Pfau

Im Radschlagen sind sie Meister: Pfauenmänner können ihre Federn zu einem prächtigen Rad hochstellen. Davon ist die Pfauendame natürlich schwer beeindruckt!

Steckbrief

Herkunft
Asien

Nahrung
Würmer, kleine Schlangen, Insekten, Früchte

Größe
Schwanzgefieder bis 160 cm lang

Brut-/Tragzeit
28 bis 30 Tage

erreichbares Alter

bis 23 Jahre in menschlicher Obhut

Gewicht                                       Männchen 4 bis 6 kg,                     Weibchen 2,7 bis 4 kg

Keine Chance für kleine Schlangen

Wilde Pfauen fressen Kobras, aber nur kleine. Deshalb verehren die Inder die bunten Vögel. Wenn die Pfauen gerade keine Schlange finden, mögen sie auch Früchte, Würmer und Insekten. Und morgens, gleich nach dem Aufstehen, trinkt der Pfau mit seiner Familie erst mal einen kräftigen Schluck Wasser.

Lockeres Gruppenleben

Pfauen leben in lockeren Gruppen zusammen. Zur Paarungszeit trifft man sich, brütet und zieht die kleinen Küken auf. Danach ist man gerne wieder unter seinesgleichen. Die erwachsenen Männchen ziehen dann wieder in Gruppen durch die Gegend, die Weibchen gehen mit den Jungtieren eigene Wege. Bis zur nächsten Brutzeit...

Pfauen hören und sehen einfach alles

Pfauen sind sehr gute "Gefahrenmelder", weil sie so gut hören und sehen können. Schon bei der kleinsten Störung warnen sich Pfauen gegenseitig mit einem lauten Warnruf. Dann verstecken sich die scheuen Vögel schnell im Dickicht. Pfauen fliegen übrigens nur in der Dämmerung, wenn sie sich zum Schlafen in hohe Baumwipfel aufschwingen.

Buntes "Rad" als Lockmittel

Vor der Paarung wirbt der Pfauenmann ausgiebig um sein Lieblingsweibchen. Das nennt man "balzen". Dafür benutzt er seine zur Schleppe verlängerten Oberschwanzdecken, die ihm sein typisches Aussehen geben. Zuerst zeigt der Pfau ihr seinen Rücken mit dem schneeweißen "Tuff"! Und dann wird's richtig bunt: Er schlägt mit seinem prächtig schillernden Gefieder ein mächtiges "Rad". Davon ist die Pfauendame natürlich tief beeindruckt. Beim "Radschlagen" lässt der Pfau wieder und wieder alle Federn erzittern, dabei erklingt ein scharfes Rascheln. Schließlich paaren sich die beiden.

Weltweit beliebt

Weil Pfauen so prächtig aussehen, wurden sie vor 3000 Jahren schon von den ägyptischen Pharaonen gehalten. Auch die europäischen Kaiser und Könige waren von dem bunten Federvieh begeistert, und die Modeschöpfer aller Zeiten schmückten ihre Kleider mit den Federn.