Agakröte

Rhinella marina

Aufgrund ihrer Größe von bis zu 25 cm wird die Agakröte auch als Riesenkröte bezeichnet. Zudem zählt sie zu den giftigen Kröten! Ihre auffälligen, dreieckigen Giftdrüsen liegen hinter den Augen. Die milchige Flüssigkeit wird bei drohender Gefahr abgesondert, um Angreifer zu vertreiben. Das Gift kann für Raubtiere beim Verzehr sogar tödlich wirken. Beim richtigen Umgang sind sie allerdings nicht gefährlich. Das Anfassen der Kröten in unserem Biologiezimmer ist daher unbedenklich, wenn man sich danach vorsichtshalber die Hände wäscht.

Steckbrief

Herkunft
mittleres Südamerika, heute bereits vielerorts eingebürgert

Größe
bis zu 25cm

Brutdauer

wenige Tage

Nahrung
Insekten, Würmer, kleine Säuger und Vögel, auch Planzenkost

Gewicht
700 g (Männchen) bis 1500 g (Weibchen)

Lebenserwartung
10 bis 15 Jahre in freier Wildbahn, bis zu 25 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde

keine natürlichen Feinde, von Menschen gejagt

Wo im Zoo? Biologiezimmer

Keine weiten Sprünge

Die Agakröte ist kein Weitsprung-Meister. Ein Sprung beträgt nur ungefähr das Dreieinhalb- bis Vierfache ihrer Körperlänge. Da sie zu den dämmerungs- und nachtaktiven Tieren gehört, bewegt sie sich hauptsächlich kriechend voran. In der Dunkelheit zu springen kann sehr gefährlich werden. Bei Tageslicht bringt die sprunghafte Fortbewegung allerdings viele Vorteile. Durch den vollen Einsatz der Kräfte in den Hinterbeinen kann die höchstmögliche Beschleunigung erreicht werden, mit einem minimalen Luftwiderstand. Durch das Springen können sie auch Gefahren entgehen, sich auf Beute stürzen oder Hindernisse umgehen, die sonst mühsam überklettert werden müssten.

Der Vielfraß unter den Kröten

Die Riesenkröten bewohnen vor allem Wälder und Steppen. Aber auch im Kulturland und in stehenden Gewässern sind sie vorzufinden. Die Agakröte gehört zu den Räubern und ist bei ihrem Futter nicht wählerisch. Von Insekten und Würmern bis zu kleinen Vögeln und Säugern, verzehrt sie in von Menschen besiedelten Gebieten auch Essenreste.

Die Paarungszeit der Agakröten richtet sich hauptsächlich nach den Regenzeiten. Findet ein Männchen ein paarungswilliges Weibchen, trägt dieses ihren Partner zum nächstgelegenen Laichgewässer. Dort legt es bis zu 20.000 Eier ab, die dann vom Männchen befruchtet werden.

Invasiv und unbeliebt

Aufgrund ihres Giftes kann die Agakröte gefährlich für ihre Angreifer, wie zum Beispiel Raubtiere oder Vögel werden. Doch auch aufgrund ihrer immensen Vermehrung und der Angepasstheit an verschiedene Lebensräume wird die Agakröte in manchen Gebieten regelrecht gejagt. Vor allem in Austalien, wo die Agakröte eingeschleppt wurde und nicht heimisch ist, ist sie sehr schädlich für die heimische Tierwelt. Sie pflanzt sich schnell und vielzählig fort und scheut vor keinem Gegner zurück. Die Agakröte gilt daher zum Beispiel in Australien als invasive Art.