Erdmännchen

Suricata suricatta

Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften. Sie lieben die Geselligkeit und machen alles gemeinsam: Schlafen, Fressen, Sonnenbaden. Ein Erdmännchen hält immer Wache und schützt so die Gemeinschaft.

Steckbrief

Lebensraum
Offene Landschaften im südlichen Afrika

Größe
30 cm

Tragzeit
77 Tage

Nahrung
Insekten, Käfer, kleine Reptilien,
Vögel

Gewicht
700 g

Lebenserwartung
bis 14 Jahre in menschlicher Obhut

Große Wohngemeinschaft

Erdmännchen oder Surikaten, wie die possierlichen Tiere auch genannt werden, siedeln sich vorwiegend in offenen Trockengebieten und Savannen an. Schön hart oder sogar steinig darf der Untergrund sein, in dem sie ihre Baue anlegen. Dort leben sie in Familien, die etwa 30 Tiere umfassen. Erdmännchen mögen es gern gesellig. Die Baue werden manchmal sogar gemeinsam mit Erdhörnchen bewohnt. Die können gut graben und erleichtern den Erdmännchen damit den Wohnungsbau

Perfekt im "Männchenmachen"

Erdmännchen wären gute Wachhunde. Den ganzen Tag sichern sie ihren Bau vor Angreifern. Dabei stehen sie wachsam auf den Hinterfüßen und strecken sich bis auf die Zehenspitzen, um die gesamte Umgebung im Blick zu haben. Die Schwanzspitze dient ihnen als Stütze, die Augen sind das Fernglas. Meist lauert die Gefahr in der Luft, aber dank ihrer scharfsichtigen Augen können Erdmännchen Greifvögel schon erkennen, wenn sie für das menschliche Auge nur ein kleiner Fleck am Himmel sind.

Sonnenanbeter

Verlassen die Surikaten ihren Bau, baden sie erst einmal ausgiebig in der Sonne, um sich zu wärmen. Den kleinen Kerlen kann es gar nicht warm genug sein. Beim Schlafen kuscheln sie und legen sich übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Auch außerhalb des Baus heißt das Motto: Je enger desto lieber. Erdmännchen trennen sich nie voneinander. Während die einen Wache schieben, scharren die anderen nach Nahrung, die sie dann mit ihrer rüsselartigen Schnauze packen. Erdmännchen werden deshalb übrigens auch Scharrtiere genannt.

Familienunternehmen

Bei der Aufzucht der Jungen zeigt sich, wie perfekt die "Firma" Erdmännchen funktioniert. Wichtig ist, dass nur das ranghöchste Weibchen Nachwuchs bekommt. Die Jungen werden nach elf Wochen Tragzeit in der Natur vor allem in den Monaten Oktober bis März geboren. Um die Kleinen kümmert sich dann aber nicht nur die Mutter - die ganze Sippe bewacht die Sprösslinge.

Kaum zu glauben, aber wahr

Mit ihren vier Zehen und den langen, scharfen Krallen scharren die Erdmännchen sich ihre Baus in die Erde. Damit die tierischen Bergmänner unter Tage keinen Sand in die Ohren bekommen, werden die Lauscher beim Graben einfach verschlossen.