Nacktnasenwombat

Vombatus ursinus

Am liebsten verschlafen die australischen Wombats den ganzen Tag.Sie wohnen in Bauten unter der Erde und werden erst am Abend aktiv.

Im Outback im Erlebnis-Zoo Hannover statten die quirligen Sumpfwallabies dem Wombat hin und wieder einen Besuch ab.

Steckbrief

Lebensraum
Südost-Australien, Tasmanien

Größe
70 bis 115 cm lang

Tragzeit
22 Tage + 6 bis 7 Monate Beuteltragezeit

Nahrung
Gräser, Kräuter, Pilze, Wurzeln

Gewicht
22 bis 39 kg

Lebenserwartung
bis 26 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde
für Jungtiere: Dingo, Adler

 

 

Erst abends richtig munter

Am liebsten verschläft er den ganzen Tag, denn ein richtiger Wombat wird erst abends munter. Die Nacht über geht dann jeder für sich auf Streifzug und sucht sich etwas zu essen. Auf seinem Speiseplan stehen nur vegetarische Leckereien.

Ein Beutel für das Baby

Weil die Wombats so plump aussehen und sich schwerfällig bewegen, heißen sie auch Plumpbeutler. Und einen Beutel haben sie auch, jedenfalls die Weibchen! Der Beutel sitzt zwischen den Beinen und ist nach hinten geöffnet. Das ist praktisch, denn wenn Muttern wieder neue Gänge unter der Erde gräbt, bekommt das Junge keinen Sand in die Augen.

Richtig graben will gelernt sein

Wombats haben ganz kleine Augen und können wahrscheinlich genauso schlecht gucken wie ein Maulwurf. Auch der der Wombat gräbt für sein Leben. Zum Graben eignen sich seine kräftigen Vorderpfoten besonders gut, diese sind mit mächtigen Krallen versehen. Mit ihnen buddelt er emsig die Erde unter seinem Bauch hindurch, um eine Wohnhöhle auszuheben. Wenn der Haufen zu groß geworden ist, drückt der Wombat rückwärts watschelnd die lockere Erde aus dem Gang. Bis zu 20 Meter lange Gänge graben die Wombats. Oft bauen sie viele Höhlen mit mehreren Eingängen. Dort leben sie in Kolonien.

Seltenes Zootier

In seiner australischen Heimat nutzt der Nacktnasenwombat verschiedenste Lebensräume und ist dementsprechend recht weit verbreitet. In Zoos sind die Plumpbeutler genannten Sympathieträger aber eher selten zu sehen.

Die erste Nachzucht außerhalb Australiens gelang übrigens in Deutschland - im Jahr 1914 im Zoo in Halle an der Saale. Seitdem konnten weitere Zoos in Europa, darunter auch Hannover, Nachzuchterfolge verbuchen.