Gelbkehlfrankolin

Pternistis leucoscepus / Francolinus leucoscepus

Gelbkehlfrankoline sind sehr leicht an dem namensgebenden gelben Halsfleck zu erkennen. Sie sind über weite Bereiche Ostafrikas verbreitet und leben zum Teil auch in von Menschen besiedeltem Kulturland, wenn dies nicht zu intensiv genutzt wird.

Steckbrief

Lebensraum
offenes Buschland, wenig genutztes Kulturland

Größe
35 cm hoch

Brutzeit
18 bis 20 Tage

Nahrung
Samen, Gräser, Insekten

Gewicht
600 g (Henne) bis 900 g (Hahn)

Feinde
Schakal, Raubkatzen, Greifvögel

 

 

Im Zoo vergesellschaftet mit Kampfläufer

Balzen im Regen

Der Beginn der Regenzeit bringt die Gelbkehlfrankoline in Balzstimmung. Die Vögel finden sich zu monogamen Pärchen zusammen. Der Hahn verteidigt sein Revier und seine Henne eifersüchtig gegen Konkurrenten. Die Henne legt etwa fünf Eier. Gebrütet wird am Ende der Regenzeit, sodass die Küken zu Beginn der kühleren Trockenzeit unter optimalen Bedingungen schlüpfen.

Leben am Boden

Gelbkehlfrankoline können zwar fliegen, verbringen jedoch die meiste Zeit am Boden. Droht Gefahr, laufen sie meist eher davon, um sich zu verstecken, anstatt wegzufliegen. Und auch die Nester der Gelbkehlfrankoline sind am Boden: Kleine Mulden, versteckt unter überhängenden Grasbüscheln, mit Pflanzenteilen und Federn ausgepolstert. Die Küken verlassen bereits einen Tag nach dem Schlupf das Nest und folgen daraufhin den Eltern bis zur Geschlechtsreife.

Vergesellschaftet

In der Vogelvoliere in Afi Mountain leben aktuell (Stand November 2018) folgende Vogelarten zusammen:

Große Verwandtschaft

Neben dem Gelbkehlfrankolin gibt es nach derzeitigem Forschungsstand noch 40 weitere Frankolinarten, die in Afrika und Asien beheimatet sind. Die Gattung der Frankoline ist demnach die artenreichste Gattung innerhalb der Familie der Fasanenartigen. Fossilienfunde belegen sogar das Vorkommen von Frankolinen in Europa. Dort sind sie aber schon vor ca. 1,8 Millionen Jahren ausgestorben.

Nahrung im Dung

Das Nahrungsspektrum von Gelbkehlfrankolinen ist sehr breit gefächert. Neben Grassamen und Kräutern fressen sie auch Insekten. Um Nahrung zu finden, scharren sie häufig im Boden. Von Zeit zu Zeit folgen sie auch großen Säugetieren wie Elefanten und Nashörnern, um in deren Dung nach Fressbarem zu suchen.