Aus der Wurfhöhle an den Yukon

Hier finden Sie alle Entwicklungsschritte des Eisbär-Jungtieres von der Geburt bis zum ersten Ausflug!


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Die kleine Bärin hat einen Stock im Wasser "erlegt"

27. März: Der Minibär ist eine "Wasserratte"

Seit einer Woche erkundet unsere kleine Bärin ihr Reich in Yukon Bay. Mit jedem Tag wird die Kleine mutiger und kräftiger, rennt den Hügel hinauf und springt mit Hechtsprüngen ins Wasser. Nach den anfangs eher zaghaften Schwimmversuchen, zeigt sich jetzt schon: Milanas Tochter ist eine echte „Wasserratte“.

In den ersten Tagen hielt sie sich noch in der Flachwasser-Zone auf, in der viele große Steine für Schwimmpausen platziert sind. Inzwischen folgt die Kleine ihrer Mutter ins tiefe Wasser und schwimmt bis vor die Scheiben der Unterwasserwelt. Sie tobt mit Milana im und unter Wasser und guckt sich so manche Fertigkeit von ihrer Mutter ab. Stöckchen erlegen zum Beispiel.

Bäriger Badespaß Zur Pressemitteilung mit Fotos und Video

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Unsere kleine Eisbärin erkundet mit Bärenmama Milana die Außenanlage.

19. März: Tschüss Wurfhöhle, hallo Abenteuerspielplatz!

Es ist soweit: Auch wenn der Erlebnis-Zoo aufgrund der aktuellen Situation geschlossen ist, möchten Eisbärin Milana und ihre kleine Tochter die Wurfhöhle verlassen. Milanas Nachwuchs war bei der Geburt am 20. November 2019 gerade mal so groß wie ein Meerschweinchen und ist in den vergangenen vier Monaten zu einer stattlichen kleinen Bärin herangewachsen, die nichts mehr in der Höhle hält.

Als sich die Tore der Wurfhöhle zur großen Außenanlage in der Kanadalandschaft Yukon Bay öffneten, streckte Eisbär-Weibchen Milana neugierig die Nase nach draußen. Kurz darauf zeigte sich an ihrer Seite ihre kleine Tochter, die sich mit tapsigen Schritten an ihrer Mutter vorbei ins Freie drängelte: Hannovers erstes Eisbär-Jungtier ist bereit, sein großes Bären-Reich in Yukon Bay zu entdecken!

Erster Ausflug der kleinen Bärin Zur Pressemitteilung mit Infos, Fotos und Video

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Endlich geschafft: Das Eisbär-Mädchen ist zum ersten Mal aus der Wurfbox geklettert!

10. März: Gut geklettert, kleine Bärin!

Es hat ein wenig gedauert und eine große Portion Kraft, Geduld und einige Versuche gebraucht: Das kleine Eisbär-Weibchen im Erlebnis-Zoo Hannover ist aus seiner Wurfbox herausgeklettert! Mit einer Nasenlandung ins weiche Einstreu absolvierte das Jungtier von Eisbärin Milana ihren ersten erfolgreichen Kletterversuch hinaus aus der Wurfbox, erkundet nun den Mutter-Kind-Bereich im Stall hinter den Kulissen, lernt die Tierpfleger kennen und beginnt, Futter zu fressen. Hauptsächlich ernährt sie sich aber weiterhin von Milanas fetthaltiger Muttermilch. Nicht mehr lang, dann kann die kleine Bärin die Außenanlage erkunden.

Zur Pressemitteilung Infos, Fotos und Video

Das kleine Eisbärmädchen in der Wurfhöhle - Foto Erlebnis-Zoo Hannover
Spielen, spielen, spielen – Das Eisbärchmädchen wird immer agiler.

26. Februar: Erwachen in der Wurfhöhle

Schlafen, trinken, schlafen, trinken – der Rhythmus ist schon seit einiger Zeit vorbei. Milanas 14 Wochen altes Eisbärmädchen erkundet munter mit tapsigen Schritten die Wurfbox, wird immer agiler und möchte spielen, spielen und noch mehr spielen. Die kleine Eisbärin kabbelt und balgt mit Milana, beißt ihrer Mutter in die Füße und Lefzen, krabbelt auf dem Rücken herum und übt bärenhafte Angriffe. Doch nicht nur der Eisbären-Nachwuchs wird deutlich agiler – auch Mutter Milana wird Tag für Tag aktiver. „Manchmal weckt sie ihr Jungtier sogar, damit es mit ihr spielt“, lachen die Pfleger. Und Milana hat eine Entdeckung gemacht, die das Zoo-Team hat auffliegen lassen...

Wie oder mit was ist das Zoo-Team aufgeflogen? Fortsetzung und Video

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Nach der tierärztlichen Erstuntersuchung steht fest: Das Eisbärchen ist ein gesundes Mädchen.

13. Februar: Geheimnis gelüftet: Es ist ein Mädchen!

Nach 12 Wochen steht es fest: Unser Eisbärchen ist ein Mädchen! Bei der tierärztlichen Erstuntersuchung zeigte die jetzt drei Monate alte kleine Bärin bereits ordentlich Krallen und setzte auch gerne ihre Zähnchen ein. Die Zoo-Tierärzte Dr. Viktor Molnár und Dr. Katja von Dörnberg hatten alle Hände voll zu tun, das Jungtier zu impfen, die Zähne und den Nabel zu kontrollieren. „Der Begriff ‚bärenstark‘ trifft auf jeden Fall zu“, freute sich Zootierarzt Molnár.

Für die Erstuntersuchung wurde zunächst Mutter Milana mit Leckereien aus der Wurfhöhle in ein Nachbargehege gelockt. Dann ging alles ganz schnell: Tierarzt und Tierpfleger näherten sich vorsichtig dem Jungtier, nahmen es auf den Arme, wogen es, warfen einen Blick auf das Gebiss, den Nabel und das Geschlecht. „Die kleine Bärin hat sich sehr gut entwickelt, hat einen ordentlichen Milchbauch, eine wirklich laute Stimme und ist schon sehr wehrhaft“, so Tierarzt Molnár. Zum Schluss wurde der Nachwuchs geimpft, bekam eine Wurmkur und wurde wieder in die Wurfhöhle gesetzt. Nach nur 15 Minuten war Milana wieder zurück bei ihrem Nachwuchs in der Höhle.

Alle bärenstarken News zur Erstuntersuchung 

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Videoaufnahmen bringen neue Erkenntnisse über das Geheimnis der Eisbären-Aufzucht

29. Januar: Einblicke für die Forschung

Lange Zeit galt die Aufzucht von Eisbär-Jungtieren als gut gehütetes Geheimnis. In der Wildnis ziehen sich Eisbärinnen in eine Höhle aus Schnee und Eis zurück. Isoliert von der Außenwelt bekommen sie ihren Nachwuchs, ziehen ihn groß und verlassen erst im Frühjahr die Schneehöhle, wenn der Nachwuchs seiner Mutter folgen und sie auf der Suche nach Nahrung begleiten kann.

Dank der im Stall installierten Kameras, kann das Treiben in der Wurfhöhle – von dem Moment, in dem sich die trächtige Eisbärin zurückzieht, über die Geburt bis zum Verlassen der Höhle von Mutter und Eisbär-Jungtier – beobachtet und dokumentiert werden. Dr. Megan Owen vom San Diego Zoo Global untersucht, wie Eisbären-Mütter ihren Nachwuchs in der Wurfhöhle versorgen. Daher stellt der Erlebnis-Zoo der Forscherin die Aufzeichnungen von Eisbärin Milana und ihrem Jungtier zur Verfügung, auf dass Dr. Owen neue Erkenntnisse über das Geheimnis der Eisbären-Aufzucht gewinnt.


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Das Eisbär-Jungtier wird immer agiler und versucht auf wackeligen Tatzen die Wurfhöhle zu erkunden.

22. Januar: Schritt für Schritt

Noch etwas wackelig, manchmal gar unbeholfen oder auch rückwärts: Das Eisbär-Jungtier beginnt ganz langsam, Schritt für Schritt die Wurfhöhle zu erkunden. Inzwischen ist der Nachwuchs von Eisbärin Milana neun Wochen alt (*20. November). Nachdem sich Augen und Gehörgänge vor Kurzem öffneten, können die Tierpfleger und Zoologen nun einen weiteren großen Schritt in der Entwicklung des Jungtiers auf den Videobildern beobachten: „Milanas Nachwuchs wird immer agiler. Das Jungtier beginnt zu laufen, übt das Gleichgewicht zu halten und die Koordination zu verbessern“, berichtet Eisbären-Kurator Fabian Krause. „Zwei bis drei Schritte schafft das Jungtier schon am Stück. Es werden aber bald schon mehr werden“, verspricht der Zoologe.

Bärenstarke Details und Video mit ersten Gehversuchen 

Das Eisbaeren-Jungtier hat die Augen geoeffnet - Erlebnis-Zoo Hannover
Neue Entwicklungsschritte: Der kleine Eisbär hat die Augen geöffnet, kann wahrscheinlich hören und beginnt zu krabbeln.

07. Januar: Guck mal, wer da guckt!

Milanas kleiner Eisbär hat seine Augen geöffnet! Wo lange Zeit auf den Kamerabildern aus der Wurfhöhle nur kleine Schatten zu erkennen waren, blicken Eisbären-Mutter Milana nun zwei schwarze Knopfaugen entgegen. Die Tierpfleger aus Yukon Bay sind mehr als zufrieden mit der Entwicklung des kleinen Eisbärens. Er ist ordentlich gewachsen, hat an Gewicht zugelegt und wird auf circa drei bis vier Kilo geschätzt. Außerdem geht Eisbären-Kurator Fabian Krause davon aus, dass nun auch die Gehörgänge des Kleinen geöffnet sind und das Jungtier seine Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Auch ist es schon viel agiler geworden und versucht zu krabbeln – was meistens noch mit einem Purzeln endet. Bis es sich umdrehen und allein auf Erkundungstour in der Wurfhöhle gehen kann, benötigt es allerdings noch ein wenig mehr Kraft in den Hinterbeinen.

Übrigens: Wenn die Aufzucht weiterhin so gut verläuft, kann der Zoo-Tierarzt in einigen Wochen Milanas Jungtier einen ersten Besuch für einen Gesundheits-Check und die notwendigen Impfungen abstatten. Bis dahin heißt es weiter Daumen drücken! 

Pressemitteilung und Video 

Eisbaerin Milana und ihr Jungtier im Groessenvergleich - Erlebnis-Zoo Hannover
Das Eisbär-Jungtier ist nun einen Monat alt, entwickelt sich sehr gut und ist fast dreimal so groß wie bei der Geburt.

20. Dezember: So klingt das Eisbär-Jungtier aus Yukon Bay

Das Eisbär-Jungtier gluckert, keckert und brüllt – und das eigentlich ununterbrochen, außer es schläft. Wacht Milanas kleiner Eisbär auf, macht er akustisch auf sich aufmerksam – mit einer Bärenstärke! Anfangs hörte sich der Nachwuchs fast wie ein menschliches Baby an, berichten die Tierpfleger aus Yukon Bay. „Mittlerweile hört man schon einen Unterschied, es klingt manchmal sehr fordernd oder auch motzend, wenn es Aufmerksamkeit haben möchte. Wenn es trinkt oder zufrieden ist, hört man ein entspanntes Gluckern und Keckern“, sagen die Pfleger.

Milanas Muttermilch hat übrigens schon gut gewirkt: Nach einem Monat ist das Kleine nun schon kräftig gewachsen und inzwischen fast dreimal so groß wie bei der Geburt. Kein Wunder, denn die Muttermilch von Eisbären hat einen Fettgehalt von mehr als 30 Prozent!

Pressemitteilung und Video 

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Das Eisbär-Jungtier wächst und legt an Gewicht zu. Klar erkennbar: das Milchbäuchlein.

04. Dezember: Eisbär-Jungtier entwickelt sich gut

Ersten zwei Wochen gut überstanden

Freude in Yukon Bay: Der Eisbär-Nachwuchs hat die ersten 14 Tage gut überstanden und entwickelt sich prima. Dank der besonders fetthaltigen Muttermilch ist Milanas Kleines schon ordentlich gewachsen und fast doppelt so groß wie bei seiner Geburt vor zwei Wochen. Wenn man genau hinguckt, kann man sogar ein kleines, kugelrundes Milchbäuchlein erkennen! Auch das Fell sieht schon viel dichter und plüschiger aus als vorher und der kleine Eisbär ist sehr agil.

Trotz der bisherigen super Entwicklung gilt jedoch weiterhin: Daumen drücken! Die Jungtiersterblichkeit bei Eisbären ist leider sehr hoch – egal ob in der Wildnis oder in Zoos. Milana kümmert sich aber vorbildlich um ihr Kleines, hat ständigen Körperkontakt, wärmt und versorgt es gut.

Mehr Infofutter gibt's unter "Aktuelles".


Eisbärin Milana und ihr Nachwuchs

20. November: Milana ist Mutter!

Jungtier geboren

Am Mittwochabend brachte Milana ein Jungtier zur Welt, Donnerstag früh ein zweites. Obwohl es ihr erster Nachwuchs ist, kümmerte sie sich bestens um die beiden – dennoch lebte am nächsten Morgen nur noch eines der Jungtiere. Dieses Jungtier wirkt munter, ist agil und man hört die typischen Jungtier-Geräusche. 

Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es Milanas Nachwuchs schafft!

Ausführliche Informationen finden Sie unter "Aktuelles".


Eisbarin Milana im vergangenen Winter in Yukon Bay Erlebnis-Zoo Hannover
Eisbärin Milana im vergangenen Winter

15. November: Milana wird 10 Jahre alt

Stille Feier

Morgen, am 16. November, wird Milana 10 Jahre alt. Der runde Geburtstag wird in diesem Jahr still hinter den Kulissen gefeiert. Natürlich bekommt sie eine bärig leckere Überraschung, aber ob sie die Leckerei auch wirklich frisst (zurzeit frisst sie eher sehr langsam), bleibt abzuwarten. 

Wie überhaupt alles Weitere auch abgewartet werden muss. Ob Milana trächtig ist, verrät sie eben immer noch nicht. Sicher ist nur: Sollte sie trächtig sein, kommt der Nachwuchs im Winter zur Welt. 

Eisbären werden nämlich meistens im November oder Dezember geboren. In der Wildnis haben die Eisbären-Männchen den Winter über (hoffentlich) viel fettes Robbenfleisch gefressen, sind gut genährt und können sich darauf konzentrieren, ein Weibchen zu finden. Frühlingsgefühle zur Paarungszeit kommen bei den weißen Riesen passend in den Frühlingsmonaten auf. Gerade im Frühling und Frühsommer ist der Tisch für die Eisbären reich gedeckt – die Ringelrobben haben ihre Jungtiere zur Welt gebracht und sind besonders einfach zu erjagen. So müssen Eisbären-Männchen und -Weibchen nicht um Futter konkurrieren – sondern können sich mit der Fortpflanzung befassen.

Ist es zu einer erfolgreichen Paarung gekommen, gibt es bei weiblichen Eisbären im Sommer die sogenannte Keimruhe, die auch Eiruhe genannt wird: Die befruchtete Eizelle pausiert den Sommer über. Denn im Spätsommer wird es für Eisbären in der Wildnis zunehmend schwerer, ausreichend Nahrung zu finden. Nur wenn das Weibchen diese Monate gut überstanden hat, nistet sich die Eizelle in die Gebärmutter ein, es kommt zu einer Trächtigkeit und die Eizelle entwickelt sich zu einem Embryo.

Im Herbst zieht sich das Eisbärenweibchen in eine Höhle zurück, in der es sich ungestört auf die Geburt vorbereiten kann. Dieser Rhythmus ist bei Eisbären in der Wildnis und im Zoo sehr ähnlich, mit dem großen Unterschied, dass die Tiere in menschlicher Obhut den Luxus genießen, immer ausreichend mit Futter nach ihrem Geschmack versorgt zu werden.


Eisbärin Milana im Herbst. Foto: Bettina Zeller
Eisbärin Milana im Herbst. Foto: Bettina Zeller

6. November: Das große Warten

Höhlenstille

Es gibt noch keine Neuigkeiten in der Bären-Frage. Milana hat es sich in der Wurfhöhle so richtig gemütlich gemacht, schläft sehr viel und frisst – für ihre Verhältnisse – eher langsam. Ob das Zeichen für eine Trächtigkeit sind? Wir wissen es nicht und warten gespannt weiter.

Aber jenseits der Höhlenstille tut sich sehr viel in der Eisbärenwelt. Zurzeit ist „Polar Bear Week“ und gemeinsam mit unserem Partner Polar Bears International stellen wir auf unserer facebook-Seite jeden Tag spannende Fakten über Eisbären und ihre Bedrohung vor. Einfach mal reinschauen auf https://www.facebook.com/hannoverzoo


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Bis zum Herbst hatte Milana diverse Kilo zugelegt

29. Oktober: Die Bären-Frage

Ist Milana trächtig? Zoo hat vorsorglich Wurfhöhle vorbereitet

Tests und Untersuchungen sind leider nicht möglich. Anzeichen für eine mögliche Schwangerschaft gibt es - können aber auch anders gedeutet werden. Daher hat das Zoo-Team zur Sicherheit vorsorglich die Wurfhöhle vorbereitet. Milana hat sich dahin zurückgezogen. Damit sie im Fall der Fälle nicht gestört wird, hat der Zoo jetzt eine Schallschutzwand direkt vor der Tür zum Mutter-Kind-Bereich installiert.

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