Chinesischer Leopard

Panthera pardus japonensis

Leoparden sind in weiten Teilen Afrikas und Asiens verbreitet, doch diese Unterart kommt, wie ihr Name schon vermuten lässt, nur in China vor. Der Leopard ist nach Tiger und Löwe die drittgrößte Art aus der Gattung Panthera. Innerhalb dieser Art haben sich bereits sehr viele Unterarten gebildet, die sich vorallem durch ihre Verbreitung voneinander abgrenzen lassen.

Steckbrief

Lebensraum
Flachland und Bergregionen Chinas

Größe
Schulterhöhe bis zu 80 cm

Tragzeit
90 bis 110 Tage

Nahrung
Antilopen, Hirsche, Wildschweine, Vögel, Reptilien

Gewicht
40 - 80 kg

Lebenserwartung
bis 23 Jahre in menschlicher Obhut

Speisekammer in luftiger Höhe

Hat ein Leopard seine Beute erlegt muss er diese schnell in Sicherheit bringen. Andere Raubtiere stehlen gerne die Beute um die anstrengende Jagd zu umgehen. Der Leopard zieht sich mit seine Beute meist auf einen Baum zurück, dafür hat er besonders kräftige Nackenmuskeln und Vorderbeine. Oben im Baum klemmt er sie in eine Astgabel, so kann sein Fressen nicht herunterfallen und ist sicher vor anderen hungrigen Mäulern. Außerdem hat der Leopard von dort oben eine super Aussicht und kann etwaige Feinde und neue Beute erspähen. Es kommt sogar vor, dass er sich direkt von einem Ast auf ein nichts ahnendes Beutier am Boden stürzt.

Vielfältige Leoparden

Leoparden fressen so gut wie alles, was sie erbeuten können. Zum Speiseplan gehören je nach Region, Gazellen, Antilopen, Warzen- oder Wildschweine, Hirsche, Affen, Ziegen und verschiedene Vögel und Reptilien. Manchmal nehmen sie es sogar mit Stachelschweinen oder Gürteltieren auf. Aber nicht nur der Speiseplan der Leoparden ist abwechslungsreich. Je nach Region lassen sich diverse Unterarten unterscheiden, wobei sich sogar Spezialisten noch uneins sind, wann genau eine neue Leoparden-Unterart zu definieren ist. Es werden mindestens 9 Unterarten unterschieden, in denen wiederum mehrere weitere Unterteilungen vorgenommen werden könnten. Es wären demnach bis zu 24 Unterarten denkbar.

Gemeinsames Schicksal

Tiger, Löwen und Leoparden - sie alle sind gefährdet. Zwar wird die Leopardenpopulation in Zentralafrika als stabil angesehen, aber im Rest Afrikas und vorallem in Asien gibt es nur noch wenig Leoparden. Schuld ist meist der Mensch, sei es durch gezielte Jagd oder durch Verdrängung aus dem natürlichen Lebensraum. Der Chinesische Leopard war einst in ganz China verbreitet, laut IUCN beläuft sich der Bestand heute auf nur knapp 500 Tiere, die teilweise vereinzelt in den nördlichen Regionen Chinas leben.

Schwarze Panther

Sowohl bei Leoparden als auch bei Jaguaren führt ein mutiertes Gen mitunter zu einer ungewöhnlichen Färbung des Fells, es ist komplett schwarz. Nur wenn helles Licht auf das Fell trifft, lassen sich die typischen Flecken und Punkte erkennen. Diese sogenannten Schwärzlinge stellen also keine eigene Art dar. Sie sind lediglich eine Laune der Natur.