Afrikanische Zwergziege

Capra hircus forma domestica

Die kleine Ziege stammt ursprünglich aus Afrika, ist mittlerweile aber in Asien, Amerika und Europa verbreitet. Mit ihrem gedrungenen Rumpf, den kurzen Beinen und dem breiten Kopf mit den aufrecht stehenden Ohren unterscheidet sich die Afrikanische Zwergziege deutlich von  ihren europäischen Verwandten.

Steckbrief

Herkunft
Afrika

Größe
40 bis 50 cm Schulterhöhe

Tragzeit

150 Tage

Nahrung
Heu, Gras, Futterrüben, Möhren und anderes Gemüse, Pellets

Gewicht
20 bis 35 kg

Lebenserwartung
bis zu 25 Jahre in menschlicher Obhut

Dickschädel

Geiß und Bock tragen beide Hörner. Bei den Geißen sind diese kürzer und dünner als bei den Böcken und sichelförmig. Die Böcke haben säbelförmige, nach hinten gebogene Hörner, welche bis zu 30 cm lang werden können. Mit den Hörnern klären Böcke ihre  Revier- und Herdenansprüchen. Dies erproben auch schon kleine Zicklein und kämpfen spielerisch gegeneinander.

Kunterbunt

Die Menschen begannen schon früh bestimmte Eigenschaften der Ziegen gezielt zu züchten. So gibt es heute weltweit mehr als 200 Ziegenrassen, die an verschiedenste Bedingungen und Nutzungsweisen angepasst sind. Die Afrikanische Zwergziege kommt in allen Farbvariationen vor: weiß, braun, schwarz und grau, meistens gescheckt.

Bergsteiger

Ziegen sind robust gebaute Tiere. Sie verfügen über unglaubliche Kletterfähigkeiten. Dabei helfen ihnen ihre starken Beine und breiten Klauen, welche perfekt an das Laufen in unwegsamen Gelände angepasst sind. Vor allem kleine Zicklein erproben gerne ihre Fähigkeiten und turnen auf allem irgendwie Erreichbaren herum und jagen sich gegenseitig über Stock und Stein.

Lange Vergangenheit

Die ersten Ziegen wurden wahrscheinlich bereits 11.000 Jahre v. Chr. im westlichen Asien domestiziert. Alle heutigen Hausziegen-Rassen gehen auf diese Ziegen zurück und etablierten sich im Laufe der Zeit in der ganzen Welt als wertvolle Haustiere. Ziegen werden oft von Familien oder in großen landwirtschaftlichen Betrieben zur Woll-, Fleisch-, und Milchproduktion gehalten.

Schaf oder Ziege?

Bei vielen Arten ist es für den Laien ersichtlich, ob es sich um Ziege oder Schaf handelt. Das Rauhwollige Pommersche Landschaf ist eindeutig als Schaf zu erkennen! Es gibt jedoch auch verwirrende Gegenbeispiele, wie zum Beispiel das Kamerunschaf. Es gibt Schafrassen mit Wolle, welche ohne; mit Gehörn oder ohne Gehörn und innerhalb der Ziegen treten auch alle diese Merkmale auf! Die Unterscheidung kann man am einfachsten an einem Körpermerkmal festmachen: So haben Ziegen (z.B. Afrikanische Zwergziegen oder Thüringer Waldziegen) ein nach oben stehendes Schwänzchen und Schafe immer ein hängendes.

Freche Zwerge

Gerne sagen wir "Du dumme Ziege!", aber das stimmt gar nicht. Ziegen sind sehr schlau, neugierig und geschickt. Aufgrund ihrer Größe können die Zwerge sogar auf Bäume klettern, um dort die saftigen Blätter zu fressen. Die Afrikanische Zwergziege ist sehr gut an die Haltung und die extremen Bediungungen in Afrika angepasst und stellt nur sehr geringe Ansprüche an ihre Nahrung und Umgebung. Sie wird vor allem zur Fleisch- und Ledergewinnung gehalten.