Hauskaninchen

Oryctolagus cuniculus forma domestica

Das Hauskaninchen stammt vom europäischen Wildkaninchen ab, das sich mittlerweile über die ganze Welt verbreitet hat. Wie ihre wilden Vorfahren fühlen sich Hauskaninchen in einer Umgebung wohl, die viele Deckungsmöglichkeiten bietet.

Steckbrief

Herkunft
Europa

Größe
Haustierformen bis 72 cm lang

Tragzeit
31 Tage

Nahrung
Gräser, Kräuter, Äpfel, Gemüse

Gewicht
Haustierformen bis zu 7 kg

Lebenserwartung
bis zu 10 Jahre in menschlicher Obhut

Gesellige Tierchen

Hauskaninchen leben sehr gesellig in großen Kolonien mit festgelegter Rangordnung. Haben die Langohren erst ein schönes Revier gefunden, verteidigen sie es entschieden. Artgenossen, die nicht zur Kolonie gehören, werden sofort vertrieben.

Um die natürliche Lebensweise der Tiere zu ermöglichen sollten Tiere in Zoos und auch zu Hause nie alleine gehalten werden.

Das ABC der Kaninchensprache

Kaninchen haben verschiedene Formen der Verständigung entwickelt, die jeder Mümmler versteht. Wenn Gefahr droht, dann stampft ein Kaninchen mit einem Hinterbein schnell und kräftig auf den Boden. So warnt es seine Artgenossen. Ein knurrendes Kaninchen, das seine Haare aufstellt, ist wütend. Also Vorsicht: Es könnte beißen. Leises Zähneknirschen ist ein Zeichen von Zufriedenheit, wie das Schnurren bei einer Katze. Wenn ein Langohr übermütige Bocksprünge und Hüpfer macht, dann freut es sich. Und ein verliebtes Kaninchenmännchen hoppelt immer im Kreis um seine Angebetete herum.

Kindersegen

Ein Kaninchenweibchen kann fünf- bis siebenmal im Jahr Junge bekommen. Pro Wurf werden im Durchschnitt 4-6 Junge geboren. Das hatte leider zur Folge das ausgesetzte Kaninchen sich sehr schnell in Gebieten verbreitet haben, in denen sie ursprünglich gar nicht vorkamen. So haben sie sich beispielsweise in Australien in nur wenigen Jahren so sehr vermehrt, dass sie zu einer regelrechten Plage geworden sind. Sie zählen hier zu den "invasiven" Tierarten.