die Kommunikation von tierärztlichen Erkenntnissen, die Weitergabe von Fähigkeiten und somit die Weiterentwicklung der Zootierärzte. Die Tierärzte des Erlebnis-Zoo Hannover nehmen an den regelmäßigen Tagungen teil, um erlangtes Wissen weiterzugeben, sich auszutauschen und von anderen Zoo- und Wildtierärzten zu lernen. So erhalten unsere Tiere die bestmögliche medizinische Versorgung.

WAZA (World Association of Zoos and Aquariums)

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Informieren Sie sich:

WAZA 

1935 haben sich die Zoos weltweit das erste Mal zu einer gemeinsamen Organisation zusammengeschlossen. 1946, nach dem 2. Weltkrieg, wurde dieser Ansatz weiter verfolgt, als International Union of Directors of Zoological Gardens (IUDZG). Erwähnenswert ist, dass diese Zoo-Organisation einer der Mitbegründer der 1948 gegründeten Weltnaturschutzunion IUCN war.

Im Jahr 2000 erhielt die WAZA dann ihren heute gültigen Namen World Association of Zoos and Aquariums. Heutzutage ist die WAZA der internationale Dachverband der Zoos und Aquarien mit mehr als 300 Mitgliedern weltweit. Erklärtes Hauptziel des Verbandes ist die gemeinsame Förderung von globalem Artenschutz. Dazu zählen auch die zentralen Themen des 21. Jahrhunderts: Nachhaltige Entwicklung, Verschmutzung der Meere, illegaler Wildtierhandel, Tierschutz und Klimawandel.